Lokalsport Südhessen

Fußball-Gruppenliga 1:1 im Heimspiel gegen Aufsteiger Mümling-Grumbach / FSG Riedrode gewinnt 5:0 in Lengfeld

Eintracht Bürstadt tritt auf der Stelle

Archivartikel

Ried.Die Bürstädter Eintracht hat am achten Spieltag der Fußball-Gruppenliga den Befreiungsschlag verpasst. Im Heimspiel gegen Aufsteiger FV Mümling-Grumbach kam die Elf von Trainer Benjamin Sigmund nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Mit einem 5:0 (1:0) beim TSV Lengfeld festigte die FSG Riedrode Platz zwei.

Et. Bürstadt – Müm.-Grum. 1:1

Nüchtern betrachtet hat die Eintracht ihr Polster auf die Abstiegszone ausgebaut. Lengfeld, Rüsselsheim, Nauheim, Dieburg und Büttelborn gingen leer aus, der Drittletzte Mümling-Grumbach (jetzt fünf Punkte) kam im direkten Duell mit Bürstadt nur zu einem Remis. Eintracht-Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher wählte lieber eine andere Sichtweise. „Nur, weil die Konkurrenten hinter uns verloren haben, stehen wir über dem Strich. Das kann nicht unser Anspruch sein“, sagte der 45-Jährige.

Nach den Niederlagen gegen Höchst (0:2) und Geinsheim (0:4) hatte sich die Eintracht (jetzt acht Punkte) einen Dreier vorgenommen. „Der Sieg war drin. Deshalb ist das Ergebnis für uns umso ärgerlicher“, meinte Haßlöcher. Die Sigmund-Elf begann stark. Das 1:0 durch Juan Marroqui Cases auf Vorlage von Xhino Dushaj (13.) bezeichnete Bürstadts Sportchef als „verdient“. Ein Eigentor von Hüseyin Tutay, der am kurzen Pfosten eine scharfe Hereingabe der Gäste abfälschte, brachte die Eintracht sieben Minuten später jedoch aus dem Konzept. „So ein Eigentor passiert, da machen wir Hüseyin keinen Vorwurf. Von da an haben wir aber nur noch reagiert statt agiert“, notierte Haßlöcher „hüben wie drüben“ keine weiteren Chancen im ersten Durchgang.

Nach der Pause drängte Bürstadt auf das 2:1. „Wir haben etliche Einschussmöglichkeiten, nutzen sie aber nicht. Wie so oft zuletzt haben wir im letzten Drittel nicht die richtigen Entscheidungen getroffen“, fand Haßlöcher. Zwei Versuche von Vitali Becker und Paul Herbel klärten die Gäste auf der Linie. Einen Dushaj-Schuss wehrte FV-Schlussmann Matthias Zatocil exzellent ab. „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir uns den Sieg verdient gehabt. Doch wenn es ganz blöd läuft, spielt Mümling-Grumbach am Ende einen Konter besser aus und wir verlieren 1:2“, berichtete Haßlöcher.

Wie die Bürstädter ihre Ergebniskrise bewältigen wollen, dafür hatte Haßlöcher am Sonntag keine Lösung parat. „Ich hätte kein Problem damit, wenn unser Potenzial nicht reichen würde. Das ist aber nicht der Fall. Die Gegner fahren nach Hause und wissen nicht, wie sie gegen uns punkten konnten“, holte der Abteilungsleiter aus. Ein Problem zwischen dem Team und Trainer Sigmund, der einzelne Spieler zuletzt scharf kritisiert hatte, sieht Haßlöcher nicht. „Ich bin eng an der Mannschaft dran. Die Spieler stehen voll hinter dem Trainer“, betonte er. Vielmehr gäben „Konzentrationsschwächen“ den Ausschlag: „Vielleicht brauchen wir mal einen dreckigen Sieg.“

Lengfeld – Riedrode 0:5

Ein Freistoßtreffer von Timo Seyfried, der 20 Meter vor dem TSV-Kasten von halbrechts mit links abzog, brachte die FSG früh in Führung (4.). Danach passierte lange nichts. „Je länger die erste Halbzeit dauerte, umso statischer sind wir geworden. Es gab viele Fouls und Unterbrechungen“, sah FSG-Trainer Duro Bozanovic „das erwartete schwierige Spiel in Lengfeld“. Die Punkte, die Bozanovic und sein Trainerpartner Andreas Keinz in der Pause ansprachen, setzte Riedrode um. „Direkt nach der Halbzeit waren die Jungs voll da“, stellte Bozanovic fest. Zunächst holte Kapitän Tomislav Tadijan einen Handelfmeter heraus und verwandelte diesen – 2:0 (52.). Nach einer schnellen Umschaltaktion legte Tadijan das 3:0 nach (56.), Nils Schwaier besorgte das 4:0 (59.). Der eingewechselte Patrick Landwehr traf nach einem Tadijan-Assist zum 5:0 (64.). In Minute 86 sah Lengfelds Yannick Walter nach einer Unsportlichkeit gegen Gianluca Lucchese Rot. „Wir hatten viele Balleroberungen und sind besser in die Zweikämpfe gekommen“, verriet Bozanovic das Erfolgsgeheimnis. Nach fünf Siegen in fünf Heimspielen überzeugte die FSG jetzt auch erstmals in der Fremde. Mit 19 Punkten aus acht Partien steht Riedrode hinter Groß-Gerau (21) auf Rang zwei. „Es war auch das fünfte Spiel zu null“, merkte Bozanovic an.

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