Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Trainer des FVH und der FSG schätzen sich gegenseitig / Im Kreisoberliga-Duell erwartet der Vorletzte aus Hofheim Tabellenführer Riedrode

Freundschaft ruht für Dauer des Derbys

Archivartikel

Hofheim.Am Sonntag haben sowohl der FV Hofheim als auch die FSG Riedrode nichts zu verschenken, wenn sich beide Mannschaften ab 15.15 Uhr im Hofheimer Sportpark zum Riedderby in der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße gegenüberstehen. „Das ist schon ein besonderes Spiel. Schließlich haben einige unserer Spieler früher in Ried-rode gespielt“, schließt sich FVH-Spielertrainer Oliver Schader selbst in diese Gruppe mit ein. Bis 2016 schnürte er die Fußballschuhe für den FSV Riedrode.

„Wir brauchen die Punkte und der Oli und sein Team auch. Es ist immer ein bisschen schwieriger wenn man sich gut kennt und ich gönne ihm ansonsten gerne die drei Punkte, aber nicht am Sonntag, wenn es gegen uns geht“, ruht für FSG-Coach Duro Bozanovic für die Dauer des Spiels die Freundschaft mit Schader.

Rollen klar verteilt

Für den Hofheimer Trainer sind die Rollen vor dem Duell zwischen dem Vorletzten aus Hofheim und dem Spitzenreiter aus Riedrode klar verteilt. „Das ist schon ein bisschen David gegen Goliath. Ich hatte ja schon vor der Runde gesagt, dass für mich die FSG Riedrode und der VfR Bürstadt die Favoriten in der Kreisoberliga sind. Und ich gehe davon aus, dass beide auch in der eben genannten Reihenfolge aufsteigen werden. Bei uns merkt man dagegen, dass einem etwas das Selbstvertrauen fehlt, wenn man da unten drinsteht“, hätte sich Schader für den Sonntag einen leichteren Gegner vorstellen können.

„Allerdings ist die Kreisoberliga kein Wunschkonzert und wir werden jetzt versuchen, gegen die FSG zu punkten“, weiß der Spielertrainer, dass die Partien im Bergsträßer Fußballoberhaus nicht mehr werden. Dass die FSG Riedrode als Tabellenführer als Favorit in die Partie geht, ist Gästetrainer Bozanovic bewusst, er erwartet aber dennoch keinen Selbstläufer. „Die Hofheimer haben in ihrem letzten Heimspiel mit dem Sieg gegen die SG Wald-Michelbach gezeigt, dass sie auch Spitzenteams schlagen können“, ruft der Coach den kürzlichen 1:0-Heimsieg des FVH gegen den Tabellendritten aus dem Überwald in Erinnerung.

Ein Pluspunkt für den Spitzenreiter aus Riedrode war lange Zeit die Möglichkeit, mit starken Ersatzleuten von der Bank auf die Geschehnisse im Spiel reagieren zu können, doch mittlerweile schränkt das Verletzungspech die personellen Möglichkeiten der Gäste erheblich ein. „Unsere Verletztenliste wird immer länger. Dominic Kohl saß beim 4:1-Sieg gegen die Tvgg Lorsch zuletzt zwar auf der Bank, er ist aber angeschlagen und dann hat es im Spiel auch noch unseren Kapitän Tomislav Tadijjan erwischt“, bangt Bozanovic um den Einsatz der beiden Routiniers. Damit aber noch nicht genug, fallen auch die Brüder Jonas und Julian Ille ebenso verletzt aus, wie Maximilian von Dungen. „Auch auf Qendrim Dzackaj können wir immer noch nicht zurückgreifen“, meint Bozanovic damit sich und seinen gleichberechtigten FSG-Trainerkollegen Andreas Keinz.

Mit Verletzungspech haben allerdings auch die Hausherren in der laufenden Kreisoberligasaison schon sehr bittere Erfahrungen gemacht. „Gegenüber dem, was vor der Winterpause war, hat sich das bei uns zwar etwas entspannt, trotzdem haben auch wir mit Tobias Haser und Manuel Scharr unsere Ausfälle“, konnte FVH-Coach Schader am vergangenen Wochenende bei der 0:1-Niederlage in Heppenheim nur drei Auswechselspieler auf der Bank aufbieten.

Die Pleite in der Kreisstadt liegt Schader durchaus noch schwer im Magen. „Das war ein ganz schwaches Kreisoberligaspiel von beiden Seiten“, will Schader daher von seiner Mannschaft am Sonntag gegen den Tabellenführer ein anderes Auftreten sehen.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional