Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche FV Biblis empfängt SG Nordheim/Wattenheim zum A-Liga-Derby / Beide Teams kämpfen mit Verletzungsproblemen

Einige Gemeinsamkeiten

Biblis.Das Bibliser Lokalduell in der Fußball-Kreisliga A zwischen dem FV Biblis und der SG Nordheim/Wattenheim steigt schon morgen (16 Uhr) im Pfaffenau-Stadion. Das Derby wurde vorgezogen, weil die neuen FVB-Spieler an diesem Tag im Anschluss ihre Einstandsfeier geplant haben. „Ein Erfolg wäre daher natürlich schon sehr gut, aber dafür müssen wir das Match erst einmal gewinnen“, weiß FVB-Trainer Roman Link, dass gerade Lokalderbys ihre eigenen Gesetze haben. Das ist auch NoWa-Coach Jens Stark bewusst, der die momentan in der Tabelle hinter der Sportgemeinde stehenden Gastgeber dennoch in der Favoritenrolle sieht.

„Mit diesem Kader überrascht es mich schon, dass der FVB zurzeit nur auf dem zwölften Platz in der A-Liga steht, aber sie werden noch kommen. Gegen uns sehe ich sie daher auch in der Favoritenrolle. Trotzdem kann im Derby natürlich viel passieren, beim letzten Ligaspiel haben wir ja auch in Biblis gewonnen“, erinnert Stark an den 2:0-Auswärtssieg der SG im Mai 2018. Link ergänzt: „Damals war die NoWa ja sportlich eigentlich schon abgestiegen.“

Jakupi wieder in Form

Dass beim FVB die Hinrunde bisher nicht nach Wunsch verlaufen ist, daraus macht Link, der allerdings in den ersten Wochen nie auf seinen Wunschkader zurückgreifen konnte, keinen Hehl. „Wir hatten da schon etwas Pech am Fuß, aber auf wichtige Offensivspieler wie Markus Gölz und Shpejtim Jakupi konnte ich lange nicht zurückgreifen“, berichtet Link. Gerade in den letzten beiden Spielen haben sowohl Gölz als auch Jakupi für die Bibliser eingenetzt, so auch beim 3:2-Sieg im Ried-Dery beim VfB Lampertheim.

„Es gibt Spieler beim FVB, auf die wir am Samstag besonders achten müssen, dazu zähle ich auch einen Dennis de Sousa Barba“, ist für Jens Stark der aktuelle siebte Platz eine schöne Momentaufnahme. „Unser Saisonziel ist Platz 13, das heißt Klassenerhalt. Alles was darüber hinaus geht, ist super“, hat Stark die vergangene Runde noch in guter Erinnerung, als er noch als Co-Trainer von NoWa-Coach Hamdija Catic fungierte. „Damals waren wir sportlich abgestiegen und hatten eigentlich auch schon für die B-Liga geplant“, weiß der neue NoWa-Trainer, dass es letztlich nur der Konstellation in den anderen Ligen zu verdanken war, dass die Sportgemeinde als Vorletzter doch in der A-Liga bleiben durfte.

„Nachdem feststand, dass wichtige Spieler hierbleiben werden, war für mich klar, dass ich zur Saison 2018/2019 die NoWa als Trainer übernehme. Es ging auch darum, neun Spieler aus der A-Jugend des JFV BiNoWa bei uns zu integrieren – und Jungs wie Dennis Gansmann, Dominik Georgi und Niklas Fleischhacker machen das schon richtig gut“, ist Stark selbst ein wenig überrascht, wie gut sich die SG nach der vergangenen Saison aktuell in der A-Liga schlägt.

„Jens hat bei der NoWa richtig gute Arbeit gemacht“, lobt auch FVB-Trainer Roman Link seinen Kontrahenten, schließlich kennt man sich in Biblis nicht nur von den Spielen gegeneinander. „Im Nachwuchsbereich arbeiten beide Clubs im JFV BiNoWa zusammen, das heißt natürlich auch, dass sich Spieler bereits aus dieser gemeinsamen Zeit kennen. Außerdem trainiert die NoWa seit dieser Woche ja auch auf dem Kunstrasen im Pfaffenau-Stadion“, ist Roman Link daher am Samstag auf den Auftritt gegen den „Trainingsnachbarn“ gespannt.

Auf eine weitere Gemeinsamkeit würden beide allerdings gerne verzichten, denn auch schwere Verletzungen haben die beiden Clubs aus der Gurkenstadt heimgesucht. „Jonas Drolshagen hat sich das Schienbein gebrochen und auch Ruven Kronauer und Dennis Wojtaszek kämpfen zurzeit mit Verletzungen“, bedauert Roman Link.

„Bei uns wollte Sascha Künzig wieder anfangen und hat sich in der Vorbereitung dann einen Kreuzbandriss zugezogen. Robert Schwarzkopf fällt mit einer Bänderverletzung weiterhin aus und Philipp Avemarie hat Bandscheibenprobleme“, muss Gästetrainer Stark ebenfalls auf Akteure verzichten.

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