Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksliga A Derby der FSG Biblis/Gernsheim gegen den HC VfL Heppenheim birgt viel Brisanz

Gipfeltreffen und Wiedersehen mit dem Ex-Trainer

Biblis.Das Derby der Frauenhandball-Bezirksliga A zwischen der FSG Biblis/Gernsheim und dem HC VfL Heppenheim ist an Brisanz kaum zu überbieten: Die Bibliserinnen empfangen morgen um 16 Uhr in der Gernsheimer Gutenberg-Schule als Tabellenführer den einzig verbliebenen Verfolger.

Und als wäre das nicht schon genug, kommt es auch zum Wiedersehen mit dem alten Coach für die FSG: Sascha Köhl, bis vergangenen Sommer lange Jahre Trainer in Biblis, kehrt mit den Kreisstädterinnen zurück und will alles daran setzen, die Punkte zu entführen und Revanche für die bittere 16:21-Hinspielniederlage zu nehmen. Doch da hat natürlich Bernd Seiberth etwas dagegen: Der Trainer des Spitzenreiters sieht seine Mannschaft bestens vorbereitet und heiß auf dieses Duell.

„Wir haben sogar an Rosenmontag komplett trainiert. Alle sind fit. Die Mädels wissen, um was es geht. Wir werden Heppenheim nicht unterschätzen, zumal wir auch noch gut wissen, wie es im Hinspiel lief“, erinnert sich Seiberth an die Partie aus dem Oktober zurück. Damals war es lange Zeit ein Spiel auf Augenhöhe. Dann parierte Lea Milius zwei Strafwürfe des HC VfL und ebnete damit den Weg zum Bibliser Sieg.

Weiße Weste

„Das wird auch diesmal ein umkämpftes Spiel“, ist der FSG-Coach überzeugt, strahlt aber angesichts der bisher beeindruckenden Ausbeute von 20:0 Punkten Optimismus aus: „Bei allem Respekt, aber wie immer wollen wir auch gegen Heppenheim unser Tempospiel durchziehen. Wenn wir das abrufen, was wir bisher in der Runde abgerufen haben, werden wir gewinnen.“

Für die Gäste könnte sprechen, dass sie mehr Spielpraxis haben. Während Biblis in diesem Jahr erst zwei Partien hatte, war der HC VfL schon viermal am Ball. Darunter fiel auch die 23:24-Niederlage in Zwingenberg, die laut Köhl die Meisterschaft schon entschied: „Natürlich ist die FSG schon durch. Der Vorsprung von sechs Punkten ist zu viel. Das ist nicht mehr aufzuholen. Aber wir wollen ihnen die ersten Zähler abnehmen und zeigen, was wir können“, will er seinem neuen Team gegen seine alten Spielerinnen die passenden taktischen Vorgaben mit auf den Weg geben: „Wir werden gut vorbereitet sein. Danach wünsche ich Biblis einen schönen Saisonendspurt, verletzungsfreie Spiele und eine schöne Meisterschaftsfeier.“

Davon will Seiberth aber noch nichts hören: „Wenn wir gewinnen, ist das ein riesen Schritt Richtung Titel“, so der FSG-Trainer angesichts von dann acht Punkten Vorsprung. Aber er weiß auch: Bei einer Niederlage sind es nur noch vier Zähler und im Gegensatz zu Heppenheim, das anschließend nur noch vier Partien zu absolvieren hat, muss seine Mannschaft nach dem Spitzenspiel noch siebenmal ran. Unter anderem muss Biblis noch zum Dritten nach Zwingenberg, zum Vierten nach Büttelborn und zum Fünften Fürth/Krumbach. Der Spitzenreiter hat gegen diese Teams in der Hinrunde zwar gewonnen, dennoch tritt Seiberth auf die Bremse – noch. me

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