Lokalsport Südhessen

Motorsport Lampertheimer startet bei 24 Stunden von Abu Dhabi

Dienst stellt sich starker Konkurrenz

Archivartikel

Lampertheim.Raus aus dem Nieselgrau Südhessens, rein in die Sonne mit knapp 30 Grad Celsius in Abu Dhabi. Einen solch angenehmen Tapetenwechsel macht der Lampertheimer Marvin Dienst für eine knappe Woche. Doch ausspannen ist für den Motorsportler im Wüsten-Emirat nicht angesagt, der 21-Jährige startet gemeinsam mit vier Kollegen am Donnerstag beim 24-Stunden-Rennen von Abu Dhabi.

„Der Kontakt kam über Klaus Bachler zustande, mit dem ich schon bei den GT Masters zusammen gefahren bin“, berichtete Dienst kurz vor dem siebenstündigen Flug: „Bei Attempto-Racing wurden schnelle Fahrer gesucht, um mit dem Audi R8 LMS in der A6-Pro-Klasse um den Gesamtsieg zu fahren.“

In dieser Kategorie, in der nur ein Amateur-Pilot pro Bolide zugelassen ist, misst sich Dienst mit Konkurrenten wie dem ehemaligen englischen DTM-Piloten Oliver Jarvis, dem Ex-Formel-1-Fahrer Markus Winkelhock oder „Mister DTM“ Bernd Schneider. Das Fahrerfeld ist exklusiv – und groß. Für die 24 Stunden von Abu Dhabi wurden 100 Autos gemeldet.

Obwohl Dienst bislang vor allem im Porsche Siege eingefahren hat und in der kommenden Saison in einem Mercedes SLS AMG GT3 im ADAC GT Masters an den Start gehen wird, sieht der Langstrecken-Vizeweltmeister von 2017 kein Problem mit dem neuen Arbeitsgerät.

„Vier Räder, ein Lenkrad – das sollte passen“, meinte der Südhesse mit einem Grinsen. „Ich bin ja schon gegen die Dinger in der Blancpain-Serie gefahren und weiß, was in ihnen steckt. „Der Porsche gilt als schwierigstes Fahrzeug dieser Klasse, wer ihn beherrscht, kann alles fahren – also müsste es gut aussehen“, meinte Dienst zuversichtlich.

Premierensieger wurden übrigens 2006 Hans-Joachim Stuck, Toto Wolff sowie die beiden Le-Mans-erfahrenen Piloten Philipp Peter und Dieter Quester im BMW M3 CSL.

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