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Spieler der Woche Überragender FSG-Torhüter Chris Keilmann fordert ein besseres Defensiv-Verhalten der Riedroder

„Enorme Verstärkung für uns“

Riedrode.„In Fehlheim hat Chris Keilmann schon sehr früh zwei, drei Dinger herausgeholt, sonst geht das noch viel deutlicher gegen uns aus. In diesem Spiel hatte er wieder zwei Paraden gezeigt, wo er schnell nach unten abtaucht. Da weißt du selbst gar nicht, wie er den jetzt noch halten konnte“, blickt Duro Bozanovic, der Gruppenliga-Aufsteiger FSG Riedrode gemeinsam mit Andreas Keinz betreut, auf den vergangenen Sonntag zurück, als die Schwarz-Gelb-Blauen beim VfR Fehlheim mit 0:4 unterlagen– und damit die dritte Niederlage in Folge kassierten, nachdem die Riedroder zuvor fünf Siege in Folge feiern durften.

Obwohl die drei letzten Punktspiele für den Aufsteiger nicht gut verliefen, macht Bozanovic an einem die Niederlagen sicher nicht fest. „Chris Keilmann ist eine enorme Verstärkung für uns. Einen Torhüter mit dieser Erfahrung muss man in der Gruppenliga erst mal haben. Er hat uns in dieser Saison schon einige Punkte gerettet, gerade wenn ich da an das Derby bei Eintracht Bürstadt mit unserem 1:0-Auswärtssieg denke. Das kann auch anders ausgehen, wenn Chris da nicht so glänzend hält“, lobt Bozanovic den in Bürstadt lebenden Torhüter, der in der vergangenen Spielzeit noch beim Südwest-Regionalligsten Wormatia Worms zwischen den Pfosten stand.

Nächstes Spiel gegen Höchst

„Er ist bei uns ein Führungsspieler und hat bisher immer seine Leistung gebracht, leider haben wir ihn mit unserem schlechten Abwehrverhalten zuletzt aber etwas im Stich gelassen. Wir können uns nicht darauf verlassen dass wir 20 Schüsse aufs Tor bekommen und Chris jeden davon hält!“, fordert Bozanovic ein besseres Defensivverhalten des gesamten FSG-Teams ein. „Wir lassen im Moment einfach zu viele Chancen zu“, findet auch Keilmann selbst, der trotz seiner erneut sehr guten Leistung nach der 0:4-Pleite beim VfR Fehlheim natürlich nicht zufrieden war.

„Ich will mit dem Abstieg nichts zu tun haben und deshalb müssen wir das am besten am Sonntag im Heimspiel gegen den TSV Höchst schon wieder besser machen, um wieder Punkte zu holen“, würde sich der 27-Jährige ganz besonders freuen, wenn auch hinten jetzt wieder mal die Null stünde. „Bei all dem darf man allerdings nicht vergessen, dass wir auch mit viel Verletzungspech zu kämpfen haben – und wenn man sieht, wie schnell wir als Aufsteiger schon 19 Punkte holen konnten, dann hätte damit vor der Runde so wohl auch keiner gerechnet“, weiß der höherklassig erfahrene Torhüter, dass trotz der aktuellen kleinen Niederlagenserie der Saisonstart für den Aufsteiger bisher dennoch ein guter war. „An die Gruppenliga musste ich mich selbst erst noch etwas gewöhnen, hier geht es schon langsamer zu als in der Regionalliga, aber auch hier haben die Mannschaften ihre Qualitäten“, findet Keilmann das fußballerische Niveau auch in der siebten Liga durchaus fordernd.

Im Viertligafußball war der 27-Jährige in den vergangenen Jahren aktiv. In der damaligen Regionalliga West absolvierte er insgesamt 17 Spiele für den 1. FC Kaiserslautern, in der Regionalliga Südwest kann Keilmann auf satte 173 Einsätze zurückblicken, von denen er noch drei im FCK-Trikot absolvierte, 117 im Tor von Eintracht Trier und 20 bei der TuS Koblenz – und zuletzt in der Saison 2018/2019 33 Partienfür Wormatia Worms.

„Zu den Highlights in meiner Karriere zählen sicherlich die DFB-Pokalspiele. 2016 habe ich mit Eintracht Trier in der ersten Runde gegen Borussia Dortmund (0:3) gespielt, da war das Stadion in Trier mit 12 000 Zuschauern voll und 2018 ging es in der ersten Runde mit der Wormatia gegen Werder Bremen (1:6)“, erinnert sich Keilmann, der auch für die TuS Koblenz einen Einsatz im DFB-Pokal hatte, als man in der ersten Runde gegen Dynamo Dresden knapp mit 2:3 unterlag.

Die meiste Zeit in seinem Fußballerleben hat Keilmann beim 1. FC Kaiserslauten zugebracht, wohin er bereits im Alter von neun Jahren gewechselt war. „Damals war ich FCK-Fan – und das war natürlich ein Traum. Bis 2013 bin ich beim FCK gewesen“, berichtet Keilmann.

Mit neun Jahren zum FCK

Seine Entscheidung, jetzt in der Gruppenliga für die FSG Riedrode aufzulaufen, empfindet Keilmann als den richtigen Schritt für seine Zukunft. „Ich bin jetzt 27, da muss man sich Gedanken machen, wie es mit einem weitergeht, in Riedrode kann ich zusammen mit meinen Kumpels spielen und einen Ausbildunsgplatz habe ich auch, besser geht es doch eigentlich gar nicht“, fühlt sich Keilmann bei der FSG gut aufgehoben.

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