Lokalsport Südhessen

Handball Bensheim/Auerbach verbessert sich mit Sieg in Nellingen auf Bundesliga-Platz neun

Flames weiterhin auf der Erfolgswelle

Ostfildern/Bensheim.Die HSG Bensheim/Auerbach reitet weiter auf einer Welle durch das Finale der Frauenhandball-Bundesliga: Mit dem 29:25 (15:11)-Sieg beim TV Nellingen verbesserte die HSG ihre Serie auf 11:3 Zähler aus den vergangenen sieben Partien und liegt im Klassement nun auf Rang neun. Diese Position können die Flames am letzten Spieltag dieser Saison am kommenden Samstag (18.) in der Weststadthalle im direkten Vergleich gegen den punktgleichen Tabellennachbarn VfL Oldenburg verteidigen.

Das Duell bei den Schwaben Hornets in Ostfildern hatten die Gäste von der Bergstraße über weite Strecken im Griff. Dazu reichte Bensheim/Auerbach eine insgesamt durchschnittliche Vorstellung. „Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert, aber die zwei Punkte geholt, das zählt am Ende“, fasste Heike Ahlgrimm zusammen. Dass es bei der HSG am Samstag in der Sporthalle 1 vor 360 Zuschauern bisweilen etwas unrund lief, führte die Flames-Trainerin auch auf einen gewissen Substanzverlust auf der Zielgeraden der Runde zurück. „Wir haben gekämpft, aber man hat gemerkt, dass uns nach der langen und anstrengenden Saison nun doch einige Körner fehlen.“ In den Landkreis Esslingen waren die Bensheimerinnen ohne Rafika Ettaqi (krank) gereist. Lisa Friedberger hatte ihre Kapselverletzung an der Hand auskuriert und mischte ebenso mit wie die angeschlagene Bogna Sobiech. Zudem standen Nina Rädge und Rugile Bartaseviciute im Kader. Die beiden Talente, die regelmäßig mit dem Bundesliga-Team trainieren, betraten in der Schlussphase, das Match war zu diesem Zeitpunkt entschieden, die Platte. Rädge erzielte bei ihrem Kurzauftritt den letzten Treffer für die HSG.

Gleich auf Betriebstemperatur

„Die jungen Spielerinnen haben uns die ganze Zeit unterstützt, das war heute ein kleines Dankeschön an die beiden“, erklärte Ahlgrimm, die extra eine Auszeit genommen hatte, um den Einsatz der Nachwuchskräfte vorzubereiten. Während die Flames auf Anhieb auf Betriebstemperatur waren, starteten die Schwaben Hornets nervös. Das Ziel, sich nach dem freiwilligen Rückzug in die 3. Liga mit einem Sieg aus der Bundesliga und vom heimischen Publikum zu verabschieden, hemmte die Mannschaft von Coach Ralf Rascher anfangs. Die HSG spulte ihr Pensum mit großer Selbstverständlichkeit ab. Eine stabile Abwehr mit einer guten Torfrau Helen van Beurden ließ wenig zu. Bensheim/Auerbach führte mit 3:0 (5.) und baute den Vorsprung auf 8:3 (13.) aus. „Wir haben ordentlich begonnen“, sagte Ahlgrimm. Die Flames machten im zweiten Abschnitt – ähnlich wie in der ersten Halbzeit – zunächst Tempo, die Hornets verloren die Balance. Bensheim/Auerbach zog davon: 18:13 (37.), 20:15 (41.), 22:16 (43.). Nellingen kam erneut zurück, Szimonetta Gera glich zum 24:24 (54.) aus. „Das war so eine Situation, in der ein Spiel kippen kann“, meinte Ahlgrimm. Wie schon in Hälfte eins konnte sie sich allerdings auf die Cleverness der HSG-Handballerinnen verlassen. Mit einem 5:0-Lauf brachen die Flames endgültig den Widerstand des TV Nellingen. eh/ü

Flames-Tore: Hettinger (2), Logdanidou (1), Hoekstra (3), Bartaseviciute, Friedberger (3), Freriks (7), van Gulik (4/1), Maidhof (5/3), Sobiech (3), Rädge (1).

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