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Fußball-Gruppenliga Sigmund-Elf setzt sich im Kreispokal mit 5:2 gegen Auerbach durch und will am Sonntag nachlegen

Eintracht tankt Selbstvertrauen

Bürstadt.Der Pokal hat seine eigenen Gesetze – und manchmal auch seine Pflichten. Alles andere als ein Sieg über die TSV Auerbach in der zweiten Kreispokalrunde wäre für die Bürstädter Eintracht zurzeit nur schwer zu verdauen gewesen. Nach dem Fehlstart in der Fußball-Gruppenliga mit nur vier Punkten aus acht Partien befand sich der Klassenneuling längst nicht mehr in der Position, ein Pokalmatch gegen einen unterklassigen Gegner verloren geben zu können.

Dieser Ausgangslage war sich die Elf von Spielertrainer Benjamin Sigmund am Donnerstagabend bewusst. Dank eines 5:2 beim Kreisoberligisten tankte die Eintracht neues Selbstvertrauen. „Auerbach ist sicher keine Laufkundschaft. Die Mannschaft hat zuletzt auch die FSG Riedrode besiegt“, freute sich Sigmund nach einem „harten Stück Arbeit. Auerbach hat es richtig gut gemacht. Da wir aber auch einigen Spielern Einsatzzeiten gegeben haben, die zuletzt nicht so zum Zuge kamen, ist der Sieg umso höher zu bewerten. Es war ein Lebenszeichen von uns, nicht mehr, nicht weniger.“

Gelungene Rotation

Der Eintracht, die am Sonntag (15 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den SV Nauheim ihre fünfte Pflichtbegegnung innerhalb von 14 Tagen bestreitet, tat die Rotation gut. So ließ Sigmund unter anderem Kapitän Flamur Bajrami, die Offensivkräfte Juan Marroqui Cases, Paul Herbel und Andre Bandieramonte sowie die Defensiven Alexander Lehmann und Matthias Wegerle draußen. Dafür brachte der Spielertrainer sich selbst, den länger verletzten Maxi Hödl, die Tutay-Brüder Mehmet und Hüseiyin, Nachwuchsmann Niclas Herzberger, Klaudi Buraku und Xhino Dushaj, der seine Rotsperre aus dem Michelstadt-Spiel verbüßt hat.

Die Startelf-Neulinge enttäuschten nicht. Hödl stellte den 1:1-Ausgleich her (26.), Dushaj schoss die Gäste mit 2:1 in Führung (28.). Herzberger schnürte einen Doppelpack zum 3:1 (37.) und zum 5:2-Endstand (68.). Den Treffer zum 4:2 steuerte Vassili Theodorou bei (65.). „Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Uns wurden mehr Freiräume gelassen als zuletzt in der Liga. Spielerisch waren wir aber stabiler und es waren wieder Spielzüge zu erkennen“, freute sich Eintracht-Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher. Auch der aus Bürstadt stammende TSV-Coach Toni Bozanovic war angetan: „Die Eintracht hat ein richtig gutes Umschaltspiel. Das dritte und vierte Tor waren Kontertreffer mit wenigen Kontakten. Wenn die Eintracht unten steht, dann liegt das an der Situation und nicht an der Qualität. In den vergangenen drei Jahren hat sie ja kaum Spiele verloren.“

Dieser Aussage wollte Sigmund nur bedingt zustimmen. „Es gab mit Sicherheit eine große Euphoriewelle, die sich die Spieler erarbeitet haben. Aber Fußball ist ein Gegenwartsspiel. Da muss man immer aktuell seine Leistung abrufen. Wir haben bisher einfach nicht das gezeigt, was wir können“, meint der Eintracht-Coach – und ergänzt: „Ich behaupte nach wie vor, dass zum Schluss sechs Mannschaften schlechter sein werden. Die Qualität dazu haben wir.“

Ob Nauheim (zurzeit 14./sieben Punkte) zu diesen Kontrahenten gehören könnte? „Das werden wir am Sonntag sehen. Ich erwarte einen lauf- und kampfstarken Gegner und heftige Gegenwehr. Ich hoffe, dass wir am Ende ein Tor mehr schießen“, betont Sigmund, dessen Team zuletzt gegen Fehlheim (1:5) und die Hessenliga-Reserve des VfB Ginsheim (0:6) unter die Räder kam. Für Haßlöcher gehört der SVN „zu den Mannschaften, gegen die wir mithalten und einen Sieg einfahren müssen. Wir wollen versuchen, den positiven Effekt mitzunehmen. Das ist uns nach dem 2:0 gegen Einhausen nicht gelungen.“ Bis auf Ersatzkeeper Eric Kamprath (Fraktur am Daumen) und die angeschlagenen Bandieramonte und Wegerle stehen alle Mann zur Verfügung.

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