Lokalsport Südhessen

Handball-A-Liga TVG tritt

Direktes Duell der Titelanwärter

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Mit einer Mischung aus positiver Anspannung, Vorfreude und Respekt, aber auch einer gehörigen Portion Selbstvertrauen blicken die Handballer des TV Groß-Rohrheim auf das A-Liga-Spitzenspiel am Sonntag (18 Uhr) bei der Tvgg Lorsch. Mit beachtlichen 14:2 Punkten im Gepäck fährt das Team von Trainer Sascha Holdefehr in die Klosterstadt und will den sechsten Sieg in Folge holen. Die Lorscher liegen zwar in der Tabelle nur auf Rang sechs, was aber einzig zweier weniger ausgetragener Spiele geschuldet ist. Mit 9:3 Zählern sind sie nach Minuspunkten der direkte Verfolger der Ried-Handballer. Und auch das selbstgesteckte Saisonziel ist bei beiden Mannschaften gleich: Sie wollen Meister werden.

"Das wird ein ganz dicker Brocken. Lorsch hat eine starke Mannschaft, ist individuell gut besetzt. Aber wir sind gut drauf", strahlt auch Holdefehr Zuversicht aus. Zu recht: Immerhin hat seine Mannschaft am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen den seitherigen Tabellenzweiten TG Eberstadt in überzeugender Manier mit 36:26 gewonnen und der TGE damit die zweite Saisonniederlage beigebracht.

Nicht ganz so rund lief es hingegen bei Lorsch, das im Duell beim dritten Meisterschaftsanwärter Bensheim/Auerbach nicht über ein 27:27-Remis hinaus kam, dabei aber in den letzten zwölf Minuten noch einen Fünf-Tore-Rückstand wettmachte. "Das hat der Tvgg sicherlich auch Selbstvertrauen gegeben. Auswärts in Bensheim einen Punkt zu holen, ist nicht schlecht", so Holdefehr. "Wir spielen jetzt in Lorsch, da würde ich die Chancen für uns auf 50:50 beziffern. Es wird stark auf die Tagesform ankommen. Wären wir zu Hause, würde das anders aussehen", ist für den erfahrenen Trainer der Heimvorteil ein großer Faktor.

Überraschungen möglich

Anfang der Woche schaute sich Sascha Holdefehr noch ein Video des Lorscher Spiels gegen Bensheim an, "was aber keine neuen Erkenntnisse gebracht hat", so der Coach. "Man kennt die Mannschaft, die Schlüsselspieler, weiß, worauf es ankommt." Er hat besonders die im Spiel Eins-gegen-Eins starken Akteure Pascal Kärchner und Jannick Schwöbel auf dem Zettel. Hinzu komme noch Marvin Mischler, der aus dem Rückraum gefährlich ist. "Da werden wir uns schon etwas einfallen lassen müssen. Wenn es uns gelingt, an die erste Hälfte aus dem Spiel gegen Eberstadt anzuknüpfen und entsprechend schnell in die Partie zu finden, dann wäre das schon von Vorteil", erklärt der TVG-Coach, der zudem mit der ein oder anderen Überraschung durch seinen Trainerkollegen Daniel Brendle rechnet: "Er wird sich gegen uns bestimmt taktisch etwas einfallen lassen. Ich wüsste ja, wie man gegen uns spielen müsste - aber das behalte ich mal lieber für mich", schmunzelt Holdefehr.

Der Lorscher Übungsleiter hat durchaus Respekt vor den Groß-Rohrheimern, sieht in ihnen "eine junge, gut eingespielte Mannschaft, die sich vor der Runde mit Andreas Och und Sebastian Haas noch mit zwei höherklassig erfahrenen Rückkehrern verstärkt hat". Einen Vorteil auf Seiten des TVG macht Brendle aus: "Sascha Holdefehr hat mit seiner Mannschaft schon richtig überzeugende Spiele abgeliefert und hat dadurch viel Selbstvertrauen." me

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