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Fußball-B-Liga FSG Riedrode II will in der neuen Saison die Favoriten ärgern / Trainer Zinke gibt fünften Platz als Ziel aus

Ein echter Geheimfavorit

Archivartikel

Riedrode.Was ist ein Geheimfavorit? Der Duden kündigt dies etwas humorlos an. Ein Geheimfavorit, so steht es im Wörterbuch, sei jemand, der insgeheim als Favorit gelte. Wer nach einem lebendigen Beispiel sucht, der könnte vor der Fußballsaison 2020/21 im Bürstädter Stadtteil Riedrode fündig werden. Dort schickt sich die hiesige FSG-Reserve an, in der Kreisliga B eine richtig gute Rolle zu spielen. Fernab davon, dass sie jeder auf dem Zettel hat, doch stark genug, dass die Elf von Andreas Zinke in Sachen Meisterschaft ein gehöriges Wörtchen mitreden könnte. Ein Geheimfavorit eben.

Und bezeichnend für einen solchen ist es auch, dass die eigenen Verantwortlichen schön den Ball flach halten, was die aktuellen Erfolgsaussichten anbelangt. Hinterher käme ja noch jemand auf die Idee, der eigenen Mannschaft mehr zuzutrauen als dies von Vereinsseite gewünscht ist.

„Wir wollen eine sorgenfreie Runde spielen und die Favoriten ärgern. Danach sehen wir, was dabei herauskommt. Unser Saisonziel ist das Erreichen des fünften Tabellenplatzes“, sagt Trainer Andreas Zinke in vollster Bescheidenheit. Da ist der Saisonausblick von Fabian Kreiling schon etwas offensiver ausgerichtet: „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung unserer zweiten Mannschaft und freuen uns auf die kommende Runde.“

Kreiling weiß von was er spricht, denn neben den gestandenen Spielern aus der zweiten Mannschaft, die sich in der Kreisliga B bewiesen haben, sieht er reichlich viel Verstärkungspotenzial aus der ersten Mannschaft, die in der Gruppenliga Darmstadt spielt.

Die verfügt nämlich aktuell über einen 30-Mann-Kader. Und da ist absehbar, dass einige dieser Spieler ganz oder teilweise in der zweiten Mannschaft zu einem möglichen Erfolg der zweiten Vertretung beitragen könnten.

Mit Dennis Mischler, Julien Fechtig, Fabian Gräf und Sven Kruschenski sind es letztlich vier Verstärkungen, die speziell für die zweite Mannschaft vorgesehen sind. Diese zu integrieren, betrachtet Fabian Kreiling letztlich als eine eher leichte Aufgabe. „Alle Zugänge spielten früher bei der SG oder dem FSV Riedrode, den beiden Vorgängervereinen der Spielgemeinschaft. Es wird eine Leichtigkeit sein, sie in der FSG-Familie aufzunehmen.“

So darf von der FSG Riedrode II in der kommenden Saison einiges erwartet werden. In jedem Fall soll es sportlich besser laufen als in der vergangenen Saison, die die FSG II nur mit dem neunten Tabellenplatz abschloss.

Aber auch in dieser Saison wurde das eine oder andere Mal kräftig gefeiert. Beispielsweise am 10. November 2019 als der Zinke-Elf ein grandioses 5:1 über den späteren Aufsteiger SC Rodau gelang. Wer hätte damals gedacht, dass dieser triste November-Nachmittag eine optimale Einstimmung für die Saison 2020/21 sein könnte. s hia

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