Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Trainer Roth muss im A-Liga-Derby improvisieren / SG Nordheim/Wattenheim will sich nach 2:8 in Lörzenbach rehabilitieren

Große Personalnot beim FV Biblis

Archivartikel

Wattenheim.Wer wird in der Fußball-Kreisliga A in Biblis am Saisonende die Nummer eins sein? Auf diese Frage könnte das Stadtderby am Sonntag um 15.15 Uhr auf dem Rasenplatz in Biblis-Wattenheim schon eine erste Antwort geben, wenn sich die SG Nordheim/Wattenheim und der FV Biblis gegenüberstehen. „Der FV hat zurzeit 28 Punkte und damit genauso viele wie wir, steht aber aktuell mit Rang zehn zwei Plätze vor uns. Das würden wir natürlich gerne ändern“, freut sich SG-Co-Trainer Daniel Theiss auf das Lokalduell in der Gurkenstadt.

Seit dem vergangenen Wochenende müssen die beiden A-Ligisten aus Biblis nicht mehr um den Klassenerhalt bangen, denn mit 28 Zählern ist auch ein Absturz auf den Relegationsrang schon jetzt nicht mehr möglich. „Als ich beim FV Biblis als Trainer übernommen habe, war es das Ziel, den Klassenerhalt so früh wie möglich zu schaffen – das ist uns jetzt bereits vier Spieltage vor Schluss gelungen“, ist FVB-Trainer Thomas Roth froh, dass die Blau-Weißen aus Biblis nicht mehr in den Abstiegsstrudel geraten können.

„Gerade fünf Mann im Training“

Die Personaldecke ist zurzeit überaus dünn. „Wir werden für den Sonntag schon noch zwölf, dreizehn Spieler zusammenbekommen. Aber wer dann wirklich alles spielt, das weiß ich selbst noch nicht. Am Dienstag hatten wir gerade einmal fünf Mann im Training. Drei sind in Urlaub, drei verletzt, einer krank – so groß ist der Kader nicht. Wir tun jedenfalls im Moment alles, um genügend Spieler auf den Platz zu bringen. Im Derby will doch eigentlich jeder spielen“, betont Roth.

Obwohl die SG Nordheim/Wattenheim aufgrund der Ergebnisse der Kellerkinder am vergangenen Wochenende den Verbleib in der A-Liga rechnerisch klar machte, war bei der Sportgemeinschaft keine Feierstimmung angesagt. „Das 2:8 in Lörzenbach war schon ein sehr deutliches Ergebnis, das uns auch weh tat. Vielleicht hätten wir uns beim Stand von 2:5 oder 2:6 schon hinten rein stellen sollen, um das Resultat erträglicher zu gestalten, aber das haben wir nicht getan“, kann sich Co-Trainer Daniel Theiss, der in Lörzenbach den in Urlaub weilenden NoWa-Cheftrainer Jens Stark vertrat, bis heute noch nicht so richtig erklären, warum die SG trotz der frühen 1:0-Führung am Ende beim Bergsträßer Pokalfinalisten so heftig einbrach. „Am Sonntag erwarte ich von der Mannschaft schon eine Reaktion auf diese Klatsche – und aus dem Hinspiel gegen den FV Biblis haben wir ja auch noch etwas gutzumachen. Damals haben wir dort etwas unglücklich mit 0:1 verloren“, erläutert Theiss, der selbst am Sonntag wohl auch wieder als Spieler auf der Ersatzbank Platz nehmen wird. Bei seinem Bruder Tobias müsse noch abgewartet werden, ob es nach seiner Zerrung schon wieder geht.

Bei den Gästen aus der Kernstadt wird Thomas Roth dagegen definitiv auf Routinier Denny Osswald verzichten müssen. „Er saß zuletzt schon im Spiel gegen den VfB Lampertheim auf der Bank, obwohl er Grippe hatte. Da geht jetzt einfach die Gesundheit vor“, unterstreicht Roth, der in Sachen Spielerpersonal auch nicht richtig auf die zweite Mannschaft des FVB zurückgreifen kann. „Vielleicht kommt da noch einer mit hoch zu uns, aber letztlich braucht auch unsere Zweite selbst jeden Mann, schließlich geht es für sie noch um den Klassenerhalt in der C-Liga.“

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