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Fußball-Gruppenliga FSG Riedrode zieht positive Winter-Bilanz

„Einstelliger Tabellenplatz wäre schön“

Riedrode.Fußball hat bei der FSG Riedrode in den vergangenen Wochen eine untergeordnete Rolle gespielt. Weihnachtsfeier, Hallen-Stadtmeisterschaft, Neujahrsempfang: Das waren im Großen und Ganzen die Termine beim Gruppenliga-Aufsteiger seit dem 2:2 beim FC 07 Bensheim am 8. Dezember. „Es war wichtig, abzuschalten und den Jungs mal freizugeben“, sagt Riedrodes Trainer Andreas Keinz. Sein gleichberechtigter Trainerpartner Duro Bozanovic pflichtet ihm bei: „Nach der gewonnenen Stadtmeisterschaft haben wir die Jungs in Ruhe gelassen.“

Die ersten 19 Spieltage in der neuen Liga haben an den Kräften der FSG gezehrt. Stand Riedrode nach acht Spieltagen mit 19 Punkten auf dem dritten Platz, kamen in den folgenden elf Begegnungen nur noch neun Zähler dazu. Gleichauf mit dem Neunten Sportfreunde Heppenheim finden sich die Blau-Schwarz-Gelben auf Rang zehn wieder. Es ist eine Platzierung jenseits von Gut und Böse: Der Elfte SKV Büttelborn hat acht Punkte Rückstand, genauso wie Hassia Dieburg auf dem ersten Abstiegsplatz.

Wer Ende September schon vom Riedroder Durchmarsch in die Verbandsliga träumte, irrte: Primus SV Münster (45 Punkte) und die SG Dersim/VfR Rüsselsheim (44) sind längst aus dem FSG-Blickfeld geraten. „Wir können uns nicht beschweren“, glaubt Bozanovic, dass „vielleicht noch drei Punkte mehr drin gewesen wären“. Keinz sieht das ähnlich: „Beim 2:2 gegen Dieburg haben wir trotz einer schwachen ersten Hälfte 2:0 geführt, beim 0:2 gegen Dersim haben wir erst in der 88. Minute das erste Gegentor bekommen. Drei bis vier Punkte mehr hätten es wohl sein können. Wir hatten nie den kompletten Kader beisammen, das geht den anderen Teams aber nicht anders.“

Die für möglich gehaltene Maximalpunktzahl vermittelt eine gesunde Einstellung: In Riedrode wird nicht dem hinterhergetrauert, was vielleicht hätte sein können. „Mit unserer Hinrunde sind wir zufrieden. Darauf können wir aufbauen“, findet Keinz. „Die Qualität für ganz oben haben wir nicht, dafür sind wir in der Breite zu dünn besetzt. In der Kreisoberliga konnten wir Spiele nach der 75. Minute noch für uns entscheiden. Das fehlt uns jetzt“, erklärt Bozanovic – und ruft die Devise für die 13 verbliebenen Partien aus: „Das Ziel ist nach wie vor, 40 bis 50 Punkte zu holen und die Klasse zu halten. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre schön.“

Ob die FSG ihre personellen Engpässe beheben kann, bleibt abzuwarten. Mit dem 31-jährigen Innenverteidiger Damian Pritchett, der von Sportfreunde Heppenheim kam und früher unter anderem beim VfR Mannheim am Ball war, sowie Außenverteidiger Joey Gutschalk (28 Jahre/VfB Lampertheim) stellte die FSG schon Anfang Dezember zwei Neuzugänge vor. „Zwei richtig gute Jungs, die uns auch qualitativ weiterhelfen werden“, ist sich Keinz vor dem Vorbereitungsstart am 22. Januar sicher.

Keilmann am Knie operiert

Nichts Neues gibt es dagegen bei Kadir Kilic, der in der vergangenen Spielzeit noch Offensiv-Leistungsträger beim damaligen Kreisoberliga-Konkurrenten VfR Bürstadt war – und jetzt bei Sportfreunde Heppenheim nicht zum Zug kommt. Die FSG würde Kilic gerne verpflichten, auch der 22-Jährige hat dem Vernehmen nach Interesse. Allerdings hat Heppenheim noch keine Freigabe erteilt. „Wir werden nichts Verrücktes anstellen“, stellt Keinz klar.

Mit Julian Ille und Marc Kress melden sich zwei Quasi-Neuzugänge zurück. Wobei Offensivmann Kress einen MRT-Termin am 21. Januar abwarten muss. Ille und Kress gehörten in der Aufstiegssaison zum FSG-Stammpersonal, in dieser Runde kamen beide verletzungsbedingt noch gar nicht zum Einsatz. Torwart Christian Knecht will nach seinem im Frühling 2019 erlittenen Schien- und Wadenbeinbruch wieder ins Training einsteigen.

Wer im Kreispokal-Viertelfinale gegen Bensheim 07 am 18. Februar und beim Restrundenauftakt gegen Büttelborn am 1. März im FSG-Kasten stehen wird, ist offen. Stammkeeper Chris Keilmann wurde am 2. Januar am Knie operiert und fällt sechs bis acht Wochen aus. Darüber hinaus steht Innenverteidiger Dominic Kohl eine Knie-Operation und damit die nächste Zwangspause bevor.

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