Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Der Mittelfeldakteur Ümit Erdem hört nach dieser Saison auf – der Trainer Erdem will dagegen durchstarten

„Es hat mir richtig Spaß gemacht“

Riedrode.In der laufenden Fußballsaison konnte Ümit Erdem bisher gerade einmal drei Spiele für die SG Riedrode in der Kreisoberliga Bergstraße absolvieren. Den gebürtigen Viernheimer bremst eine Verletzung aus, die den Mittelfeldspieler der Gelb-Schwarzen aus dem Bürstädter Ortsteil erst kürzlich zu einer Operation zwang, von der er sich gerade erholt. „Ich hatte eine Knochenabsplitterung an der Hüfte, da war eine Operation nicht zu vermeiden“, hofft der SGR-Spieler nach dem Eingriff bei einem Spezialisten in Pforzheim nun auf seine baldige Genesung.

„Zurzeit laufe ich noch auf Krücken“, war es für Erdem daher nicht ganz so leicht, seinen 30. Geburtstag am vergangenen Freitag zu feiern. „Am Anfang hieß es noch, es seine eine Überbelastung an der Leiste“, blickt der 30-Jährige dem Ende seiner Leidenszeit erwartungsfroh entgegen, denn die momentan benötigten Gehhilfen werden schon in absehbarer Zeit nicht mehr nötig sein. „Dann kann ich wieder alleine richtig gehen“, sehnt er diesen Moment herbei.

Kurstermine schon geprüft

Für die SG Riedrode würde Ümit Erdem nach der Winterpause auch gerne wieder auf dem Fußballplatz stehen, doch hier ist der im Mannheimer Stadtteil Käfertal wohnende Mittelfeldspieler wenig optimistisch. „Ich kann zwar bald wieder ohne Krücken laufen, aber an Fußballspielen ist noch lange nicht zu denken. Nach Prognose der Ärzte muss ich drei Monate pausieren, dann könnte ich Ende Februar wieder einsteigen, aber dann fehlt mir natürlich die Wintervorbereitung und ich wäre erst wieder im Trainingsbetrieb. Bis ich wieder fit genug bin um zu spielen, dauert dann ja immer noch“, weiß Erdem, dass es auch so kommen könnte, dass er nicht noch einmal im Trikot der Gelb-Schwarzen aus Riedrode aufläuft.

Eines steht für den 30-Jährigen aber jetzt schon fest, nämlich dass er spätestens nach dieser Saison seine Fußballschuhe an den Nagel hängen und sich auf die Trainerlaufbahn konzentrieren wird. „Ich denke ja schon seit zwei, drei Jahren darüber nach und jetzt wird es dann soweit sein. Ich habe mich vor zwei Wochen wegen der Termine zum Erwerb der DFB-Elite-Jugend-Lizenz an den DFB gewandt, da muss ich wohl bis nächsten September warten, denn die aktuellen Kurse sind alle belegt“, will der Inhaber der B-Lizenz sich weiter qualifizieren.

Im Nachwuchsbereich hat Erdem schon erfolgreich als Trainer gearbeitet und in der vergangenen Saison sprang der 30-Jährige bei der SGR nach dem Weggang von Trainer Udo Becker als Interimscoach ein und führte die Gelb-Schwarzen in der Kreisoberliga Bergstraße zum Klassenerhalt. „Es hat mir auch richtig Spaß gemacht, den Trainer in Riedrode zu machen. Genauer gesagt war ich ja Spieler und Trainer und da ich als Spieler durchaus offensiv unterwegs bin, hat man im Rücken vieles nicht mitbekommen. Einen Posten als Spielertrainer kann ich mir daher zukünftig nicht mehr vorstellen. Ich möchte eine Mannschaft im Erwachsenenbereich trainieren und das möglichst ab der Kreisoberliga aufwärts. Ich könnte mir vielleicht noch vorstellen, eine gute A-Jugendmannschaft zu betreuen, aber die müsste schon höherklassig unterwegs sein“, will Erdem im Trainergeschäft keinen Schritt zurück, sondern den Schritt nach vorne machen.

Ob der Verein dabei in Hessen, Baden oder der Pfalz beheimatet ist, spielt für Erdem keine Rolle. „Wenn Spieler ins Training kommen wie sie wollen, damit hätte ich aber ein Problem“, plant Erdem, in einen ambitionierten Club zu arbeiten. „Sollte bereits jetzt im Winter ein interessantes Angebot kommen, dann habe ich die Zusage der SG Riedrode, dass man mir keine Steine in den Weg legen wird“, ist Erdem gespannt, wie sich die Dinge in Sachen Trainerlaufbahn weiterentwickeln werden.

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