Lokalsport Südhessen

Fußball-Gruppenliga Aufsteiger Eintracht Bürstadt startet mit großem Selbstbewusstsein

Ganz entspannt in Richtung Neuland

Archivartikel

Bürstadt.Die klassenhöchste Mannschaft aus dem Ried ist in dieser Saison ein Klassen-Neuling: In der Fußball-Gruppenliga Darmstadt war die Bürstädter Eintracht in ihrer 54-jährigen Vereinsgeschichte noch nie am Ball.

„Die Gruppenliga ist Neuland für die Eintracht. Wir freuen uns darauf, das neue Gebiet zu erkunden und lassen das alles auf uns zukommen“, sagt Bürstadts Vorsitzender Rainer Beckerle – und ergänzt hinsichtlich der sportlichen Ziele: „Natürlich hoffen wir, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden und am Ende der Saison auf einem guten Mittelfeldplatz stehen.“ Doch dabei geht es dem Eintracht-Chef nicht nur um eine nüchterne Platzierung in der Abschlusstabelle.

„Wir wollen auch die positiven Eindrücke mitnehmen und sind gerüstet. Für uns wird die Gruppenliga eine echte Erfahrung sein – davon gehe ich aus.“ Dass Beckerle, der den Club von der Wasserwerkstraße seit 2008 anführt, so tiefenentspannt daherkommt, hat vor dem Saisonstart bei Verbandsliga-Absteiger FC 07 Bensheim am Sonntag (15.15 Uhr, Weiherhausstadion) viele Gründe.

Ohne Gegentor Stadtmeister

Nach dem Triumph bei der Hallen-Stadtmeisterschaft Ende Dezember schnappten sich die Grün-Weißen am vergangenen Wochenende auch die Bürstädter Sommer-Trophäe – und blieben dabei ohne Gegentreffer. Vor allem jedoch kann sich die Eintracht nach dem überraschenden und nie gefährdeten Gewinn der Kreisoberliga-Meisterschaft mit breiter Brust präsentieren.

Die Früchte jahrelanger Arbeit – in diesem Jahr scheint die Eintracht sie endlich zu ernten. Wie groß das Vertrauen in den Kader von Trainer Benjamin Sigmund ist, zeigt sich auch anhand der Transferpolitik des Vereins: Bis auf Vassilios Theodorou, der vom FSV Riedrode zu seinem Stammverein zurückkehrte, verstärkte sich der Gruppenliga-Aufsteiger ausschließlich mit Akteuren, die zuletzt in der A-, B- oder gar C-Klasse am Ball waren. Dazu kommen mit Niclas Herzberger und Paul Herbel zwei vielversprechende Eigengewächse aus dem Bürstädter Jugendförderverein, die in der anstrengenden Vorbereitung – phasenweise standen bis zu sechs Einheiten pro Woche an – sehr gute Ansätze zeigten. Ob mit dieser unaufgeregten Art auch dem FC 07 Bensheim beizukommen ist, wird sich dann am Sonntag zeigen. cpa

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