Lokalsport Südhessen

Handball Mit dem 37:33 gegen die Neckarsulmer Sport-Union untermauert Bundesligist Bensheim/Auerbach seinen siebten Platz / Kockler der Rückhalt im Tor

Flames lösen die erwartet schwere Pflichtaufgabe

Archivartikel

Bensheim.Die Flames spielen weiterhin ihre erfolgreichste Bundesliga-Saison. Mit dem 37:33 (17:17)-Heimsieg vor 1580 Zuschauern in der Weststadthalle gegen die Neckarsulmer Sport-Union (11.) untermauerten die Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach ihren siebten Platz und glichen ihr Punktekonto (10:10) aus. Dabei war es die erwartet schwere Pflichtaufgabe für die Mannschaft von Heike Ahlgrimm, die nach Aussage ihrer Trainerin „nach zwei Niederlagen in Folge unter Druck stand“.

Und diese Anspannung ließ sich bei den Gastgeberinnen nicht so leicht abschütteln, „so dass wir nicht gut in die Partie kamen“, wie Ahlgrimm bei ihrer Spielanalyse feststellte. Und da die Neckarsulmerinnen selbstbewusst auftrumpften, liefen die Flames in den ersten 17 Minuten ständig einem Rückstand hinterher. Zwar gelang mit dem 13:12 durch Ines Ivancok (20.) die erste Führung, aber freispielen konnte sich Bensheim/Auerbach zunächst immer noch nicht.

Immerhin blieb der HSG diesmal ein zwischenzeitlicher Leistungseinbruch erspart. Im Gegenteil: Nach dem 17:17-Halbzeitstand wussten die Flames eine Schippe drauf zu legen. Zunächst blieb die NSU zwar bis zum 25:24 dran (43.), doch dann setzte sich der Tabellensiebte schnell auf 29:24 und dann vorentscheidend auf 31:26 (50.) ab. „Da war die Leichtigkeit zurück und die Abläufe klappten“, so eine erleichterte Heike Ahlgrimm: „Ich weiß ja, was die Mädels leisten können.“

Hettinger wie zu besten Zeiten

Durch den Ausfall von Isabell Hurst (Schultereckgelenk-Prellung) war zwar Caroline Hettinger auf der Kreisläufer-Position auf sich alleine gestellt, doch diese Konstellation war für sie keine Belastung. Ganz im Gegenteil: Die 29-Jährige, die aufgrund einer langen Verletzungspause erst im November 2019 reaktiviert wurde, trumpfte wie in ihren besten Tagen auf, glänzte nicht nur mit ihren Treffern am Kreis, sondern auch per Gegenstoß.

Kein Wunder, dass sie von den Flames-Fans zur „Spielerin des Tages“ gekürt wurde – allerdings zusammen mit Torfrau Helen van Beurden, die nach gut 20 Minuten für die glücklose Jessica Kockler in die Partie kam und zu einem großen Rückhalt avancierte. Sie trug dazu bei, dass sich die HSG-Abwehr vor allem nach dem Seitenwechsel entscheidend steigerte – und damit den Grundstein zum Erfolg legte.

Imponierend war aber auch, dass Liga-Toptorjägerin Julia Maidhof trotz zeitweise enger Deckung und eines frühen Fehlversuchs vom Siebenmeterpunkt letztlich mit ihrem Durchsetzungsvermögen wieder zur besten Flames-Torschützin avancierte, zumal diesmal auch die anderen Rückraumspielerinnen wie Ines Ivancok sowie Lisa Friedberger und Sarah van Gulik großen Druck ausübten und Torgefahr bewiesen. Und auch die Außen Sarah Dekker und Elisa Stuttfeld trafen zusammen sechsmal.

Ärgern durften sich die Flames lediglich darüber, dass sie es in der ersten Hälfte versäumten, sich etwas abzusetzen, denn Maidhof gleich zweimal, unter anderem per Siebenmeter, und Dekker ließen beste Chancen aus. Und nach etwas „ruhigeren“ Offensivminuten brach im zweiten Abschnitt die nächste Trefferflut herein, wobei sich die HSG besser in Szene setzte, aber nach einer 37:30-Führung noch drei NSU-Tore in den letzten 100 Sekunden zuließ. hs/ü

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