Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Groß-Rohrheims Marcel Eckhardt hat trotz Knieproblemen bisher die meisten Treffer in der Kreisoberliga erzielt

Dicht vor der Torjäger-Krone

Groß-Rohrheim.In der Fußball-Kreisoberliga befindet sich der FC Alemannia Groß-Rohrheim aktuell auf Platz acht und kann sowohl nach oben als auch nach unten nur noch wenig Boden gutmachen oder auch verlieren. Trotzdem durfte man bei der Alemannia zuletzt wieder einmal richtig jubeln, denn nach fünf sieglosen Spielen in Folge (ein Unentschieden und vier Niederlagen) punkteten die Blau-Weiß-Blauen gegen den bereits als Absteiger feststehenden FC Ober-Abtsteinach beim 4:0 (1:0)-Heimsieg wieder dreifach. Mit den Toren zum 1:0 (31.) und 3:0 (70.) hatte FCA-Torjäger Marcel Eckhardt erheblichen Anteil an diesem Erfolg.

„Wichtig für uns war natürlich der Sieg, aber auch selbst mal wieder zu treffen, das hat natürlich gut getan. Ich hatte mir am 24. März beim 1:0 gegen den SV Fürth eine Knieverletzung zugezogen und musste drei Spiele pausieren. Nachdem ich beim SV Anatolia Birkenau eingewechselt wurde, war das nach dem Spiel bei Olympia Lorsch erst mein zweiter Einsatz von Beginn an“, hatten die beiden Treffer für Eckhardt noch eine weitere Bedeutung, denn mit den Saisontoren 24 und 25 konnte er seine Führung in der Torjägerliste der Kreisoberliga behaupten.

Von der Eintracht begeistert

„Mit Gero Lammer von der SG Wald-Michelbach und Christoph Schamber vom VfR Bürstadt (beide 23 Tore, d. Red.) liegen allerdings zwei Spieler ganz dicht hinter mir. Am liebsten würde ich mit dem FCA die beiden verbleibenden Ligaspiele beim VfL Birkenau und zuhause gegen Eintracht Wald-Michelbach II gewinnen und dabei noch Tore schießen. Es wäre schon cool, auch am Ende in der Torjägerliste ganz vorne zu stehen“, erklärt der 23-jährige Alemannia-Torjäger.

Auch das Knie scheint bei diesem Vorhaben mitzumachen. „Im Spiel geht es, aber montags spürt man es dann schon. Daher hatte ich am Montag noch eine Magnetresonanztomographie im Bensheimer Krankenhaus, aber es ist zum Glück nur ein Weichteilbruch im Knie, der von selbst verheilt“, ist der zurzeit beste Stürmer des Bergsträßer Fußball-Oberhauses froh, dass keine Bänder betroffen sind.

Im Spiel beim SC Olympia Lorsch hätte Eckhardt dabei gerne gegen die von seinem Vater Georg Eckhardt trainierten Lorscher gewonnen, aber wie schon im Hinspiel beim 1:3 hatte auch diesmal der SCO mit 4:1 die Nase vorn. „Gegen Papa ist es im Moment irgendwie schwer zu gewinnen, aber Lorsch braucht ja noch die Punkte, um die Relegation endgültig zu vermeiden“, ist die Kreisoberliga bei der in Bensheim-Schwanheim beheimateten Familie Eckhardt ein großes Thema.

Dabei bleibt Marcel Eckhardt in der kommenden Saison nicht nur der Kreisoberliga Bergstraße, sondern auch Groß-Rohrheim treu. „Ich fühle mich wohl hier. Wir haben einen tollen Zusammenhalt und die Mannschaft wird wohl zusammenbleiben. Natürlich werden wir Hamzalija Elezovic vermissen, der hier als Trainer aufhört und dem FCA in den letzten Jahren große Erfolge beschert hat. Sein Nachfolger Alexander Behrendt hat uns schon beobachtet und der erste Eindruck war gut“, betont Eckhardt.

Begeistert ist der Stürmer von seinem Lieblingsclub Eintracht Frankfurt. „Natürlich hat es wehgetan, dass im Europa League Halbfinale beim FC Chelsea in London nach Elfmeterschießen Schluss war, aber wer hätte denn vor der Saison gedacht, dass die Frankfurter überhaupt soweit kommen? Ich versuche jede Saison auch mindestens zwei Eintracht-Spiele live im Stadion mitzuverfolgen“, sagt Eckhardt mit einem Lachen, der darauf hofft dass es die Eintracht erneut ins internationale Geschäft schafft.

Einen Bundesligaspieler kennt Eckhardt noch aus gemeinsamen Jugendtagen beim SV Concordia Gernsheim. „Robin Bormuth spielt bei Fortuna Düsseldorf. Vielleicht sollte ich ihn mal fragen ob Düsseldorf in Groß-Rohrheim vorbeischaut. Robin ist schließlich gebürtiger Groß-Rohrheimer“, so Eckhardt.

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