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Fußball-Gruppenliga Beim Bürstädter 4:0 über Büttelborn gelingt Marroqui Cases ein Hattrick / Riedrode unterliegt Primus Münster nach großem Kampf mit 2:4

Eintracht belohnt sich, FSG nicht

Ried.Die Bürstädter Eintracht hat zum Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Gruppenliga kurzen Prozess mit der SKV Büttelborn gemacht. Die Elf von Spielertrainer Benjamin Sigmund gewann ihr Heimspiel souverän mit 4:0 (3:0) – und zog so mit der FSG Riedrode, dem zweiten Ried-Team in der siebten Liga, gleich. Der Aufsteiger unterlag zu Hause Spitzenreiter SV Münster mit 2:4 (1:2).

Et. Bürstadt – Büttelborn 4:0

Acht Siege, acht Niederlagen, 24 Punkte – ausgeglichener geht es nach 16 Spieltagen nicht. „Wir sind absolut im Soll“, sagte Bürstadts Fußball-Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher – und zog noch die positive Torbilanz von 40:30 heran: „Im Vergleich zur vergangenen Saison haben wir uns absolut weiterentwickelt. Wir haben die Gegentorflut einigermaßen im Griff – auch wenn wir immer noch zu viele Tore kassieren. Es ist wichtig, dass wir diese Fortschritte machen und auch sehen.“ Dass es am Sonntag zum zweiten Mal in dieser Runde keinen Gegentreffer setzte, lag vor allem an Eintracht-Torwart Christian Steiner. „Büttelborn hatte auch Chancen, da hat Steiner jedoch super reagiert“, lobte Haßlöcher den Bürstädter Schlussmann und merkte an: „Auch wir hätten das Ergebnis noch höher gestalten können.“

Die Möglichkeiten für Büttelborn, die Haßlöcher ansprach, wären allerdings eher der Kategorie „Ehrentreffer“ zuzuordnen gewesen. Vor 80 Zuschauern in der Wasserwerkstraße hatte die Eintracht die Weichen nämlich schon früh auf Sieg gestellt.

In der sechsten Minute profitierte Juan Marroqui Cases von einem Abstimmungsfehler zwischen dem Gästetorhüter und einem SKV-Abwehrspieler, funkte dazwischen und schob zum 1:0 ein.

In Minute 21 schloss Marroqui Cases einen Bürstädter Konter zum 2:0 ab. Sechs Minuten später machte der Spanier vom Elfmeterpunkt das 3:0 – und seinen lupenreinen Hattrick perfekt. Vitali Becker war nach einem ungestümen Einsteigen eines Gegenspielers zu Boden gegangen (27.).

Nach dem Seitenwechsel holte Becker erneut einen Strafstoß heraus, Mehmet Tutay erhöhte auf 4:0 (53.). „Das war genau das, was wir uns vorgenommen hatten. Die Mannschaft hat die Vorgaben gut umgesetzt. Und es ist schön, dass wir nach vier verschossenen Elfmetern diesmal gleich zwei verwandelt haben“, freute sich Haßlöcher, dass gleich zwei Akteure den Eintracht-Bann vom Punkt brechen konnten.

Riedrode – Münster 2:4

„Das Ergebnis ist zwar negativ, aber die Leistung war gut und stimmt uns absolut positiv für die Rückrunde“, hielt FSG-Trainer Andreas Keinz auch stellvertretend für seinen Trainerpartner Duro Bozanovic fest: „Wir können unserer Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat das gut gemacht. Leider haben wir uns nicht mit einem Punkt belohnt.“ Das lag in erster Linie daran, dass Münster (jetzt 38 Punkte) eine abgebrühte Vorstellung an den Tag legte: „Münster macht aus fünf Chancen vier Tore. Das spricht für den Gegner, deshalb steht Münster an der Spitze. Wir waren die bessere, aktivere Mannschaft und hätten uns einen Punkt verdient gehabt.“

In einem „guten Fußballspiel mit viel Tempo“ (Keinz) hinterließ die FSG zunächst den besseren Eindruck. Dann traf Mark Braun zum 0:1 (20.) und Adrian Postall erhöhte auf 0:2 (24.). „Die Treffer fielen aus dem Nichts“, fand Keinz. Riedrode schüttelte sich kurz – und kam zurück: Kapitän Tomislav Tadijan verkürzte auf 1:2 (35.). Bei diesem Zwischenstand blieb es lange – auch, weil Riedrodes Mario Basyouni einen Freistoß an den Pfosten setzte (70.). Postall machte es besser und traf zum 1:3 (84.). Allerdings war FSG-Verteidiger Dominic Kohl nach einem Eckball per Kopfball für das schnelle 2:3 zur Stelle (85.). Die Entscheidung fiel erst in der dritten Minute der Nachspielzeit. Ein langer Ball von Anton Sahitolli fand in Damian Köllhofer einen würdigen Abnehmer zum 2:4-Endstand (90.+3).

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