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Fußball-Gruppenliga Riedroder treffen auf „Wundertüte“ FC Fürth / Eintracht Bürstadt beim 1. FCA Darmstadt gefordert

FSG will nachlegen

Ried.Fünf Heimspiele, fünf Heimsiege: Die Bilanz von Fußball-Gruppenligist FSG Riedrode vor vertrauter Kulisse ist makellos. Am Sonntag (15.30 Uhr) soll gegen den FC Fürth der sechste Erfolg her. Die Bürstädter Eintracht ist zeitgleich zu Gast beim 1. FCA Darmstadt.

FSG Riedrode – FC Fürth

Als „Wundertüte“ charakterisiert FSG-Trainer Andreas Keinz den Tabellenachten Fürth (13 Punkte). „Sie haben Fehlheim 3:1 geschlagen und zuletzt 5:1 gegen Türk Gücü Rüsselsheim gewonnen. Allerdings haben sie auch gegen Hassia Dieburg verloren, die bis dato null Punkte hatten“, sagt Keinz: „Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Aber wir sind Tabellenzweiter und haben ein Heimspiel. Das wollen wir mit breiter Brust angehen und unsere weiße Weste zu Hause wahren.“ Bis auf die Langzeitverletzten Marc Kress und Dominic Kohl sind beim Tabellenzweiten (18 Punkte) alle Mann an Bord. „Aber nicht nur personell sieht es gut aus. Auch die Leistungen stimmen“, spricht Keinz seiner Elf ein Lob aus: „Klammert man das Fehlheim-Spiel aus, können wir uns nicht über die Ergebnisse beklagen. In Lengfeld haben wir in der zweiten Halbzeit auf einem tiefen Rasen den Sieg gut nach Hause gebracht.“

So leidenschaftlich wie beim jüngsten 5:0-Erfolg sollen sich die Riedroder auch gegen Fürth präsentieren. „Die Jungs wissen, dass sie jede Woche Vollgas geben müssen“, betont Keinz. Nach acht Spieltagen habe sich die Tabelle derweil „schon ein bisschen eingependelt“, findet der FSG-Coach: „Man kann sehen, wer unten mitspielt.“ Und oben? Da steht nur Groß-Gerau mit 21 Punkten vor den Blau-Schwarz-Gelben. Mit dem starken Aufsteiger bekommt es die FSG in neun Tagen zu tun. „Wir wollen uns weiter oben festsetzen“, will Keinz „das Momentum“ nutzen: „Aber wir dürfen uns keine Schwäche erlauben. Der Zehnte liegt nur sechs Punkte hinter uns. Das ist nichts.“

Am Donnerstagabend bestritt der FC Fürth das Kreispokal-Derby gegen den SV Fürth (Ergebnis bei Redaktionsschluss nicht übermittelt). Riedrode hat die zweite Pokalrunde kampflos überstanden: Die SG Odin Wald-Michelbach sagte aus Spielermangel ab. „Dass wir unter der Woche spielfrei waren, kann ein Vorteil für uns sein“, hofft Keinz.

FCA Darmstadt – Et. Bürstadt

Als die FSG Riedrode vor einem Monat den FCA Darmstadt empfing, waren auch einige Eintracht-Verantwortliche als Beobachter vor Ort. Der hoch gehandelte Aufsteiger aus Arheilgen verlor nach einer 2:0-Halbzeitführung noch 2:3. „Das ist eine spielstarke Mannschaft, die man besser gar nicht erst in ihren Spielfluss kommen lässt. Da müssen andere Mittel her, um diesem Gegner den Schneid abzukaufen“, glaubt Bürstadts Spielertrainer Benjamin Sigmund: „Wir müssen den Gegner an seine Grenzen bringen und aggressiv spielen – natürlich, ohne jemanden zu verletzen.“

An Engagement hat es der Eintracht zuletzt nicht gemangelt. Trotzdem kam die Sigmund-Elf am Sonntag nur zu einem 1:1 gegen Mümling-Grümbach. Nach den Niederlagen gegen Höchst (0:2) und Geinsheim (0:4) war es das dritte sieglose Spiel am Stück für die Eintracht, die als Zwölfter mit acht Punkten den letzten Nichtabstiegsplatz belegt. Der FCA steht punktgleich auf Rang elf, hat jedoch eine Partie weniger absolviert. „Wir hatten auch ein bisschen Pech, wenn ich sehe, dass der Gegner den Ball zweimal von der Linie kratzt. Nach vorne hin sah das bei uns bis zum Strafraum sehr gefällig aus“, meint Sigmund: „Ich erwarte, dass wir das Spielglück jetzt ein Stück weit erzwingen.“ Personell sieht es nicht allzu gut aus. Riccardo Presti und Cuma Uzar fallen weiter aus, Luca Schäfer muss wegen einer Bänderverletzung im Knöchel passen. Auch Benard Gashi ist angeschlagen. Alex Lehmann wird nach überstandenem Zehenbruch erstmals wieder im Kader der „Ersten“ stehen, für 90 Minuten wird es aber nicht reichen. Amer Karahasan ist ab sofort spielberechtigt, steht allerdings aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Angreifer Andre Bandieramonte soll in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen. Als Ausrede will Sigmund die Umstellungen nicht gelten lassen. „Die, die spielen, sind stark genug, um gewinnen können – auch gegen den FCA Darmstadt“, ist sich der Eintracht-Coach sicher.

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