Lokalsport Südhessen

Fußball-Gruppenliga Aufsteiger schlägt Schlusslicht Lengfeld mit 3:0 / Eintracht siegt in Nauheim und stellt Neuzugang Presti vor

FSG Riedrode legt nach

Archivartikel

Ried.Die nächsten Gegner, bitte! Nach ihren Erfolgen am vorangegangenen Wochenende haben die Ried-Gruppenligisten nachgelegt. Die Bürstädter Eintracht feierte mit dem gestrigen 2:1 (1:1) beim SV Nauheim den dritten Sieg im fünften Spiel. Einen Zähler mehr als die Eintracht weist Aufsteiger FSG Riedrode nach dem souveränen 3:0 (2:0) beim Tabellenletzten TSV Lengfeld am Samstag auf.

Lengfeld – FSG Riedrode 0:3

„Der Sieg ist unterm Strich das, was zählt“, erklärte Riedrodes Trainer Andreas Keinz: „Bei den sommerlichen Temperaturen hat sich kein schönes Spiel ergeben. Wir haben zwar früh das 1:0 gemacht, aber nicht so den Zugriff auf das Spiel bekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten.“ Natürlich wollte Keinz den starken Saisonstart des Aufsteigers (zehn Punkte) nicht schlechtreden: „Das sieht ordentlich aus. Aber wir wollen erst nach acht oder neun Spieltagen auf die Tabelle schauen. Die Punkte, die wir jetzt holen, nimmt uns niemand mehr.“

Vor 200 Zuschauern brachte Tomislav Tadijan die FSG früh auf die Siegerstraße. In der zweiten Minute war Riedrodes Kapitän nach einer Flanke von Sören Heiderich zur Stelle, die Unentschlossenheit von TSV-Torwart Max Kögler beim Herauslaufen machte sich Tadijan zunutze (2.). In Minute 45 spielte Tadijan den Ball perfekt in die Tiefe, Mario Basyouni vollendete zum 2:0.

In einem „nicht überharten Spiel“ (Keinz) fingen sich die Lengfelder zu Beginn der zweiten Halbzeit zwei Gelb-Rote Karten. Maximilian Wick (56.) und David Pfister (58.) mussten beim punktlosen Schlusslicht vom Platz. Kurz vorher hatte FSG-Angreifer Sinisa Pitlovic mit dem Treffer zum 3:0-Endstand nach einem Tadijan-Pass in die Schnittstelle alles klargemacht (55.). „Mit ein bisschen mehr Willen hätten wir auf das 4:0 oder 5:0 gehen können“, zählte Keinz noch Chancen für Marcel Daniel, Pitlovic und Joker Mateo Jurkic auf.

Nauheim – Eintr. Bürstadt 1:2

In Nauheim wusste die Eintracht (jetzt neun Punkte) schon vor dem Anpfiff zu überraschen. Im Kader der Bürstädter tauchte mit Riccardo Presti ein „Last-Minute-Neuzugang“ auf, wie Eintracht-Spielertrainer Benjamin Sigmund den 20-Jährigen nannte. Der Offensivmann, der als Sturmspitze wie auch als Außenstürmer eingesetzt werden kann, wechselte vom Oberligisten TSG Pfeddersheim und war lange Jahre in der Jugend von Mainz 05 am Ball.

In Nauheim kam Presti in der 71. Minute zu seinem Debüt im Eintracht-Trikot. „Man hat da schon die guten Ansätze erkannt. Was er macht, hat Hand und Fuß“, sprach Sigmund von einer „absoluten Verstärkung“. Der Kontakt zu Presti sei über Eintracht-Angreifer Paul Herbel zustande gekommen, der ihn aus der Jugendzeit kennt.

Die Hürde Nauheim, die zu Hause schon Alsbach (0:0) und Heppenheim (3:2) die Stirn geboten hatten, nahm die Eintracht mit viel Geduld und Cleverness. „Nauheim stand sehr kompakt, hatte vorne mit Fabio de Leo einen Mann, der die Bälle festmachen kann und war über die Außen kontergefährlich“, stellte Sigmund fest. Der Sieg für seine Elf sei dennoch „verdient“ gewesen: „Wir hatten das Spiel in der Hand und haben uns bis zum Sechzehner gut durchgespielt. Wir haben es allerdings verpasst, die Entscheidung früher herbeizuführen.“ Ein Freistoß von Kapitän Flamur Bajrami aus 18 Metern schlug formvollendet im Toreck ein – 1:0 (10.). Nach einem Pressball zwischen Klaudi Buraku und TSV-Stürmer de Leo gab es Strafstoß für Lengfeld. „Eine Fehlentscheidung“, fand Sigmund. De Leo war das egal, vom Punkt egalisierte der Angreifer die Partie – 1:1 (22.).

Die Eintracht war in der Folge das aktivere Team, durfte aber erst spät jubeln: In der 89. Minute fand eine Flanke von Fabio Cappello aus dem Halbfeld in Xhino Dushaj einen Abnehmer am langen Pfosten – 2:1.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional