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Tischtennis Drittligist Lampertheim will ohne Heimspielniederlage überwintern / Am Sonntag kommt Geheimfavorit Union Velbert

Für TTC schließt sich ein Kreis

Lampertheim.Sein erstes Spiel in diesem Jahr hat das Tischtennis-Herrenteam des TTC Lampertheim gegen den SV Union Velbert bestritten. Der 6:3-Heimsieg im Januar war der Auftakt einer denkwürdigen Rückserie, in der die Südhessen sieben von acht Partien gewannen – und an deren Ende sie sensationell Vizemeister der 3. Bundesliga Nord waren.

Es ist also fast überflüssig zu erwähnen, dass sich für den TTC ein Kreis schließen wird, wenn Velbert am Sonntag (14.30 Uhr) zum letzten TTC-Heimspiel 2019 in der Sedanhalle gastiert. „Wir sind das ganze Jahr über zu Hause ungeschlagen geblieben. Wenn es auch beim neunten Heimspiel des Jahres dabei bleibt, wäre das ein Traum“, hofft TTC-Vorsitzender Uwe van gen Hassend. Die letzte Heimniederlage datiert vom 30. September 2018, damals gab es ein knappes 4:6 gegen den späteren Meister 1. FC Köln.

Vom Tabellenstand will sich der 59-jährige Vereinsboss nicht blenden lassen. „Velbert ist zweimal mit einer ganz schwachen Mannschaft antreten“, erklärt van gen Hassend, warum die als Mitfavorit gehandelten Nordrhein-Westfalen derzeit mit 7:7 Punkten nur auf dem sechsten Platz stehen. Vor allem mit dem 5:5 beim Letzten SV Siek und der 4:6-Heimniederlage gegen Hannover 96 war nicht zu rechnen.

Damen nur Außenseiter

Lampertheims Herren stehen überraschend besser da – auch gemessen an ihren eigenen Erwartungen, am Saisonende zwischen Platz vier und sechs zu landen. Mit 9:5 Zählern liegt der TTC gleichauf mit dem Dritten Düsseldorf. Klammert man die standesgemäßen Niederlagen bei Primus Berlin (1:6) und beim Zweiten Fulda II (1:6) aus, haben die Spargelstädter bis jetzt alle Kontrahenten geschlagen, die im Vorfeld als machbar galten. Die einzige Ausnahme bildet das 5:5-Heimremis gegen den Vorletzten TSV Schwarzenbek am ersten Spieltag. Das ist zugleich der bislang einzige Punktverlust des TTC vor vertrauter Kulisse in diesem Jahr.

Vor dem Match gegen Velbert sagt van gen Hassend trotzdem: „Das wird sehr schwer.“ Er geht fest davon aus, dass der SV Union am Sonntag zum zweiten Mal nach dem 1:6 gegen Berlin in Bestbesetzung antreten wird. Gegen Tabellenführer Hertha gab Constantin Cioti seinen Saisoneinstand. Der 36-jährige Rumäne, 2013 Deutscher Meister mit Werder Bremen, war in der vergangenen Spielzeit maßgeblich am Aufstieg des Süd-Drittligisten TV Leiselheim in die 2. Bundesliga beteiligt. „Wenn Velbert wollte, hätte der Verein ganz andere Ambitionen als die 3. Liga“, ist van gen Hassend überzeugt.

Die Lampertheimer Herren waren zuletzt spielfrei – zumindest alle bis auf Spitzenspieler Alfredas Udra, der beim World Cup im Teqpong in Budapest im Einzel und Doppel triumphierte (wir berichteten). Vor dem spielfreien Wochenende hatte der einzige hessische Vertreter in der Nord-Gruppe einen Punktspielmarathon mit drei Erfolgen und einer Niederlage bravourös hinter sich gebracht. „Alle sind fit, alle sind im Training und freuen sich auf das letzte Heimspiel, bevor es nächste Woche zum letzten Hinrundenmatch nach Düsseldorf geht“, setzt van gen Hassend auf „viele Fans“ und eine „gute Atmosphäre“ in der Sedanhalle.

Während die Lampertheimer Drittliga-Herren dem kommenden Wochenende zuversichtlich entgegenblicken, muss sich die TTC-Damenmannschaft in der Oberliga Hessen wohl auf die nächste Niederlage gefasst machen. Am Samstag (18.30 Uhr) schauen die Südhessinnen, die mit 3:11 Punkten den vorletzten Platz belegen, beim Tabellenvierten Blau-Weiß Münster (9:5 Zähler) vorbei.

„Wir sind krasser Außenseiter und können befreit aufspielen“, sagt van gen Hassend, der ohne Inessa Leckel (verletzt) und Tanja Haberle (Schule) planen muss: „Wir schauen schon auf das Spiel nächste Woche in Ober-Kainsbach.“ Mit einem Sieg beim Siebten (3:9 Punkte) am 7. Dezember könnten die TTC-Damen zum Hinrundenabschluss aus der Abstiegszone klettern.

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