Lokalsport Südhessen

Handball Bittere 20:33-Niederlage der HSG Bensheim/Auerbach beim Bundesliga-Duell in Metzingen / Nur 40 Minuten einigermaßen auf Tuchfühlung

Flames-Fehler eiskalt bestraft

Archivartikel

Bensheim.Der HSG Bensheim/Auerbach scheint in der Schlussphase der Saison 2017/18 in der Frauenhandball-Bundesliga die Luft auszugehen. Mit dem auch in dieser Höhe gerechtfertigten 20:33 (11:15) bei TuS Metzingen kassierten die Flames bereits die fünfte Niederlage in Folge. Dabei hielt der Aufsteiger von der Bergstraße zumindest 40 Minuten lang einigermaßen mit, ehe nichts mehr zusammenlief und die TuSsies ihre Treffer nahezu nach Belieben erzielten.

„Wir sind einfach untergegangen. Wir haben zu früh aufgegeben und nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. In Metzingen kann man verlieren, doch die Art und Weise, wie unsere Niederlage zustande kam, gefiel mir nicht. Wir müssen ehrlich sein und zugeben, dass wir zu viele Fehler gemacht haben, die die Gastgeberinnen mit ihrem Tempospiel eiskalt ausgenutzt und uns dafür bestraft haben. Wir luden sie geradezu ein, einfache Tore zu werfen“, wollte Heike Ahlgrimm nichts beschönigen. Die Bensheimer Trainerin musste eingestehen, „dass keine meiner Spielerinnen ihr Potenzial abrufen konnte“.

Die nach ihrer Pause wegen Rückenbeschwerden wieder eingesetzte Carolin Schmele versuchte zwar Linie in das Spiel des Aufsteigers zu bringen, doch dies gelang nur in manchen Phasen. Sanne Hoekstra bemühte sich an ihrem 26. Geburtstag vergeblich um Ergebniskosmetik, sie ging leer aus. Effektivität beim Torewerfen legten auf der Gegenseite dagegen Marlene Zapf, Maren Weigel, Shenia Minevskaja und Monika Kobylinska an den Tag.

Mit 0:4 lagen die ohne Julia Maidhof (Nasenbeinbruch aus dem Nellingen-Spiel) angetretenen Flames nach nicht einmal drei Minuten in Rückstand. Rafika Ettaqi gelang zwar ein Tore-Doppelschlag zum 2:5 (5.), doch der Favorit zog weiter davon (9:3/11.). „Wir sind schlecht ins Spiel gestartet. Unsere 3:1-Abwehr hat nicht funktioniert, deshalb habe ich auf 6:0 umgestellt. Danach haben wir uns ein bisschen gefangen“, sah Ahlgrimm Mängel im Defensivbereich. Der Gast legte zwischenzeitlich einen 4:0-Lauf zum 8:10 (18.) hin. Doch Metzingen spielte seine ganze Cleverness aus und führte zur Pause mit 15:11.

Auch nach Wiedereanpfiff sah es zunächst nicht so aus, als ob die HSG am Ende derart unter die Räder kommen würde. Auch die Gastgeberinnen leisteten sich das eine oder andere Missgeschick. So parierte Jessica Kockler im Flames-Tor beim Stand von 12:15 einen Siebenmeter von Shenia Minevskaja (33.). Auch nach Caroline Thomas’ Tor zum 14:17 (40.) schien für die Flames noch alles drin zu sein, ehe es zum großen Bruch Spiel kam. Die Schützlinge von Interimstrainerin Edina Rott zwangen deren Ex-Team zusehends zu nur wenig einbringenden Verlegenheitswürfen und waren selbst nicht mehr zu stoppen. So kamen die TuSsies mit schnell vorgetragenen und durchdachten Angriffen über 24:15 (48.), 27:16 (51.) und 30:18 (56.) zu einem 33:20-Sieg, der in dieser Dimension nicht erwartet worden war.

„Saison ordentlich beenden“

„Wir wollen uns diese Saison nicht kaputtmachen lassen und sie ordentlich zu Ende bringen. Ich gehe davon aus, dass meine Mannschaft am Samstag im Spiel beim Buxtehuder SV eine Reaktion zeigen wird“, fand Ahlgrimm nach Spielende auch schon wieder aufmunternde Worte.

Flames-Tore: Ernsberger (4), Schmele (2/1), Ettaqi (3), Thomas (4), Friedberger (1), Freriks (2), Van Gulik (3/2), Sobiech (1). rs

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