Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche "In Groß-Rohrheim wächst etwas zusammen", sagt Stürmer Sven Meyer

Für die Alemannia ist kein Weg zu weit

Groß-Rohrheim.Zwölf Punkte aus den ersten sechs Spielen und damit Platz vier in der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße - damit kann man beim FC Alemannia Groß-Rohrheim gut leben. Die letzten drei dieser zwölf Zähler fuhren die Alemannen dabei schon am Donnerstag der vergangenen Woche ein, als sie das wegen der "Howwemer Kerb" vorgezogene Derby beim FV Hofheim mit 2:1 gewannen. Matchwinner für den FCA war dabei Stürmer Sven Meyer mit seinen beiden Treffern in der 42. und 58. Minute.

"Ich hatte da noch eine Schulung in München und bin danach sofort nach Hofheim aufgebrochen. Ich stand in Kontakt mit meinem Trainer Hamzalija 'Hamza' Elezovic, der wissen wollte, ob ich es überhaupt schaffe und ob ich vielleicht besser erst mal auf der Ersatzbank Platz nehme. Ich habe ihm gesagt, dass ich von Beginn an spielen will, wenn ich es pünktlich schaffe", kam Meyer 25 Minuten vor Spielbeginn an. Trotz der Hektik im Vorfeld zeigte der 28-Jährige, wie wertvoll er für den FCA ist. "Nach so einer Anreise gibt es natürlich nichts Geileres, als im Derby in Hofheim zwei Tore zu schießen", empfand Meyer seinen Doppelpack auch als Lohn für die Strapazen.

"Nach dem zweiten Tor hat Hamza mich ausgewechselt, dabei hätte ich gerne noch ein drittes gemacht. Nachdem wir das 2:1 kassiert hatten, durfte ich dann wieder rein", sollte Meyer ein weiterer Treffer in diesem Riedderby aber nicht vergönnt sein. Mit sechs Toren in sechs Ligaspielen hat er allerdings einen guten Schnitt vorzuweisen.

"Letztlich ist es egal, wer bei uns die Tore schießt. Hauptsache es macht sie einer. Das hört sich jetzt zwar nach einer typischen Fußballer-Aussage an, aber bei uns ist es mittlerweile tatsächlich so. Da wächst in Groß-Rohrheim etwas zusammen", sagt der 28-Jährige mit spürbarer Begeisterung und ergänzt: "Mein Sturmpartner Adis Dolicanin schickt mir über WhatsApp Bilder, in denen er meine Tore feiert. Mehr muss man da gar nicht sagen", hat der gebürtige Kaiserslauterer bei der Alemannia eine Menge Spaß.

"Nachdem wir letzte Saison unter Hamza als zweitbeste Rückrundenmannschaft doch noch den Klassenerhalt geschafft haben, ist es uns jetzt gelungen, an diese Leistungen anzuknüpfen", möchte Meyer auch die dritte Saison in Folge mit den Groß-Rohrheimern im Bergsträßer Fußball-Oberhaus bleiben. "Im Moment sieht es ja danach aus, dass wir diesmal wohl nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Mal sehen, wo die Reise hingeht, aber ein einstelliger Tabellenplatz ist für uns schon drin", glaubt der Stürmer. Im Oktober wird Meyer von Karlsruhe nach Stutensee umziehen. "Dann bin ich 20 Minuten schneller beim Training, wobei ich trotzdem weiterhin nur eine Trainingseinheit pro Woche schaffe", nimmt er einiges auf sich, um für den FCA spielen zu können. "Ich werde das hier aber nicht mehr drei Jahre lang machen", denkt Sven Meyer auch schon an ein Ende seiner Karriere auf dem Fußballplatz.

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