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Fußball-Gruppenliga Hitzige Diskussion nach Platzverweis für Hödl beim 2:2 gegen FC Alsbach / Tutay erzielt Ausgleich in der Nachspielzeit

Eintracht-Trainer Sigmund sieht Rote Karte

Bürstadt.Ein Last-Minute-Treffer von Mehmet Tutay hat der ersten Mannschaft von Eintracht Bürstadt zu einem späten Punktgewinn in der Fußball-Gruppenliga verholfen. Im Heimspiel gegen den FC Alsbach kamen die Bürstädter am Sonntag zu einem 2:2 (1:0). Damit bleibt die Eintracht, die nach 18 Spieltagen mit 26 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz steht, am Sechsten Alsbach (jetzt 29 Punkte) dran.

„Im Endeffekt sind wir froh über das Unentschieden. Wenn man aber den Spielverlauf sieht, wäre mehr drin gewesen. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben“, meinte Bürstadts Fußball-Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher. Als Knackpunkt machte Bürstadts Sportchef den Elfmeterpfiff für Alsbach in der 58. Minute aus. Nach einem Foul von Xhino Dushaj an Usar Schrempf entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, Maurice Götz glich zum 1:1 aus (59.). „Das ist eine Kann-Situation. Wenn der Schiedsrichter seine Linie konsequent einhält, muss er auch uns zwei Elfmeter geben“, sprach Haßlöcher von einer „unglücklichen“ Entscheidung: „Bis dahin hatte ich nicht das Gefühl, dass Alsbach heute ein Tor erzielen würde.“

„Das Spiel verwaltet“

Nur am Unparteiischen wollte Haßlöcher das Remis, das für die Eintracht ein Punktverlust ist, allerdings nicht festmachen. „Nach dem frühen 1:0 durch Vitali Becker in der siebten Minute haben wir einen Gang zurückgeschaltet und das Spiel verwaltet. Das liegt uns aber nicht. Alsbach hatte deshalb mehr Spielanteile als wir, ohne aber wirklich zwingend zu sein“, sagte Bürstadts Abteilungsleiter über den ersten Durchgang, indem sich Bürstadts Juan Marroqui Cases (34./Innenpfosten) und Alsbachs Johannes Wolff (35./Eintracht-Torwart Christian Steiner pariert) zwei exzellente Chancen boten: „Nach dem 1:1 haben wir dann den Faden verloren.“ Tatsächlich ging es nach der Strafstoßentscheidung, die zum 1:1 führte, hitzig zur Sache. Der Unparteiische hatte vor 90 Zuschauern auf dem Eintracht-Sportplatz alle Hände voll zu tun – und griff durch. Der Alsbacher Lukas Moritz (62./wiederholtes Foulspiel) und Bürstadts Maximilian Hödl (72./wiederholtes Foulspiel) gingen mit Gelb-Rot vom Platz. Eintracht-Trainer Benjamin Sigmund sah im Zuge der Diskussionen rund um den Platzverweis gegen Hödl die Rote Karte und musste hinter die Bande klettern (72.). Laut Haßlöcher hatte Sigmund schon im Oktober beim FC 07 Bensheim Gelb-Rot bekommen – eine Spielsperre droht.

In der Schlussphase drohte der Eintracht, das letzte Heimspiel des Jahres mit leeren Händen zu beenden. Ferhat Türkyilmaz stellte in der 82. Minute auf 1:2. Die Entscheidung? Nein. Nach einer Großchance für Alsbachs Joker Ilyas Karsen (89.) war Tutay in der ersten Minute der Nachspielzeit für das leistungsgerechte 2:2 zur Stelle. cpa

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