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Fußball Norwegen verpasst die Europameisterschaft

Haaland sehr verärgert

Archivartikel

Oslo.Was für eine Generation! Im Angriff spielt das Dortmunder Naturereignis Erling Haaland und gleich daneben der Leipziger 20-Millionen-Euro-Einkauf Alexander Sörloth. Dahinter noch ein „Wunderkind“ namens Martin Ödegaard, das schon mit 16 Jahren bei Real Madrid unterschrieb. Alle Beobachter sind sich einig: Das ist die beste und vor allem zukunftsträchtigste Fußball-Nationalmannschaft, die die große Ski- und Handball-Nation Norwegen jemals hatte. Allerdings bleibt dieser Mannschaft gleich ihre erste große Bühne im nächsten Jahr verwehrt, denn Haaland und Co scheiterten überraschend in den Play-off-Spielen zur Europameisterschaft 2021 mit 1:2 nach Verlängerung an Serbien.

„Ich will nicht fluchen, aber ich bin ziemlich sauer“, sagte der erst 20 Jahre alte Haaland danach in einem Interview des TV-Senders „TV2“. „Wir hatten eine gute Möglichkeit, um zur EM zu kommen, aber wir sind ganz einfach nicht gut genug. Serbien ist besser als wir und sie haben verdient gewonnen.“ Das sei „eine Enttäuschung“.

Nationaltrainer in der Kritik

Dabei klang die Strategie der Norweger sehr vielversprechend. Sie sahen die vielen Talente, die im Land heranwachsen, und brauchten vermeintlich nur noch jemanden, der sie zu einem wettbewerbsfähigen Team formt. Die Wahl fiel vor drei Jahren auf den Schweden Lars Lagerbäck, der zwar mittlerweile 72 Jahre alt ist, dafür aber in seiner langen Karriere schon mehrfach sein Heimatland, die „Super Eagles“ aus Nigeria (WM 2010) und selbst den krassen Außenseiter Island (EM 2016) zu großen Turnieren geführt hatte.

Seit der Niederlage gegen die Serben aber glauben viele, dass ein konservativ denkender Trainer und eine Ansammlung von Hochbegabten, die im Ligaalltag mit ihren Spitzenclubs fast jeden Gegner dominieren, vielleicht doch nicht so gut zusammenpassen. „Ich habe mich überhaupt nicht ins Spiel involviert gefühlt“, klagte Haaland hinterher. Das wird ihm nun als Kritik an Lagerbäck ausgelegt. „Ich habe kein Problem damit, zur Seite zu treten, falls mein Arbeitgeber dies wünscht“, sagte Lagerbäck im Ullevaal Stadion. dpa

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