Lokalsport Südhessen

Fußball-Kreisoberliga VfR Bürstadt muss am Donnerstag ohne Böck und Kilic zum ersten Relegationsspiel nach Geinsheim

Göbel vertraut Beißerqualitäten

Archivartikel

Bürstadt.Wie immens die Fallhöhe für den VfR Bürstadt in der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße wirklich war, begreift die Mannschaft von Karl-Heinz Göbel wohl erst in diesen Tagen. „Am Sonntag hätten wir aus eigener Kraft Meister werden können. Vier Tage später müssen wir in die Relegation. Das schüttelt man nicht einfach so weg“, sagt der scheidende VfR-Trainer vor dem ersten Spiel der Dreier-Runde am Donnerstag (16 Uhr) beim SV Geinsheim.

Am Sonntag mussten die Schwarz-Weißen, die vor dem letzten Spieltag wegen des direkten Vergleichs vor der punktgleichen FSG Riedrode auf Platz eins lagen, den Traum vom direkten Aufstieg in die Gruppenliga begraben: Beim TV Lampertheim kam der VfR nur zu einem 2:2, Lokalrivale Riedrode zog mit einem 8:1 gegen Olympia Lorsch vorbei. Dem VfR bleibt jetzt nur noch der Weg über die Relegation. An Christi Himmelfahrt sind die Bürstädter zu Gast beim SV Geinsheim, dem Vizemeister der Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau. Am Mittwoch, 5. Juni (19 Uhr, Robert-Kölsch-Stadion) empfängt der VfR den Odenwald-Vizemeister Hassia Dieburg zum dritten und letzten Match der Aufstiegsrunde. Dieburg und Geinsheim treffen am kommenden Sonntag aufeinander.

Die Teamsitzung am Dienstagabend nahm Göbel zum Anlass, um einen bewegenden Appell an seine Schützlinge zu richten. „Vor zweieinhalb Jahren war der VfR mit einem Bein in der A-Liga. Jetzt sind wir als beste Auswärts- und beste Rückrundenmannschaft Vizemeister geworden. Die Eintracht ist im vergangenen Jahr mit 66 Punkten souverän Meister geworden – wir haben 69 Punkte geholt und vielen Widerständen, wie unserer Trainingssituation im Winter, getrotzt. Hier muss keiner den Kopf senken. Meine Mannschaft und auch mein Trainerteam haben hervorragende Arbeit geleistet“, holt er aus. In der Relegationsrunde sieht Göbel seine Elf dennoch als „klaren Außenseiter“, wie er betont: „Gerade Geinsheim ist in der Breite besser aufgestellt als wir.“ Zum Vergleich: Die Geinsheimer holten in ihrer Liga 65 Punkte, Dieburg kommt auf 62 Zähler. „Wir werden alles raushauen, was wir noch haben“, verspricht Göbel, der den Traditionsverein nach dieser Saison verlassen wird (wir berichteten).

„Haben eine sehr gute Moral“

Was für seine Truppe spricht, kann der 57-jährige Lampertheimer schnell auf den Punkt bringen: „Ich habe noch nie eine Mannschaft gehabt, die über zehn Monate so dicht an einem Gegner wie dem FSG Riedrode drangeblieben ist und gebissen hat. Wir haben eine sehr gute Moral und Kameradschaft. An einem vernünftigen Tag können wir für eine Überraschung sorgen.“ In Geinsheim muss der VfR die Überraschung allerdings ohne zwei Leistungsträger angehen. Dennis Böck, der sich gegen den TVL eine Beckenprellung zuzog, und Kadir Kilic (Bänderriss) fallen aus. cpa

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