Lokalsport Südhessen

Handball HSG Bensheim/Auerbach empfängt zum Bundesliga-Start am Samstag den Aufsteiger aus Ketsch

Flames in der Favoritenrolle

Bensheim.Die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach starten am Samstag (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Kurpfalz-Bären Ketsch in die Saison 2019/20. „Wir sind der Favorit und wollen dieser Rolle auch gerecht werden“, blickt Heike Ahlgrimm auf das Match gegen den Aufsteiger aus Nordbaden. „Aber es ist ein Derby, das ist sehr viel möglich“, erwartet die Flames-Trainerin eine umkämpfte Partie.

Beide Vereine betreten mit ihren Mannschaften am Samstag in der Weststadthalle Neuland, meint Ahlgrimm. „Ketsch ist aufgestiegen, wir haben acht Neuzugänge.“ Sechs der acht HSG-Neuen verfügen über keinerlei Bundesliga-Erfahrungen und stehen vor ihrem Debüt im deutschen Oberhaus. Und das vor großer Kulisse in der Weststadthalle. „Das kennen viele Spielerinnen auf beiden Seiten nicht. Man muss erstmal damit klar kommen, vor 1500 Zuschauern oder mehr zu spielen“, unterstreicht Ahlgrimm.

Gute Personalsituation

In Sachen Personal können die Flames wohl aus dem Vollen schöpfen. Bis auf die Langzeitverletzte Simone Spur Petersen sind alle Akteurinnen fit. „Ich gehe davon aus, dass wir mit voller Kapelle spielen“, sagt die Bensheimer Trainerin. Sanne Hoekstra und Sarah van Gulik sind nach Verletzung beziehungsweise Erkrankung wieder ins Training eingestiegen, ebenso wie Isabell Hurst nach ihren doppelten Bänderriss.

Ein (kleines) Fragzeichen steht nach wie vor hinter Carolline Dias Minto. Das für die Spielberechtigung erforderliche Visum befindet sich praktisch auf dem Weg in den Pass der brasilianischen Nationalspielerin, so dass die Linkshänderin gegen Ketsch ihre Premiere im Flames-Trikot feiern dürfte. Mit der Entwicklung ihres neuformierten Ensembles während der vergangenen Wochen ist Ahlgrimm „absolut zufrieden“. Die Neuzugänge hätten die sportlichen Erwartungen erfüllt und würden menschlich „prima“ in die Mannschaft passen. „Das läuft alles sehr, sehr gut.“

In der Vorbereitung lag die Aufmerksamkeit neben der Arbeit an Athletik und Kondition vor allem auf taktischen Inhalten. „Nach dem personellen Umbruch hatten wir in diesem Bereich einiges zu tun“, so Ahlgrimm. Abgeschlossen sei der Feinschliff noch nicht, aber man sei auch auf diesem Gebiet im Soll.

Die Kurpfalz-Bären setzen in der Bundesliga auf den Aufstiegskader, neu verpflichtet wurden ausschließlich junge Spielerinnen. „Das ist eine eingespielte Truppe“, betont Ahlgrimm und hebt die offensive Abwehr des Aufsteigers hervor. „Die wird Ketsch gegen uns spielen.“ Die Bären müssen langfristig auf Torhüterin Sabine Stockhorst (Schwangerschaft) verzichten.

Moser-Einsatz fraglich

Zu den Leistungsträgerinnen zählt die Ex-Bensheimerin Carmen Moser, deren Einsatz wegen einer Erkrankung (Pfeiffersches Drüsenfieber) bei den Flames noch ungewiss ist. Die Kurpfalz-Bären-Geschäftsführer Dr. Robert Becker und Adrian Fuladdjusch waren in der Vergangenheit in verschiedenen Funktionen ebenfalls bei der HSG aktiv. Im DHB-Pokal wurde den Flames für die zweite Runde unterdessen das Auswärtsspiel beim hessischen Oberligisten TSG Oberursel zugelost. Gespielt wird am 5./6. Oktober, die genaue Anwurfzeit steht noch nicht fest. eh

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