Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga Biblis/Gernsheim braucht bei Dornheim/Groß-Gerau einen Punkt – oder Schützenhilfe von Weiterstadt

Finale um den Klassenerhalt

Archivartikel

Biblis.Heute geht es für die Handballerinnen der FSG Biblis/Gernsheim um Alles oder Nichts: Wenn sie um 18 Uhr bei der HSG Dornheim/Groß-Gerau antreten, steht nicht weniger als der Klassenerhalt in der Bezirksoberliga auf dem Spiel. Mit einem Punktgewinn beim aktuellen Schlusslicht könnte die Mannschaft des scheidenden Trainer Sascha Köhl die Klasse halten, aber selbst bei einer Niederlage wäre die FSG noch nicht weg vom Fenster. Dann würde sicherlich gleich nach der Schlusssirene der Blick auf die Handys gehen, denn eine Stunde vor den Bibliserinnen tritt der Vorletzte Gersprenztal beim Tabellendritten HSG Weiterstadt/Braunshardt an. Verliert Gersprenztal, dann ist Biblis unabhängig des eigenen Resultats gerettet.

„Das wird eine ganz enge Kiste“, ist Sascha Köhl überzeugt. Er traut Gersprenztal (11:31 Punkte) ebenso eine Überraschung zu wie seiner Mannschaft (12:30) beim erstarkten Schlusslicht Dornheim (10:32). „Wenn man unser letztes Spiel gegen Erbach betrachtet, dann haben wir mit einer ähnlichen Leistung jetzt auch bei der HSG alle Chancen“, war der FSG-Coach vom Auftritt und dem 28:23-Sieg am vergangenen Wochenende begeistert. „Mit diesem Erfolg haben wir unsere Hoffnungen auf den Klassenerhalt natürlich deutlich erhöht. Jetzt müssen wir aber versuchen, selbst nachzulegen. Ich denke schon, dass Gersprenztal in Weiterstadt gewinnen kann, vor allem, weil es für die Gastgerberinnen um gar nichts mehr geht“, so Köhl.

Silke Jung im FSG-Fokus

Entsprechend legt der engagierte Coach seine ganz Konzentration auf die eigene Partie gegen Dornheim/Groß-Gerau. „Wir müssen in erster Linie die Kreise von Silke Jung einengen“, weiß er über die großen Qualitäten der erfahrenen Rückraumspielerin. Jung hat in der Vergangenheit bis zur Zweiten Liga gespielt und hatte ihre Karriere eigentlich schon beendet. Aus alter Verbundenheit streifte sie sich vor einigen Wochen wieder das Trikot über und ist seitdem die Überlebensgarantie der Dornheimerinnen, macht Tore am Fließband.

Doch Köhl sieht seine Mannschaft gut aufgestellt: „Das wird so ähnlich wie gegen Erbach. Auch dort haben wir die überragende Rückraum-links-Spielerin Anna Jordan mit einer sehr guten 6:0-Deckung in den Griff bekommen, haben sie meist gedoppelt und sie dadurch nicht zur Entfaltung kommen lassen“, erklärt der Trainer, der aber auch an das Hinspiel erinnert: „Da haben wir uns gegen Dornheim schon sehr schwer getan – und das war ohne Silke Jung.“ Doch immerhin haben die Bibliserinnen damals mit 27:26 gewonnen. Ein Resultat, das jetzt den Klassenerhalt bedeuten würde.

Um sich mit dem Klassenerhalt aus Biblis zu verabschieden, hat Köhl im Training noch einmal intensiv mit seinem Mini-Kader gearbeitet. „Wir müssen eine große Spannung aufbauen, die sich dann im Spiel in Dornheim entlädt und uns den Erfolg bringt“, erläutert der zukünftig beim A-Ligisten HC VfL Heppenheim tätige Coach.

Heute muss er allerdings wieder mit einem dünnen Kader auskommen, da die zweite Mannschaft, die zuletzt immer wieder das Bezirksoberliga-Team unterstützte, zeitgleich zum B-Liga-Finale in Büttelborn ran muss. Immerhin hat sich Amina Drekovic wieder zurückgemeldet, so dass zumindest eine weitere Alternative zur Verfügung steht. me

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