Lokalsport Südhessen

Fußball-Gruppenliga Sigmund-Elf empfängt Drittletzten Dieburg

Eintracht schaut nach unten

Archivartikel

Bürstadt.Wie nah Hoffnung und Realität in der Fußball-Gruppenliga zurzeit beieinander liegen, lässt sich unter anderem an der sportlichen Lage der beiden Ried-Vertretungen ablesen. Während der zuvor vier Spiele sieglosen FSG Riedrode (23 Punkte) nach dem 3:0-Coup bei Primus SG Langstadt/Babenhausen am vergangenen Sonntag wieder alles zugetraut wird, geht der Blick der Bürstädter Eintracht trotz immerhin 18 Zählern aus 13 Partien nach unten. „Wir sind im Abstiegskampf angekommen. Das muss uns jetzt bewusst werden“, erklärte Bürstadts Fußball-Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher nach der jüngsten 1:4-Niederlage beim SV 07 Geinsheim.

Diese Einschätzung kommt freilich nicht von ungefähr. Fünf Niederlagen kassierte die Eintracht in den vergangenen sieben Begegnungen. Beim ersatzgeschwächten Viertletzten Geinsheim lieferten die Grün-Weißen zudem ihre wohl schwächste Saisonleistung ab. Auch deshalb teilt Bürstadts Spielertrainer Benjamin Sigmund vor dem Heimspiel gegen den SC Hassia Dieburg am Sonntag (15 Uhr, Eintracht-Sportplatz) die Aussage des Abteilungsleiters. „Wir sind bedacht, so viele Punkte wie möglich zu holen, damit wir nicht da unten reinschlittern“, stellt er klar.

Schwarzmalen will Sigmund die vergangenen Wochen indes nicht. „Dass die Stimmung in der Mannschaft gut ist, wenn man gewinnt, und nicht so gut ist, wenn man verliert, liegt in der Natur der Sache. Es ist einfach schade, wenn man Chancen liegen lässt, sich weiter zu verbessern – und sich damit selbst unter Druck setzt“, relativiert der Eintracht-Coach, macht aber auch deutlich: „Wir müssen uns anders präsentieren als in den letzten Spielen, vor allem als in der Partie gegen Geinsheim. Wir waren oft nicht zielstrebig genug. So kann man keine Tore schießen.“

SC Hassia mit 45 Gegentoren

Aufsteiger Dieburg, zurzeit Drittletzter mit zwölf Punkten, könnte dem Tabellenelften aus Bürstadt da gerade recht kommen. Mit 45 Gegentreffern stellt der SC Hassia neben Schlusslicht Lengfeld die zweitschlechteste Defensive der Liga. Nur der Vorletzte Michelstadt (58 Gegentore) steht noch übler da. Allerdings haben die Dieburger auch drei Auswärtssiege und einen 5:4-Heimerfolg gegen Mitfavorit VfR Fehlheim vorzuweisen. Kurios: Ähnlich wie die Eintracht (sechs Siege, sieben Niederlagen) ging Hassia bislang nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip vor (vier Siege, neun Niederlagen). „Mit Pierre Kampka und Torsten Schnitzer hat der SC zwei gruppenligaerfahrene Spieler, die bei Standards sehr gefährlich sind“, weiß Sigmund, der jedoch keine Ausreden gelten lassen will: „Wir haben jetzt ein Heimspiel gegen einen machbaren Gegner und schauen auf uns.“

Personell bangt die Eintracht um die angeschlagenen Klaudi Buraku und Andreas Krämer. Sicher fehlen werden der Langzeitverletzte Niclas Herzberger wowie Luca Schäfer, der in Geinsheim nach einer Unsportlichkeit die Rote Karte sah. Dafür sind Juan Marroqui Cases und Matthias Wegerle wieder Optionen. cpa

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