Lokalsport Südhessen

Fußball-Gruppenliga Aufsteiger erwartet Spitzenreiter Münster

FSG Riedrode muss Leistungsreserven abrufen

Riedrode.Der Ärger über das 2:2 bei Abstiegskandidat SC Hassia Dieburg ist bei Gruppenliga-Aufsteiger FSG Riedrode noch nicht verflogen. „Uns hat trotz aller Umstände mit dem tiefen Rasenplatz dort alles in die Karten gespielt, wir haben 2:0 geführt. Leider haben wir das in der zweiten Halbzeit mit einer schlechten Leistung, ohne Engagement und ohne Willen aus der Hand gegeben“, blickt FSG-Trainer Andreas Keinz vor dem Heimspiel gegen Tabellenführer SV Münster am Sonntag (14.45 Uhr, Waldsportplatz) noch einmal auf das Remis zurück.

Lange Ausfallliste

Die Kritik seines Trainerpartners Duro Bozanovic („Diejenigen, die gerade spielen, sind in einem Leistungstief und ruhen sich aus, weil sich hintendran niemand anbietet“) findet Keinz „absolut gerechtfertigt“, wie er selbst betont: „Wenn du auf dem Platz vier, fünf Ausfälle hast, wird es schwer, in der Gruppenliga zu punkten.“ Den Leistungsabfall weiß Keinz aber auch einzuordnen: „Duro und ich haben selber mal Fußball gespielt und wissen, wie das ist. Die zweite Halbzeit war eine der schlechtesten Saisonleistungen. Aber ich weiß, dass wir das besser können. Das haben wir ja schon bewiesen.“

Es spricht für das Trainerduo, dass Keinz die Ausfälle auf dem Platz anspricht – und nur auf Nachfrage auf die Spieler eingeht, die sowieso nicht eingesetzt werden können. „An unserer personellen Situation können wir nichts ändern. Die elf Mann, die auf dem Platz stehen, müssen Vollgas geben“, stellt Keinz klar. Die Liste der Nicht-Verfügbaren ist dennoch beachtlich: Nach Christos Theodorou, der Ende August nach Basel zog, brach in dieser Woche mit Sören Heiderich (Weltreise) schon der zweite FSG-Akteur gen Ausland auf. Marc Kress, Qendrim Dzackaj und Julian Ille sind erst 2020 ein Thema, dazu verletzte sich Lukas Bamberg in Dieburg (Platzwunde am Kopf). Sefcan Pircek (Meniskusriss) ist ebenfalls unpässlich. Keinz hofft, dass Jonas Ille wieder einsatzfähig ist. Kapitän Tomislav Tadijan, zuletzt Antreiber und Torjäger in Personalunion, sollte trotz muskulärer Probleme an Bord sein.

Trainerduo sitzt Chancen

Auch wenn Keinz die 24 Punkte der FSG aus 15 Partien als „sehr ordentlich für einen Aufsteiger“ bezeichnet: Beim Hinrundenabschluss sieht der Coach den Gast aus Münster (35 Punkte) als Favoriten an. „Das ist momentan die Top-Mannschaft. Münster ist ungeschlagen, hat die mit Abstand wenigsten Gegentore kassiert und spielt einen disziplinierten Fußball“, holt Keinz aus.

Als chancenlos betrachtet er sein Team allerdings nicht: „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, aber auch, dass diese nicht unlösbar ist, wenn wir ein paar grundlegende Dinge besser machen und unsere Trainingsleistungen, die teilweise richtig gut sind, wieder auf die Spiele übertragen.“ cpa

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