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Fußball 36. Ausgabe des Turniers beim TVL verspricht attraktive Paarungen / Aber viele Ried-Teams verzichten auf den Budenzauber

Hallen-Cup will Trend trotzen

Archivartikel

Lampertheim.Nein, kleiner als sonst werde der 36. TVL Hallen-Cup am 8., 10. und 12. Januar in der Jahnhalle nicht ausfallen, sagt Michael Metzner. „Es sind 15 Mannschaften dabei – und damit so viele wie in den vergangenen Jahren“, stellt der Turnierorganisator vom TV Lampertheim klar. Ein paar Hindernisse mussten Metzner und seine Kollegen in den vergangenen Wochen und Monaten allerdings schon aus dem Weg räumen.

„15 Mannschaften zusammenzubekommen, war schon immer schwierig. Das hat sich in diesem Jahr bewahrheitet“, räumt er ein. Denn einige Teams, auf die der TVL fast immer setzen konnte, sind diesmal nicht mehr dabei. Auffällig schwach ist das Ried vertreten. Sieht man von den Lokalmatadoren FC Olympia, AS Azzurri und SG Hüttenfeld ab, ist D-Ligist Birlikspor Biblis der einzige Teilnehmer aus der näheren Umgebung.

Allen voran sagte mit Gruppenligist FSG Riedrode der amtierende Hallencup-Champion ab. Aber auch VfR und Eintracht Bürstadt sowie der SV Bobstadt bleiben dem traditionsreichen Kick im Sportzentrum Ost (Metzner: „Hier hat sich immer der Fußballkreis Bergstraße getroffen“) fern. Der FV Biblis, die SG Nordheim/Wattenheim und Alemannia Groß-Rohrheim sind ebenfalls nicht vertreten.

Stadtderby zum Auftakt

Die Gründe für die Absagen sind vielfältig: Angst vor möglichen Verletzungen auf dem Hallenboden, bestehende oder überstandene Blessuren, Fokussierung auf die Restrunde, fehlende Motivation. Entscheidend – etwa bei der Bürstädter Eintracht – kam hinzu, dass der TVL Hallencup nicht mehr als Qualifikation für das gestrichene „MorgenMasters“ in Mannheim dient. „In den letzten Jahren konnten wir das Feld zur Not mit Teams auffüllen, die bei anderen Quali-Turnieren nicht untergekommen waren“, weiß Metzner.

Wegen akuter Personalnöte mussten mit den A-Ligisten FV Hofheim und VfB Lampertheim auch zwei Clubs aus der Spargelstadt passen. Die SG Waldesruh/Waldhorn Lampertheim fehlt wegen einer Veranstaltung. Auch deshalb wird der TVL seine erste und auch seine zweite Mannschaft ins Rennen schicken. „In unserer 1b, die sich im Sommer neu gegründet hat, haben wir lauter junge Spieler, die kicken können und wollen. Dem haben wir Rechnung getragen“, erklärt Metzner.

Trotzdem kommt das diesjährige Teilnehmerfeld durchaus attraktiv daher. Vor allem in der Gruppe A mit der ersten TVL-Mannschaft, dem TSV Amicitia Viernheim (Kreisliga Mannheim), Verbandsligist TSG 62/09 Weinheim, TuS Neuhausen (A-Klasse Alzey-Worms) und B-Ligist FC Olympia dürfte es heiß hergehen. Mit dem Stadtderby zwischen dem TVL, aktuell Zweiter in der Kreisoberliga, und der Olympia wird der Hallen-Cup eröffnet.

In Gruppe B trifft D-Ligist TVL II auf den SKV Sandhofen (Kreisklasse A2 Mannheim) mit dem im Ried bestens bekannten neuen Trainer Christian Hofsäß, Kreisoberligist TSV Auerbach, den FC Hochstätt Türkspor (Kreisliga Mannheim) und den SV Rohrhof (Kreisklasse A1 Mannheim). In Gruppe C bekommt es A-Ligist Azzurri mit B-Ligist SGH, Landesligist Phönix Schifferstadt, dem FSV Abenheim (B-Klasse Alzey-Worms) und Birlikspor zu tun.

Der Modus ist altbewährt. Am Mittwoch und Freitag (ab 17.30 Uhr) steigen je 15 Gruppenpartien. Die jeweils zwei Gruppenbesten und die zwei besten Dritten ziehen ins Viertelfinale ein. Mit der K.o.-Phase geht es am Sonntag um 14 Uhr weiter. Das Finale steigt um 17.45 Uhr.

Ob der Hallen-Cup ein Erfolg wird, will Metzner an der Resonanz festmachen. „Zuletzt hatten wir immer 800 bis 900 Zuschauer. Wenn wir das annähernd erreichen, können wir sehr zufrieden sein“, ist der Planer des größten Hallenturniers im Ried „gespannt“: „Der VfB wird uns natürlich fehlen. Die hatten immer ihren Anhang dabei.“ Sportlich hat Metzner keine Bedenken: „Die Mannschaften, die bei uns waren, waren immer sehr zufrieden. Die Stimmung in der Halle, die umlaufende Bande mit abgerundeten Ecken, die Vielzahl an Toren – da gibt es keine langweiligen Spiele.“

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