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Motorsport Lampertheimer hat im ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring mit Kollisionen zu kämpfen / BMW-Werkspilot Jens Klingmann gelingt erster Saisonsieg

Dienst baut Führung in der Junior-Wertung aus

Spielberg.Während das Rennwochenende für den Lampertheimer Marvin Dienst auf dem Red Bull Ring in Spielberg von den Platzierungen eher mäßig verlief, ist bei Jens Klingmann (Leimen) der Knoten geplatzt. Der 28-jährige BMW-Werkspilot feierte mit seinem Teamkollegen Nicolai Sylvest seinen ersten Saisonsieg und wurde im zweiten Rennen Vierter. Das Corvette-Duo David Jahn (Speyer) und Sven Barth (Weinheim) belegte die Plätze zwei und acht.

„Nachdem ich am Samstag aussichtsreich von Platz acht aus ins Rennen gegangen bin, war nach einer unverschuldeten Kollision der 18. Platz leider das Höchste der Gefühle“, blickte Dienst auf den verpatzten Auftakt zurück. „Beim zweiten Rennen am Sonntag ist mein Kollege Aidan Read von Position 28 aus gestartet, mehr als Rang 14 war dann nicht mehr drin“, erklärte Dienst und schob den Grund gleich hinterher: „Aidan hat in der ersten Runde eine Durchfahrtsstrafe kassiert, weil er in einen Unfall verwickelt war. Danach hatte er rund 30 Sekunden Rückstand auf das vor ihm fahrende Auto und zu allem Überfluss war unser Mercedes auch noch beschädigt“, sprach der Lampertheimer von einem „nicht gerade einfachen Rennen“.

In Gesamtwertung abgerutscht

„Das große Feld, die Autos, deren Leistungen extrem eng zusammenliegen – da sind Berührungen vorprogrammiert und ein stückweit ja auch gewünscht. Ein bisschen anlehnen an den Nebenmann, das wollen ja auch die Fans sehen“, beschrieb der 22-Jährige die teils hart geführten Duelle um jede Position.

Dennoch war er halbwegs zufrieden: „Dann noch auf Platz 14 vor zu fahren ist nicht übel.“ Vor allem, da das Duo des Schütz-Rennstalls aus Bobenheim-Roxheim die Führung in der Junior-Wertung sogar noch ausbaute. In diesem Klassement werden alle Fahrer bis 25 Jahre erfasst, die keine Werkspiloten sind. Im Gesamtklassement ist Dienst vom elften auf den 13. Rang gerutscht.

Dank der starken Ergebnisse in Österreich haben sich Klingmann/Sylvest vom 18. auf den fünften Platz katapultiert. „Die Freude über diesen Sieg ist natürlich riesengroß. Nicolai hat mit der Pole Position im Qualifying und dem glänzenden Start den Grundstein zu diesem grandiosen Ergebnis gelegt. Am Ende wurde es dann noch einmal richtig eng, aber wir konnten uns erfolgreich gegen die Corvette behaupten“, war der Leimener erleichtert.

„Als David Jahn in den letzten 15 Minuten an mir dran war, war jede Runde wie im Qualifying. Es war wirklich eng. Ich bin froh, dass das Rennen nur eine Stunde gedauert hat. Ich denke, den Sieg haben wir verdient, vor allem nach Most, wo wir lange auf Platz drei lagen, aber zurückgefallen sind“, schilderte Klingmann den harten, aber erfolgreichen Kampf um den Sieg im ersten Lauf.

In der ADAC GT Masters geht es erst Anfang August weiter (9. bis 12. in Zandvoort). Doch Marvin Dienst absolviert bereits am Wochenende Testfahrten auf dem Nürburgring, wenig später folgen weitere Tests im belgischen Spa.

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