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Fußball-Gruppenliga Riedrode geht nach 3:1 gegen Nauheim als Tabellendritter ins Bürstädter Derby / Eintracht besiegt Michelstadt 2:1

Gelungene Generalproben

Ried.Mit zwei späten Siegen haben sich die Bürstädter Fußball-Gruppenligisten auf das Derby am kommenden Sonntag eingestimmt. Eintracht Bürstadt schlug den VFL Michelstadt mit 2:1 (1:1), Aufsteiger FSG Riedrode feierte einen 3:1 (0:1)-Heimdreier über den SV Nauheim.

Et. Bürstadt – Michelstadt 2:1

Ein Spaziergang war der Eintracht-Heimsieg gegen den Vorletzten vor 90 Zuschauern nicht. „Gegen sehr defensiv stehende Michelstädter haben wir das Heft sofort in die Hand genommen, es nach dem 1:0 aber versäumt, schnell das zweite Tor nachzulegen“, meinte Bürstadts Spielertrainer Benjamin Sigmund. Die Führung durch Neuzugang Riccardo Presti, der eine Hereingabe von Andi Schwöbel vergoldete (20.), währte nicht lange. Nach einem Standard kamen die Gäste durch Lutz Reubold zum 1:1 (22.). In Minute 48 fiel Schwöbel im VFL-Strafraum, den fälligen Elfmeter setzte Klaudi Buraku allerdings an den Pfosten. Die Partie verlagerte sich zunehmend in die Gästehälfte, doch erst in der letzten Viertelstunde ging es richtig hoch her. Ein Treffer von Eintracht-Angreifer Juan Marroqui Cases wurde wegen Abseits‘ nicht anerkannt (77.). Kurz darauf scheiterte Sturmpartner Paul Herbel erst am Pfosten (82.) und dann am glänzend reagierenden VFL-Torwart Noah Maruhn (85.). Einem Kopfballtreffer durch Xhino Dushaj ging ein Foul voraus (86.), eine Hereingabe von Luca Schäfer verpasste Marroqui Cases knapp (87.).

So dauerte es bis zur Nachspielzeit, ehe Herbel den Ball nach einer Einzelaktion zu Kapitän Flamur Bajrami passte, der zum 2:1-Endstand abzog (90.+1). „Daran, dass dieser Sieg für uns verdient war, gibt es nichts zu rütteln“, fand Bürstadts Fußball-Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher. Er konnte nur eines bemängeln: „Wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen. Wir können uns nicht immer darauf verlassen, dass wir in der letzten Minute treffen.“ Coach Sigmund hielt dagegen: „Wenn man in so einem Spiel am Ende trifft, ist das kein Zufall. Aber sicherlich muss man es nicht so spannend machen.“ Nach dem Pokalmatch in Mitlechtern am Mittwochabend wartet am Sonntag (15 Uhr) das Derby gegen Riedrode auf die Eintracht, die nach dem dritten Sieg in Serie mit zwölf Punkten auf Rang fünf steht. „Es ist angerichtet. Wir freuen uns darauf und hoffen, dass die Zuschauer es honorieren werden“, so Haßlöcher.

Riedrode – Nauheim 3:1

Auch für die FSG war es der dritte Sieg in Folge – und ein hart erkämpfter oben drauf. „Die Nauheimer waren mental und körperlich sehr stark, sie können es jedem Gegner in dieser Klasse schwer machen. Ab der 70. Minute haben sie aber nachgelassen. Da kam wohl das 3:4 gegen Langstadt/Babenhausen am Donnerstagabend zum Tragen“, meinte FSG-Coach Andreas Keinz: „Wir wollen nicht auf hohem Niveau jammern, aber vor dem 0:1, das aus dem Nichts fiel, hätten wir 2:0 führen können.“ Vor dem 0:1 durch Erva Atagül (24.) war ein Schuss von Mario Basyouni vom Pfosten abgeprallt, bei einer weiteren FSG-Chance hatte Sinisa Pitlovic überhastet abgeschlossen. In der zweiten Hälfte erhöhte Riedrode vor 150 Zuschauern die Schlagzahl. Mit Erfolg: Pitlovic holte einen Strafstoß heraus, den Kapitän Tomislav Tadijan zum 1:1 verwandelte (70.). Die Vorentscheidung folgte in Minute 85: Pitlovic fiel an der Strafraumgrenze, der Schiedsrichter gab erneut Elfmeter und schickte Nauheims Suhaib Yagub mit Gelb-Rot runter. Tadijan traf zum 2:1 und machte kurz danach mit dem 3:1 alles klar (90.). Mit 13 Punkten aus sechs Partien grüßen die Riedroder jetzt von Platz drei. „Das ist ein Top-Wert für einen Aufsteiger. So wollen wir weitermachen“, freut sich auch Keinz auf das Bürstädter Derby. Am Mittwoch muss die FSG aber noch im Kreispokal bei C-Ligist Elmshausen ran. cpa

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