Lokalsport Südhessen

Motorsport Starter aus der Region bestehen die Reifeprüfung bei den 24 Stunden in der Eifel / Klingmann als Dritter auf dem Podium

„Extreme Herausforderungen“

Archivartikel

Nürburg.Was für ein Rennen auf der legendären Nordschleife! Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hatten die Fahrer mit extremen Bedingungen zu kämpfen. Während an einer Stelle der 25,3 Kilometer langen Runde durch die Grüne Hölle die Sonne schien, soff ein anderer Teil der Strecke im Regen ab. Die Rennleitung sah sich daher gezwungen, den Lauf für neun Stunden zu unterbrechen. Am Ende siegten die Briten Alexander Sims und Nick Yelloly, die sich das Lenkrad mit dem Niederländer Nick Catsburg teilten.

Auf Rang drei jubelte Markenkollege Jens Klingmann im Schnitzer-BMW über den dritten Platz. „Bei den extrem schwierigen Bedingungen in der ersten Rennphase war die Herausforderung, überhaupt auf der Strecke zu bleiben“, erklärte der 30-jährige Leimener. „Wir haben uns keine Fahrfehler erlaubt, das Auto hat keinen Kratzer. Deshalb können auch wir stolz auf uns sein“, hatte der Werksfahrer insgeheim auch auf den ersten BMW-Sieg nach zehn Jahren und den 20. insgesamt für die Münchner gehofft.

Während Audi-Pilot René Rast vom Rosberg-Team aus Neustadt an der Weinstraße als Gesamtsechster von „lebensgefährlichen Bedingungen“ sprach, fiel das Fazit von Mercedesfahrer Nico Bastian (Rang neun) gemischt aus. „Wir sind mit ganz anderen Erwartungen angereist. Der Unfall meines Kollegen im Nachttraining hätte nicht passieren dürfen, ist aber passiert. Dieser Zwischenfall hat uns extrem nach hinten geworfen“, blickte der Hemsbacher zurück. „Mit dem repariertem Auto haben wir überlebt, aber wir hatten leider keine Chance ganz vorne mitzufahren. Auf der anderen Seite bin ich froh, die wir Zielflagge gesehen zu haben, auf der anderen Seite enttäuscht, weil wir uns mehr erhofft hatten.“ 2013 und 2014 stand der 30-Jährige jeweils als Dritter auf dem Podium.

Das Pfälzer Langstrecken-Ass Timo Bernhard hatte sich ebenfalls mehr als Rang 13 im Porsche 911 erwartet. „Das war ein sehr wildes Rennen unter unheimlich schwierigen Bedingungen“, sagte der zweifache Le-Mans-Sieger.

Marvin Dienst hat Spaß

„Dafür, dass ich das erste Mal beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife dabei war, bin ich mit dem zweiten Platz in unserer gemischten Klasse und Gesamtrang 29 zufrieden“, sagte Marvin Dienst. Der 23-Jährige hatte einen Porsche Cayman 718 mit neuer Lenktechnik pilotiert. „Ich kenne die Eifel schon seit Jahren, aber das waren Wetterkapriolen von der feinsten Sorte. Die Nordschleife ist an sich schon schwer zu fahren, dann aber bei Nacht und im Regen mit Sicht unter 20 Meter – das war eine besondere Herausforderung“, erklärte der Lampertheimer. „Wir haben überlebt, Spaß gehabt und die Entwicklung der Lenkung vorangetrieben“, fasste er das Rennen zusammen.

Marc Ehret aus Fürth im Odenwald (Hyundai) wurde Erster im Klassement SP 3T und belegte Rang 50 im Gesamtklassement. Aufgrund der widrigen Bedingungen gab es fast 30 Ausfälle im Starterfeld von rund 100 Boliden in den verschiedenen Klassen.

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