Lokalsport Südhessen

Fußball Bundesliga-Frauen von Eintracht Frankfurt gehen die Saisonvorbereitung mit viel Optimismus an

„Eine neue Zeitrechnung“

Frankfurt.Die Begeisterung ist groß: Die Bundesliga-Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt um Cheftrainer Niko Arnautis sind am vergangenen Wochenende in die Vorbereitung gestartet – und wollen nun in ihrer ersten Saison durchstarten. „Nach der langen Runde mit der Coronazwangsunterbrechung gab es für alle nur eine kurze Sommerpause. Trotzdem waren wir heiß darauf, erstmals wieder gemeinsam auf dem Platz zu stehen und den Auftakt auf diese historische erste Saison als Eintracht Frankfurt genießen zu dürfen“, erklärt Arnautis und betont die Vorfreude auf die kommende Saison: „Nun beginnt eine neue Zeitrechnung für den Frankfurter Frauenfußball.“

Erstmals im Kreise ihrer neuen Teamkolleginnen wurden die vier Neuzugänge Merle Frohms, Virginia Kirchberger (beide SC Freiburg), Leonie Köster (FC Bayern München II) und Lara Prasnikar (1. FFC Turbine Potsdam) begrüßt. Mit Madeleine Steck rückt zudem eine Spielerin aus der zweiten Mannschaft auf, die seit Jahresbeginn bereits regelmäßig mit dem Erstligateam von Coach Arnautis trainiert hatte und am letzten Spieltag Ende Juni der zurückliegenden Saison ihr Debüt in der Frauen-Bundesliga gegen den SC Freiburg absolvieren durfte.

Verletzungsbedingt fehlen Saskia Matheis, Sjoeke Nüsken und Letícia Santos noch. Alle vier Spielerinnen werden baldmöglichst wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen können. „Wir werden uns die kommenden Wochen mit einem ausgewogenen Trainingsprogramm bestmöglich auf den Start im September vorbereiten“, so Arnautis: „Es ist toll, dass wir unsere Leistungsträgerinnen weiterhin im Boot haben und unsere Mannschaft mit starken Persönlichkeiten und talentierten Spielerinnen verstärken konnten. Alle Spielerinnen bei uns sind hochmotiviert, die nächsten Entwicklungsschritte unter dem Dach von Eintracht Frankfurt zu machen.“

Die Eintracht hat den Vertrag mit Arnautis am Sonntag vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Der 40 Jahre alte A-Lizenzinhaber trainiert die Mannschaft des 1. FFC Frankfurt, die vor der neuen Saison mit der Eintracht fusionierte, seit September 2017. Das Trainerteam von Arnautis wird zudem verstärkt: Neben Kai Rennich wird sein Bruder Christos Arnautis (zuvor FC Gießen) als weiterer Co-Trainer arbeiten, Marcel Schulz (SGS Essen) als Torhütercoach und Fabian Meier (FSV Frankfurt) – unterstützt von Torsten Schröder (Laufanalyse und Biomechanik) – das Athletiktraining leiten. Zudem ist Bayram Mechmet als Scout und Videoanalyst dabei.

Dietrich lobt Fusion

Sportdirektor Siegfried Dietrich hebt das Miteinander hervor: „Wir haben jetzt in der Adlerfamilie ein starkes neues Zuhause gefunden, die Fusion ist eine großartige Sache für den Fußballstandort Frankfurt. Der Trainingsauftakt im Deutsche Bank Park zeigt symbolhaft die insgesamt sehr guten Bedingungen unter dem Eintracht-Dach, mit denen die Vorfreude auf die Saison 2020/21 in der Frauen-Bundesliga minütlich wächst.“ Kapitänin Tanja Pawollek freut sich, trotz der kurzen Sommerpause wieder auf dem Platz zu stehen: „Die Vorfreude bei uns allen war riesig – dieses erste Training in Eintracht-Trainingsoutfit ist schon etwas Besonderes gewesen, es macht Spaß, mit dem Adler aufzulaufen! Es war zudem ein super Gefühl, alle Mitspielerinnen wiedergesehen und unsere Neuzugänge kennengelernt zu haben. Man hat gemerkt, dass wir alle hochmotiviert sind und jetzt schon Gas geben. Denn auch wenn Corona-bedingt die vergangene Saison erst Ende Juni fertig war, haben wir genügend Kraft tanken können, um nun in der Vorbereitung voll durchzustarten.“

Das erste Mannschaftstraining zum Auftakt war der Startschuss für die sechswöchige Vorbereitung, bevor vom 4., 5. und 6. September die Frauen-Bundesliga in die neue Saison startet. Bereits seit dem 13. Juli hatten alle Spielerinnen individuelle Trainingspläne erhalten. Neben einigen Testspielen ist auch ein kurzes Trainingslager Mitte August geplant, in dem unter anderem ein Match gegen einen attraktiven Gegner aus der Bundesliga vorgesehen ist. red/dpa

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