Lokalsport Südhessen

Tischtennis TTC Lampertheim will in Seligenstadt den nächsten Schritt zum Klassenerhalt machen

„Es wird viel vom Nervenkostüm abhängen“

Lampertheim.Drei Wochen nach dem wichtigen 6:2-Heimsieg über Schlusslicht TSV Schwarzenbek sind die Tischtennis-Herren des TTC Lampertheim in der 3. Bundesliga Nord gefordert. Mit einem Erfolg beim Vorletzten TTC Seligenstadt könnten sich die Spargelstädter am Sonntag (14 Uhr) wohl frühzeitig der größten Abstiegssorgen entledigen. „Ein Punkt wäre gut, zwei Punkte wären ein Traum. Wichtig wäre, nicht zu verlieren“, sagt Lampertheims Vorsitzender Uwe van gen Hassend und spricht von einer „großen Aufgabe“, die im Hessenduell auf die Spargelstädter wartet: „Seligenstadt wird mit einer ganz anderen Formation gegen uns antreten.“

Konkret heißt das: Auf Position drei werden die Seligenstädter den Iraner Seyed Omrani bringen, der im November Platz 448 in der Weltrangliste belegte. Als „Strohmann“ (van gen Hassend) betrachtet der TTC-Boss Sven Müller-Wirth, der auf Position zwei antreten soll. Auf der Top-Position setzt Seligenstadt wie gehabt auf den 17-jährigen Juniorennationalspieler Jannik Xu.

Verstecken wollen sich die Gäste aus Lampertheim allerdings nicht. Mit Alfredas Udra (8:4), Andrei Putuntica (6:6) und Andras Turoczy (8:2) weisen drei von vier TTC-Akteuren neutrale bis positive Einzelbilanzen auf. „Wir haben zuletzt viel Selbstvertrauen getankt und auch gegen gute Mannschaften mitgehalten. Alle sind fit. Viel wird von der Tagesform und dem Nervenkostüm abhängen. Gegen Schwarzenbek haben wir einen gewissen Druck gespürt und waren etwas gehemmt“, hofft van gen Hassend auf einen guten Tag – und auf Unterstützung aus der Heimat. So haben schon einige TTC-Anhänger angekündigt, die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison mitzumachen.

Oberliga-Damen mit Mühe

Auf die Tabelle gibt van gen Hassend wenig – auch wenn die Lampertheimer Herren als Sechster mit 5:7 Punkten bis jetzt alle Erwartungen übertreffen. Der SV Siek, der SV Brackwede (je 2:12 Punkte) sowie Seligenstadt (2:14) und Schwarzenbek (1:11) auf den Abstiegsrängen neun und zehn sind fürs Erste distanziert. „Unsere direkten Konkurrenten spielen aber noch fast alle gegeneinander“, warnt der TTC-Boss. Vor allem Brackwede, das am Wochenende nach Siek und Schwarzenbek muss, könnte zeitnah aufschließen.

In der Oberliga Hessen sind die Lampertheimer Damen nur mit Mühe an einer Blamage vorbeigeschrammt. Im Heimspiel gegen den abgeschlagenen Letzten SG Rodheim (1:17 Punkte) setzten sich die Südhessinnen knapp mit 8:5 durch. „Wir machen einen Haken unter diesem Arbeitssieg – und weiter geht’s“, wollte van gen Hassend nicht allzu viele Worte verlieren. Tat er dann aber doch: „Wir haben 5:0 geführt, alles lief nach Plan. Rodheim hatte aber Spielerinnen dabei, die mit Außennoppen gespielt haben, und ist auf 5:6 herangekommen.“ Am Samstag (18 Uhr) empfängt der Fünfte (10:6 Punkte) den Vorletzten NSC Watzenborn-Steinberg II (2:14). Am Sonntag (14 Uhr) geht es zum Zweiten TSV Höchst (12:4). „Zwei Punkte machen wir noch“, ist sich van gen Hassend sicher.

In der Verbandsliga Süd hat das zweite TTC-Herrenteam mit dem 8:8 beim Siebten TG Obertshausen II den ersten Punktverlust bezogen. Lampertheim II hat als Spitzenreiter mit 15:1 Punkten aber weiterhin einen beruhigenden Vorsprung auf den Zweiten Alemannia Königstädten (12:4), der Mitfavorit Eintracht Frankfurt (4./8:6) mit 9:6 schlug. Am Samstag (17 Uhr) ist die TTC-Reserve zu Gast bei der Eintracht, die mit 28 Mannschaften eine der größten und ambitioniertesten Tischtennis-Abteilungen in Hessen stellt.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel