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Fußball-A-Liga Lampertheimer stürzen nach 0:8-Debakel in Lindenfels auf letzten Platz / Azzurri verlieren Topspiel 1:4

Ganz schwere Zeiten für VfB

Ried.Am vorletzten Spieltag der Fußball-A-Liga in diesem Kalenderjahr trug lediglich der FV Biblis einen Sieg davon – gegen die zweite Garnitur des FV Fehlheim gewannen die Bibliser mit 3:2. Die Lampertheimer Azzurri verloren ihre letzte Heimpartie im Topspiel gegen A-Liga-Primus SSV Reichenbach mit 1:4, der VfB Lampertheim kassierte beim SV Lindenfels eine 0:8-Klatsche und übernimmt damit die Rote Laterne der Kreisliga A, weil der FV Hofheim beim FC 07 Bensheim II nicht über ein torloses Remis hinauskam und die SG NoWa bei der Birkenauer Anatolia mit 1:2 unterlag.

Azzurri – Reichenbach 1:4

Die Spargelstädter haben im Topspiel gegen A-Liga-Primus SSV Reichenbach den Sprung auf die Tabellenspitze verpasst. Mit 1:4 unterlagen die Azzurri den Reichenbachern und kassierten nach acht Spielen die erste Pleite seit sehr langer Zeit.

„Unsere Niederlage ist verdient. Der SSV hat richtig gut gespielt und war überlegen. Sie waren cleverer und haben auch in der Höhe verdient gewonnen. Letztlich muss man sagen, dass wir momentan für ganz oben noch nicht gut genug sind“, resümierte Oliver Rosinski, Co-Trainer der Lampertheimer, nach der Heimniederlage gegen den Ligaprimus.

In der ersten Halbzeit fingen die Reichenbacher einen Azurit-Einwurf ab und gingen durch Emre Gök in Führung (22.). Danach erhöhte der SSV durch einen verwandelten Foulelfmeter von Elemin Bihorcic auf 2:0 (44.), im zweiten Durchgang legte Vedat Sogukcesme nach (69.). Für die Entscheidung sorgte Ex-Ried-Kicker Wolfgang Greiss mit dem Treffer zum 4:0 (70.). Kurz vor dem Abpfiff erzielte Marcel Rose das einzige Azzurri-Tor mit einem Weitschuss aus 18 Metern. (88.).

FV Biblis – VfR Fehlheim II 3:2

Einen glücklichen Nachmittag erlebte Biblis-Trainer Thomas Roth beim letzten Heimspiel 2019 im eigenen Stadion. Mit 3:2 besiegten die Gurkenstädter die Fehlheimer Reserve und bleiben damit in Schlagdistanz zur Tabellenspitze.

„Ich bin mit diesem Ergebnis vollkommen zufrieden. Besser hätte es für uns eigentlich gar nicht laufen können. Trotzdem dürfen wir uns davon nicht blenden lassen. Dass ist nach wie vor lediglich eine Momentaufnahme. Wir sind zwar froh, dass es so gut gelaufen ist, aber wir können das auch gut einschätzen“, versuchte FVB-Coach Roth das Ergebnis zu relativieren. Zunächst brachte Dennis De Sousa Barba die Roth-Elf in Führung (4.), Neuzugang Alexander Rückher legte anschließend doppelt nach (19., 57.). Für die Fehlheimer trafen Orhan Kocak (40.) und Dominik Blome (68.).

Anatolia Birkenau – SG NoWa 2:1

„Das ist eine richtig bittere Niederlage für uns. Ich hatte mir von dieser Begegnung deutlich mehr erhofft, diese Niederlage ist sehr ernüchternd. Für uns wäre viel mehr drin gewesen. Wir sind aber viel zu spät aufgewacht“, haderte NoWa-Trainer Jens Stark nach der Auswärtsniederlage in Birkenau.

In der ersten Hälfte ließ die Spielgemeinschaft viele Chancen liegen, die Anatolia agierte dagegen konsequent und ging durch einen verwandelten Foulelfmeter von Karim Saine in Führung (20.). Danach köpften die Birkenauer zum 2:0 ein (50.). Anschließend dezimierte sich die Anatolia mit einer Roten Karte gegen Seedy Sonko, der gegen Philipp Grünig nachtrat, selbst. Die SG NoWa konnte die Überzahl jedoch nicht ausnutzen. Kapitän Tobias Theiss und Benedikt Bersch ließen ihre Möglichkeiten liegen, lediglich Benedikt Barsch traf einmal zum 1:2-Endstand (78.).

Lindenfels – VfB Lampertheim 8:0

Durch eine 0:8-Auswärtsklatsche in Lindenfels purzelte der VfB auf den letzten Platz der Kreisliga A. „Unser Sieg ist auch in der Höhe angemessen, wir hätten eigentlich schon viel früher entscheidend führen können“, fasste Lindenfels-Coach Thomas Felber die einseitige Partie knapp zusammen. Für den SVL trafen Peter Meister (12., 77.), Andre Wörle (15., 86.), Julian Prikel (24., 88.), Christoph Ihrig (62.) und Stephan Weber (73.).

FC 07 Bensheim II – FV Hofheim 0:0

Mit einer torlosen Punkteteilung gegen den bisherigen Tabellenletzten aus Bensheim mussten die Hofheimer im Kellerkrimi die Heimreise antreten. Da der FVH in Bensheim nicht traf und sich letztlich nur mit einem Auswärtspunkt begnügen musste, gaben die Nullsiebener die Rote Laterne an den VfB Lampertheim ab. Für die Hofheimer bleibt die Lage dagegen prekär, denn der FVH rangiert FVH auf dem 14. Rang, der momentan die Abstiegsrelegation bedeuten würde. rago

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