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Tennis Corona-Zwangspause bringt Profis in Schwierigkeiten

Hanfmann macht sich Sorgen

Archivartikel

Höhr-Grenzhausen.Gegen Rekordchampion Rafael Nadal hat Yannick Hanfmann keine Chance. Glatt in drei Sätzen verliert der Qualifikant seine Erstrundenpartie bei den French Open. Es ist Ende Mai 2019, Hanfmann kassiert für sein Ausscheiden in Paris 46 000 Euro. Ein Jahr später bleibt Hanfmann in der Corona-Krise nichts anderes übrig, als ein inoffizielles Event im rheinland-pfälzischen Höhr-Grenzhausen zu spielen. Er gewinnt es. Er habe damit 700 Euro und eine kleine Antrittsprämie verdient, erzählte der Tennisprofi.

„Eine Dauerlösung ist es nicht. Da kommt man nicht so weit mit. Da mache ich mir schon ein bisschen Sorgen“, sagte Hanfmann. Ab Donnerstag spielt er auch den zweiten Teil der kleinen Serie unter Ausschluss des Publikums und mit strengen Hygieneregeln mit. Immerhin bietet es schlechter platzierten Tennisprofis die Möglichkeit, „dass man ein bisschen über die Runden kommen kann“.

Hanfmann selbst findet seine finanzielle Situation in der Corona-Zwangspause noch „in Ordnung“. Noch. „Wenn der Lockout noch das ganze Jahr andauert, dann würde ich mir auf jeden Fall auch Gedanken machen“, sagte der Weltranglisten-143. aus Karlsruhe. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass das auf ihn zukommt. Nicht wenige haben die internationale Saison für 2020 bereits abgeschrieben. Mindestens bis zum 13. Juli ruht die Tour.

Hilfe für 800 Profis angekündigt

„Da ist schon die Frage, wie sehr so ein Jahr auf lange Sicht auch wehtun kann“, sagte der 28-Jährige. „So richtig absichern für die Jahre danach kann man in diesem Jahr mit Sicherheit gar nicht.“ Auch generell sei es schwierig, etwas für die Zukunft zurückzulegen. Hanfmann sieht besonders die Profis ab den Positionen 150 bis 200 betroffen. Hilfen sind unterdessen angekündigt. Mehr als sechs Millionen Dollar habe man zusammengetragen, teilten die Tour-Organisatoren ATP und WTA, der Weltverband ITF und die Veranstalter der vier Grand-Slam-Turniere am Dienstag mit. Das Geld soll unter rund 800 Profis verteilt werden. dpa

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