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Fußball-Gruppenliga Bürstädter treten beim SV Nauheim an / FSG Riedrode fährt zum Schlusslicht Lengfeld

Eintracht setzt auf ihre Offensivstärke

Archivartikel

Ried.Nach ihren beeindruckenden Vorstellungen am vergangenen Wochenende fiebern Eintracht Bürstadt und FSG Riedrode ihrem fünften Punktspiel in der Fußball-Gruppenliga entgegen. Die Bürstädter Eintracht ist am Sonntag (15 Uhr) zu Gast beim SV Nauheim. Aufsteiger Riedrode reist schon am Samstag (16 Uhr) zum Letzten TSV Lengfeld.

Nauheim – Eintracht Bürstadt

Als „eingefleischter Waldhof-Fan“, wie er sich bezeichnet, muss Bürstadts Spielertrainer Benjamin Sigmund am Sonntag ein Opfer bringen. Während die „Buwe“ zum Derby nach Kaiserslautern fahren, reist der 40-Jährige – der einst selbst das Waldhof-Trikot trug und 1996 Deutscher A-Jugend-Vizemeister mit den Mannheimern wurde – mit der Eintracht nach Nauheim. „Ich hätte es gerne gesehen, das ist kein Geheimnis“, sagt Sigmund und merkt an: „Viele haben sich schon gewundert, dass ich am Sonntag bei unserem Spiel dabei sein will.“

Dass sich Sigmund nicht frei nimmt, um den ersten Südwest-Klassiker seit 2001 live im Fritz-Walter-Stadion mitzuerleben, spricht dafür, wie viel ihm am Erfolg seiner Mannschaft liegt. Und es ist ein klares Zeichen: Nach dem 9:1-Kantererfolg gegen Schlusslicht Lengfeld am vergangenen Sonntag soll sich niemand zurücklehnen. „Meine Mannschaft ist schon sehr zielstrebig, neigt aber ab und an dazu , sich mit bereits erreichten Erfolgen zu begnügen. Dafür hat sie einen Trainer, der dafür sorgt, dass es am Wochenende nicht so kommt“, stellt Sigmund klar.

Nach ihrem ersten Saisonerfolg – bei Sportfreunde Heppenheim hatten die Bürstädter am ersten Spieltag einen überzeugenden 5:3-Sieg gefeiert – hatte die Eintracht im folgenden Heimspiel gegen Türk Gücü Rüsselsheim (0:2) wenig Zugriff auf das Spiel bekommen. Das soll in Nauheim anders laufen. „Das ist ein Gegner, der defensiv sehr kompakt steht und als Fünfter mit sieben Punkten und 4:2 Toren eher minimalistisch unterwegs ist“, erklärt Sigmund, dessen Team sechs Zähler und eine Torbilanz von 15:9 aufweist. „Wir sind eher das Gegenteil und offensiv stark genug. Ich bin guter Dinge, weil wir momentan gut drauf sind. Aber es muss wieder alles passen“, betont der Eintracht-Coach.

Für Sonntag muss Sigmund in der Offensive umstellen. Juan Marroqui Cases (Urlaub) fehlt sicher, Vitali Becker konnte nach einem Schlag auf den Mittelfuß gegen Lengfeld noch nicht trainieren. Auch der Einsatz von Xhino Dushaj ist offen. Zudem ist Mehmet Tutay noch für zwei Spiele rotgesperrt und Leon Rückher verletzte sich im Spiel der Bürstädter 1b-Elf. Niclas Herzberger wurde mittlerweile operiert und fällt bis Jahresende aus. Eher als Option für die Rückrunde sieht Sigmund Raul Sasaran. Der Neuzugang aus Rumänien fehlt zurzeit angeschlagen.

Lengfeld – FSG Riedrode

Nach dem starken 3:1-Heimdreier gegen Aufstiegskandidat Alsbach findet sich die FSG mit sieben Zählern in der oberen Tabellenhälfte wieder. Dagegen steht Lengfeld „mit dem Rücken zur Wand“, wie FSG-Trainer Duro Bozanovic festhält. Mit vier Niederlagen in vier Partien und einer Torbilanz von 4:18 schließt der TSV das Klassement ab. Die Hälfte ihrer Gegentreffer fingen sich die Lengfelder zuletzt beim 1:9 gegen die Eintracht.

Bei der 0:1-Heimniederlage gegen Nauheim am Mittwochabend zeigte der TSV indes ein anderes Gesicht. „Es war wohl ein typisches 0:0-Spiel“, hat sich Bozanovic umgehört. Das 1:9 der Odenwälder in Bürstadt will der FSG-Coach nicht überbewerten: „Das Ergebnis ist bei 33 Grad zustande gekommen, Lengfeld musste knapp eine Stunde mit einem Mann weniger spielen und die Offensive der Eintracht gehört zu den besten der Liga.“

Den TSV-Platz kennt Bozanovic aus FSV-Zeiten. „Da ist Fußballspielen kaum möglich“, geht er von einem kampfbetonten Match aus. Trainerkollege Andreas Keinz präzisiert: „Das ist ein kleiner, unebener Rasenplatz gegen einen angeschlagenen Gegner. Das ist immer gefährlich. Wenn wir da was holen wollen, wird es entscheidend sein, dass die Einstellung stimmt.“ Maxi von Dungen ist zurück aus dem Urlaub, Nils Schwaier hat sich in selbigen verabschiedet. Davon abgesehen müssen bei Riedrode nur die Langzeitverletzten Qendrim Dzackaj, Julian Ille und Marc Kress passen.

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