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Handball HSG Bensheim/Auerbach gewinnt Erstliga-Duell beim FSV Mainz 05 mit 27:26

Flames beweisen Nervenstärke

Archivartikel

Mainz/Bensheim.Mit einem knappen Auswärtssieg haben sich die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach in die mehrwöchige Weltmeisterschaftspause verabschiedet: 27:26 (15:12) setzten sich die Flames in Wiesbaden gegen den FSV Mainz 05 durch. „Es ist ein Derby; wir wussten, dass es wie immer gegen Mainz bis zum Schluss ein enges Spiel wird und sind froh, dass wir die zwei Punkte geholt haben“, resümierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach der Begegnung.

FSV-Coach Thomas Zeitz war „stolz“ auf die Leistung seines Teams und sieht den Aufsteiger nach dieser Vorstellung „auf einem guten Weg.“ Für die HSG traf Sarah van Gulik (8), Lebenspartnerin von Thomas Zeitz, am häufigsten. Elisa Stuttfeld erzielte sieben und Julia Maidhof diesmal „nur“ fünf Tore.

In dem insgesamt unruhigen Duell verliefen die Anfangsminuten ausgeglichen. 1:1, 2:2 – bis zum 9:9 (17.) bewegten sich die Kontrahenten im Gleichschritt fort. Stuttfeld (2) und Sarah Dekker brachten die Gäste von der Bergstraße mit 12:9 nach vorne (20.). Diese Führung verteidigten die Flames bis zum Ende des ersten Abschnitts. Die HSG bekam in dieser Phase das gefährliche Kreisspiel der Mainzer über Janka Bauer, die zuvor entweder selbst abgeschlossen oder Siebenmeter gezogen hatte, zunehmend in den Griff. Dazu Heike Ahlgrimm: „Die Abwehr hat besser funktioniert, wir haben das Spiel kontrolliert.“

Nach dem Seitenwechsel glitt den Flames das Geschehen schnell wieder aus der Hand. „Wir sind nicht gut reingekommen“, sagte Ahlgrimm. Die Meenzer Dynamites stellten mit einem 3:0-Lauf auf 15:15 (34.). Zwei dieser drei Tore gelangen dem Gastgeber in Überzahl, als die Flames im Angriff zwei Bälle verloren und Platen und Soffel aus der eigenen Abwehr ins leere HSG-Tor warfen.

Hektische Schlussphase

In der Folge hatte Bensheim/Auerbach einige kritische Momente inklusive eine weiteren Zeitstrafe zu überstehen. „Es war wichtig, dass wir in dieser Phase nicht gekippt sind“, meinte Ahlgrimm. Mainz legte durch Soffel das 17:16 vor (38.), die Flames konterten durch Stuttfeld und van Gulik zum 17:18 (39.). Beim Stand von 22:22 erhielten die Dynamites eine Zwei-Minuten-Strafe, die die HSG mit zwei schnellen Abschlüssen ausnutzte (51).

Mit einem 24:22 für Bensheim/Auerbach bog das Derby auf die hektische letzte Etappe ein. Die Flames schafften es, die Mainzer im umkämpften Finale auf Distanz zu halten. Bei einer 27:26-Führung mussten die HSG 30 Sekunden vor dem Abpfiff wegen drohenden Zeitspiels abschließen: FSV-Torhüterin Kristin Schäfer wehrte den Versuch aus dem Rückraum von Maidhof ins Seitenaus ab, so dass Bensheim in Ballbesitz blieb. Ahlgrimm nahm eine Auszeit und stellte ihr Ensemble auf die Schlusssekunden ein, die das Team schadlos überstand. eh

Flames-Tore: Hurst (2), Stuttfeld (7), Dekker (1), Friedberger (3/2), van Gulik (8), Maidhof (5/2), Ivancok (1).

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