Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Jonas Heinrich Drolshagen sorgt beim FV Biblis für Entlastung

Drolshagen meldet sich eindrucksvoll zurück

Archivartikel

Biblis.Am vergangenen Sonntag hatte man beim personell gebeutelten FV Biblis Grund zum Jubeln, gelang mit einem 4:1-Heimsieg gegen Lörzenbach doch im dritten Spiel der erste Sieg der neuen A-Liga-Saison. Wegen der angespannten Personalsituation bei den Gurkenstädtern, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern, war Trainer Thomas Roth froh, wieder auf Jonas Drolshagen zurückgreifen zu können, der mit seinen beiden frühen Treffern zum 1:0 (1.) und 2:0 (13.) den Biblisern den Weg zum ersten Saisonsieg ebnete.

„Er hatte sich am ersten Spieltag im Heimspiel gegen Hofheim eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen und konnte daher auch im zweiten Spiel nicht für uns spielen“, erklärte Roth. „Ich hatte mir nach einem Zusammenprall die Gehirnerschütterung zugezogen und konnte deshalb auch gegen Fehlheim II nicht spielen. Mit dem Trainer war abgesprochen, dass er mich raus nimmt, wenn ich es signalisiere, das habe ich in der 30. Minute dann auch getan“, hatte der 23-jährige Mittelfeldspieler dem Spiel bis zu diesem Zeitpunkt allerdings schon seinen Stempel aufgedrückt.

Verletztenliste wird kürzer

„Wenn ich die beiden Tore nach der Gehirnerschütterung mit dem Kopf erzielt hätte, wäre es wohl noch beeindruckender gewesen“, sagt Drolshagen mit einem Schmunzeln und ergänzt, „ich war natürlich trotzdem sehr froh über die Tore, wobei ich die ja nicht alleine erzielt habe, sondern hier zweimal von der Vorarbeit von Denny Osswald profitiert habe. Ich werde jetzt sicher nicht in jedem Spiel einen Doppelpack schnüren. Eigentlich bin ich ja mehr der Vorbereiter und nicht der Vollstrecker“, spielt er am liebsten auf der Außenposition.

Beim Kurzeinsatz sollte es dann doch nicht bleiben. „In der 65. Minute bin ich wieder reingekommen. Da finde ich die Möglichkeit mit dem Hin-und Rückwechseln schon ganz praktisch“, ist dem 23-Jährigen bewusst, dass die Gurkenstädter sich noch eine Weile durchkämpfen müssen, bevor hoffentlich wieder alle an Bord sind. „Der Sieg gegen Lörzenbach war für die ganze Mannschaft wichtig. Einen schlechten Saisonstart sind wir ja schon gewöhnt. Daher wollen wir unbedingt jetzt auch schon Punkte sammeln, denn wenn wir personell wieder alle an Bord haben, müssen wir uns in der Kreisliga A sicherlich vor keinem Team verstecken. Aber wenn drei, vier Spieler ausfallen, wird es schon eng“, misst Drolshagen daher auch dem bevorstehenden Riedderby beim VfB Lampertheim große Bedeutung bei.

„In einem Derby ist immer alles möglich, aber natürlich hoffe ich, dass wir die Punkte holen können“, ist dem Studenten des Wirtschaftsingenieurwesens nicht entgangen, dass der VfB bisher noch keinen Zähler für sich verbuchen konnte. Obwohl der 23-Jährige am Lessing-Gymnasium in Lampertheim sein Abitur gemacht hat, stehen ihm am Sonntag keine ehemaligen Mitschüler beim VfB gegenüber.

Ein Trikot von Michael Ballack bekam Drolshagen einst von seinem Großonkel Willibert Kremer geschenkt. „Er war ja früher mal Cheftrainer beim TSV 1860 München und damals hat er für Bayer 04 Leverkusen gearbeitet und Ballack gefiel mir aus der Nationalmannschaft“, erinnert sich Drolshagen. Zwar studiert Drolshagen an der Universität Kaiserslautern, wo er sich meist auch unter der Woche aufhält, doch sein Herz schlägt für Eintracht Frankfurt. „Es wäre ja mal was, wenn beide noch im DFB-Pokal aufeinandertreffen würden. Zu so zwei, drei Heimspielen des FCK gehe ich aber schon mal, wenn es sich anbietet“, ist der Betzenberg dem Bibliser nicht fremd.

„Es ist für mich zwar nicht immer möglich ins Training zu kommen, aber ich spiele eben schon seit meinen sechsten Lebensjahr für Biblis“, hält Drolshagen trotz aller Pendelei dem FVB die Treue.

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