Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Torhüter Maximilian Kölsch überzeugt bei Kreisoberliga-Tabellenführer FSV Riedrode als starker Rückhalt

Durch Glanzparaden obenauf

Archivartikel

Riedrode.Zumindest bis zum Sonntag grüßt der FSV Riedrode in der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße von Platz eins - und hat dies nicht unerheblich Torwart Maximilian Kölsch zu verdanken. So hielt der 24-jährige aus Bürstadt im Auswärtsspiel beim SV Fürth mit einem gehaltenen Foulelfmeter in der Schlussminute zunächst den 2:1-Sieg des FSV fest, nur um dann am Mittwochabend im vorgezogenen Heimspiel gegen den FC Starkenburgia Heppenheim beim 4:0-Sieg eine weitere Topleistung nachzulegen.

"An der Entstehung des Elfmeters in Fürth war Max nicht ganz unbeteiligt, aber wie er den dann gehalten hat, war schon klasse. Seine Leistung im Spitzenspiel gegen Heppenheim war einfach überragend", gerät FSV-Torwarttrainer Uwe Seibel ins Schwärmen, wenn er an die letzten beide Ligaspiele denkt.

Wechselspiel mit Mohr

"Der Schuss beim Elfmeter war schon gut platziert, aber ich konnte ihn trotzdem aus dem vom Schützen aus gesehen rechten unteren Eck herausholen", erinnert sich Kölsch selbst gerne an seinen gehaltenen Strafstoß gegen SVF-Kapitän Robby Zingle. Auch im Heimspiel gegen Heppenheim gab es einen ganz besonderen Moment im Spiel, als Gerrit Geist für die keineswegs schwachen Gäste aus der Kreisstadt in der 53. Minute eigentlich den 1:1-Ausgleich auf dem Fuß hatte, aber in Kölsch seinen Meister fand. Dabei hätte gegen die Starkenburgia wieder Nicolas Mohr im FSV-Kasten stehen sollen, nachdem Kölsch bereits beim 4:1-Sieg im Kreispokal bei den Azzurri Lampertheim und beim Auswärtssieg in Fürth im Tor der Elf vom Bahnhof zum Einsatz kam. "Eigentlich bin ich kein Freund von Rotation im Tor. Das ist auch für mich ein absolutes Novum, aber Cheftrainer Duro Bozanovic und ich haben beschlossen, dass wir in dieser Saison die Aufgabe zwischen Maximilian Kölsch und Nicolas Mohr aufteilen. Es soll jeder zwei Spiele machen, dann ist der andere wieder dran. Nicolas hat sich am Mittwoch allerdings mit Fieber krank gemeldet, daher durfte dann Max ran", sieht Riedrodes Torwarttrainer Uwe Seibel beide Torhüter als gleichwertig an.

"Klar will jeder gerne spielen, aber Nicolas und ich verstehen uns richtig gut. Wir treiben uns auch gegenseitig im Training an. Da gönnt es jeder dem anderen, wenn er spielt", berichtet Kölsch von der besonderen Arbeitsteilung im Tor der Blau-Weißen aus Riedrode. Seibel bestätigt: "Es macht einfach Spaß mit den beiden zu arbeiten, die sich auch außerhalb des Platzes gut verstehen." Kölsch hat in der Kreisoberliga nun vier Spiele absolviert. "Ich hatte mich bei den Bürstädter Stadtmeisterschaften etwas verletzt und musste daher zwischenzeitlich auch mal aussetzen", berichtet er.

Derby gegen VfR im Blick

In der vergangenen Saison spielte Kölsch noch in der A-Liga beim FV Biblis und hatte dort im Juli 2015 auch sein bisher größtes Erlebnis als Strafstoß-Held. "Damals habe ich im Pokalspiel gegen die FSG Bensheim einen und im Elfmeterschießen dann drei Elfmeter gehalten. So etwas vergisst man nicht", erinnert sich der 24-Jährige an das Erstrunden-Match vom 23. Juli 2015, das die Bibliser damals mit 6:3 nach Elfmeterschießen für sich entschieden.

Das nächste Liga-Spiel des FSV hätte ursprünglich am kommenden Donnerstag beim VfR Bürstadt im Robert-Kölsch-Stadion stattfinden sollen. Ein besonderer Ort für Kölsch, schließlich ist das VfR-Stadion nach seinem Urgroßvater, dem ehemaligen VfR-Mäzen, benannt. "Ich habe ihn ja auch selbst gekannt und bei den Bambini des VfR mit dem Fußball begonnen", berichtet er. Aus einem Auftritt im Kölsch-Stadion wird aber nichts, denn angesichts der Flutlichtproblematik dort haben der FSV und der VfR das Heimrecht getauscht, so dass dieses Derby nun bereits am Mittwoch um 19.15 Uhr auf dem Waldsportplatz in Riedrode ausgetragen wird. and

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