Lokalsport Südhessen

Fußball-Gruppenliga Ungewöhnlich hohe Resultate beschäftigen auch den Aufsteiger aus Bürstadt / Am Sonntag bei den Sportfreunden Heppenheim

Eintracht muss sich in „extremer Liga“ behaupten

Archivartikel

Bürstadt.Bewegte Wochen liegen hinter der Bürstädter Eintracht. Erst kam der schwache Start mit nur einem Punkt aus den ersten fünf Gruppenliga-Partien, dann der vermeintliche Befreiungsschlag mit dem 2:0-Heimsieg gegen Mitaufsteiger SG Einhausen – dem jedoch zwei ernüchternde Klatschen gegen den VfR Fehlheim (1:5) und den VfB Ginsheim II (0:6) folgten. Zuletzt ging es wieder steil bergauf: Im Kreispokal hielt die Eintracht die TSV Auerbach mit einem 5:2 auf Distanz, beim 5:0 gegen Nauheim riefen die Grün-Weißen dann endlich auch in der Liga das Potenzial ab, das ihnen nachgesagt wird.

Auf ein Ende der Extreme stellt sich Eintracht-Spielertrainer Benjamin Sigmund derweil nicht ein. „Ich denke, die Liga als solche ist sehr extrem. Wir hatten schon einige kuriose Ergebnisse dabei. Selbst ein Verbandsliga-Absteiger wie der FC 07 Bensheim kam zu Hause bereits mit 1:7 und 0:6 unter die Räder“, erklärt Bürstadts Coach – und prognostiziert: „Klar macht jeder Trainer seine Vorgaben, auch ich. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich diese Ergebnisse über Nacht ändern werden. Vielleicht zur Rückserie, wenn alle Mannschaften besser aufeinander abgestimmt sind.“ Am Sonntag (15 Uhr, Starkenburg-Stadion) steht den Bürstädtern die nächste interessante Aufgabe bevor. Es geht zum Neunten Sportfreunde Heppenheim (14 Punkte).

Mit einem Sieg könnte die Eintracht (14./sieben Punkte) im Idealfall an Einhausen und Lengfeld (beide neun Punkte) vorbeiziehen und die Abstiegsränge verlassen. Dieses Gedankenspiel stellt Sigmund allerdings hinten an. „Das Minimalziel ist natürlich ein Punkt. Damit wären wir je nach Spielverlauf nicht unzufrieden“, stellt er klar.

Die Heppenheimer stuft Sigmund als „recht robuste Mannschaft“ ein. „Sie sind körperlich sehr präsent und haben vorne zwei Spitzen, die schon sehr oft getroffen haben. Der Sturm ist ihre Lebensversicherung. Wenn es uns gelingt, diesen in Schach zu halten, haben wir sehr viel erreicht“, so der Trainer. Auf das Konto der Heppenheimer Angreifer Brandon Wiley (acht Tore) und Helnathan Scott (fünf Tore) gehen 13 der 20 bisherigen Sportfreunde-Treffer.

Personell hofft die Eintracht, aus dem Vollen schöpfen zu können. Andi Schwöbel (krank) hat zuletzt nicht am Training teilgenommen, auch der angeschlagene Stürmer Andre Bandieramonte konnte laut Trainer Sigmund „nicht hundertprozentig“ mitziehen. cpa

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