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Spieler der Woche Der 27-Jährige überzeugt beim Bürstädter C-Ligisten mit starken Leistungen / Trainer Jambor lobt die Einstellung seines Angreifers

Football-Fan Hildebrandt als ETB-Antreiber

Archivartikel

Bürstadt.Das Warten auf einen Sieg hatte bei Eintracht Bürstadt II am vierten Spieltag der Fußball-Kreisliga C endlich ein Ende. Trotz Unterzahl ab der 28. Minute bezwang das Team von Trainer Attila Jambor den SV Schwanheim mit 4:1. Antreiber bei der Reserve des Gruppenligisten aus Bürstadt waren dabei Kevin Hildebrandt und Valon Bajrami. Hildebrandt hatte schon zuletzt beim 2:2 in Gadernheim mit seinem zweiten Saisontor den Treffer zur 2:1-Führung markiert, der den Grün-Weißen am Ende zumindest einen Punkt sicherte.

„Kevin hat sich gegen Schwanheim richtig reingehängt, das macht er aber nicht nur im Spiel, sondern auch im Training – und so wie man trainiert, spielt man eben auch“, lobt Jambor die Einstellung des 27-jährigen Stürmers. Hildebrandt geht gerne zu den Einheiten auf dem Eintracht-Sportplatz an der Wasserwerkstraße. „Ich sehe das selbst auch so: So wie man trainiert, spielt man eben nun mal“, erklärt er.

Jambor würde sich hin und wieder lediglich eine etwas ökonomischere Spielweise seines Angreifers wünschen. „In der vergangenen Saison waren wir sehr stark von den Toren von Lukas Berg abhängig, aber jetzt trifft ja auch Kevin wieder für uns. In der Offensive ist er mir manchmal sogar etwas zu forsch unterwegs, da muss man nicht jedem Ball hinterhergehen“, erläutert der Coach. Hildebrandt versteht diese kleine Kritik. „Ich tue das ja für die Mannschaft, aber es stimmt schon, dass man dabei Kraft lässt. Das merke ich ab der 75. Minute“, räumt er ein. Es fällt ihm schwer, diesbezüglich aus seiner Haut herauszukommen. „Nachdem mich in der vergangenen Saison Dinge in meinem persönlichen Umfeld stark in Anspruch genommen haben, habe ich in dieser Saison den Kopf wieder frei für Fußball – ich fühle mich auch körperlich gut und bin auch wieder torgefährlicher geworden“, sagt Hildebrandt.

Positiver Schub

Das war auch beim 3:3 zum Saisonauftakt bei Italia Bensheim der Fall. „Da haben wir schon mit 3:1 geführt und am Ende nur 3:3 gespielt“, sieht Hildebrandt allerdings, dass die Eintracht-Reserve in der laufenden Runde schon Punkte verschenkt hat. Auch weil sich die Grün-Weißen immer wieder Gelb-Rote und Rote Karten einhandeln. „Die Rote Karte am vergangenen Sonntag war absolut berechtigt. Umso außergewöhnlicher war es, dass wir auch in Unterzahl das Spiel mit 4:1 für uns entschieden haben“, sieht Hildebrandt diesen Sieg gerade vor dem schweren Gang zu Tabellenführer Hammelbach/Scharbach am Sonntag als positiven Schub und fordert: „Trotzdem müssen wir das mit den Platzverweisen abstellen. Wir haben eine gute Mannschaft beisammen, die oben mitspielen kann – und da sehe ich für uns das Spiel bei der SG Hammelbach/Scharbach schon als richtungsweisend an.“ Gilt Hildebrandts Leidenschaft auf dem Platz dem Fußball und der 1b von Eintracht Bürstadt, so nimmt der Profifußball beim 27-Jährigen im TV keinen großen Raum mehr ein. „Da bin ich zum American Football übergegangen und verfolge die NFL, die New England Patriots sind mein Team. Ich habe die letzten sechs Endspiele geguckt. Wenn Sonntagnacht der Super Bowl ansteht, habe ich am Montag Urlaub“, berichtet er von seiner Leidenschaft. „Mein Traum ist es, einmal ein Spiel der Patriots live zu erleben. Vielleicht kommen sie ja mal nach London oder es gelingt mir, ein Spiel von ihnen in den USA zu besuchen.“ Hildebrandt hat sich auch schon ein Match der Bürstadt Redskins angeschaut. „Ihr Platz liegt ja neben unserem, da bietet sich so etwas an“, erklärt er. Hildebrandt beabsichtigt allerdings nicht, als Aktiver die Sportart in Richtung American Football zu wechseln.

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