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Fußball-Gruppenliga Sigmund-Elf schickt Lengfeld mit 9:1-Packung nach Hause / Riedrode besiegt Titelfavorit Alsbach 3:1

Eintracht und FSG setzen Duftmarken

Archivartikel

Ried.Die Bürstädter Fußball-Gruppenligisten haben am Sonntag die nächsten dicken Ausrufezeichen gesetzt. Die DJK Eintracht Bürstadt meldete sich nach zuletzt zwei ärgerlichen Niederlagen mit einem 9:1 (4:1)-Kantererfolg vor vertrauter Kulisse gegen Schlusslicht TSV Lengfeld zurück. Ebenfalls zu Hause gelang Aufsteiger FSG Riedrode ein 3:1 (1:0)-Coup gegen den selbsterklärten Aufstiegsfavoriten FC Alsbach.

Eintr. Bürstadt – TSV Lengfeld 9:1

Marcus Haßlöcher, der Abteilungsleiter Fußball der Eintracht, verpackte das Augenscheinliche halbwegs diplomatisch. „Das war eine sehr gute Leistung von uns, da gibt es nichts zu rütteln“, erklärte Bürstadts Sportchef und merkte an: „Klar hat uns die Rote Karte gegen Lengfeld in die Hände gespielt. Aber ich bin mir sicher, wir hätten auch gegen elf Mann gewonnen. Lengfeld hat sich irgendwann aufgegeben. Das lag auch an uns, weil wir immer entsprechend Druck gemacht haben.“

Eintracht-Trainer Benjamin Sigmund behielt mit seiner Einschätzung, wonach der nächste Sieg seines Teams angesichts der spielerisch überzeugenden Vorstellungen eine Frage der Zeit sei, Recht. „Nach der Roten Karte und dem 4:1 zur Pause sind beim Gegner alle Dämme gebrochen“, hielt Sigmund fest: „Meine Spieler sind gut drauf. Wir haben sechs Punkte – fünf mehr als zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr. Bei uns geht der Blick nicht nach unten.“ Klar sei aber auch: „Das ist nur ein Spiel, nächste Woche wird es schwer genug. Wenn wir in Nauheim dieselbe Leistung abrufen, ist etwas drin.“

Nach dem 1:0 durch Xhino Dushaj (11.) hatte Lengfelds Paulo Marques mit dem 1:1 eine schnelle Antwort parat (15.). Nach dem 2:1 durch Paul Herbel (31.), dem 3:1 durch Dushaj (34.) und Rot gegen Michael Kunz nach grobem Foulspiel (36./Haßlöcher: „Eine harte Entscheidung“) sorgte Herbel vor 100 Zuschauern für das 4:1 (41.). Nach der Pause schraubten Vassili Theodorou (49./56.) und erneut Herbel (51.) das Resultat auf 7:1 hoch. Den Rest erledigten Kapitän Flamur Bajrami (76.) und Matthias Wegerle (90.).

FSG Riedrode – FC Alsbach 3:1

Sieben Punkte aus vier Partien: Das ist eine solide Startbilanz für einen Aufsteiger. „Wir haben nicht gegen irgendwen gespielt, sondern gegen Alsbach und haben uns sieben, acht richtig gute Chancen herausgespielt“, freute sich FSG-Trainer Duro Bozanovic – und ergänzte: „Wir wissen, dass wir immer bereit sein müssen, alles abzurufen. Wir wissen aber auch, dass wir an einem guten Tag jeden Gegner schlagen können.“

Genau das stellte die FSG vor 200 Zuschauern auf dem Waldsportplatz unter Beweis. Allerdings war zunächst auch etwas Glück im Spiel. Dominic Kohls Foul gegen Alsbachs Johannes Wolff war laut Bozanovic durchaus elfmeterwürdig (12.). In Minute 19 hätte es indes Strafstoß für Riedrode geben können, als Nils Schwaier zu Fall kam.

In der 36. Minute traf Marcel Daniel zum 1:0 für die FSG. Kurz vor der Pause sah FCA-Stürmer Nick Neumann nach einem Tritt gegen Schwaier Rot (45.+2). Vorteil Riedrode? Mitnichten! „Manchmal sind Mannschaften nach einem Platzverweis umso motivierter“, erklärte Bozanovic, warum die FSG trotz der besagten Chancen das späte 1:1 durch Alexis Bonias kassierte (88.).

Doch dabei blieb es nicht. Ein Solo von Schwaier, der zwei Alsbacher stehen ließ und den Ball zum 2:1 im kurzen Eck unterbrachte (90.), und das 3:1 durch einen potenten Schuss von Oliver Schrah aus 18 Metern (90.+3), ließen die FSG letztlich auch verdientermaßen jubeln.

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