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Fußball Marcel Heller und Tobias Kempe haben bei Darmstadts Trainer Dimitrios Grammozis aktuell einen schweren Stand

Harte Zeiten für Lilien-Ikonen

Archivartikel

Darmstadt.Die alten Helden haben es derzeit schwer beim SV Darmstadt 98. Marcel Heller saß beim Auswärtsspiel gegen den VfL Bochum zunächst nur auf der Bank, Tobias Kempe war gar nicht erst im Kader. Der 33 Jahre alte Heller wurde zur Pause eingewechselt, köpfte als Joker den Ausgleich zum 2:2-Endstand und machte damit Werbung in eigener Sache. Kempe, mittlerweile 30 Jahre alt, hatte diese Möglichkeit nicht.

Dabei ist Kempe ein Spieler für die wichtigen Tore. 2015 schoss er die Lilien mit einem Freistoß am letzten Spieltag in die Bundesliga, 2018 bewahrte er sie ebenfalls am letzten Spieltag mit seinem Tor vor dem Abstieg in die 3. Liga. Zudem war er in den vergangenen zwei Jahren mit Abstand der beste Scorer seines Teams.

Neues System

Doch in dieser Saison ist er nur Ersatz – bestenfalls. Kempe passt nicht mehr so richtig in das System von Trainer Dimitrios Grammozis. Für das offensive Mittelfeld hat er Geschwindigkeitsdefizite gegenüber seinen Konkurrenten, für das zentrale Mittelfeld mangelt es ihm an Defensivstärke.

In den vergangenen Wochen wurde Grammozis wiederholt auf Kempe angesprochen und äußerte sich immer ähnlich. Man habe ihm bereits vor der Saison gesagt, dass es diese Spielzeit schwierig mit Einsatzzeiten werden könne. Wie jeder andere Spieler könne sich Kempe im Training anbieten. Seine Trainingsleistung sei tadellos.

Flügelflitzer Heller ist der einzige Spieler im Kader, der mit den Lilien bereits 2014 in die 2. Liga aufgestiegen war. Dass er am vergangenen Wochenende erstmals seit seiner Rückkehr ans Böllenfalltor im Jahr 2018 zunächst auf der Bank saß, nahm er mit Verständnis. „Ich hatte ja in den Spielen davor genug Aktionen, wo mir die letzte Konsequenz gefehlt hat“, sagte er. Der Trainer habe ihm seine Entscheidung erklärt.

Seinen Treffer sah er dann auch nicht als Trotzreaktion. Er wolle der Mannschaft immer helfen, egal ob von Anfang an oder als Einwechselspieler. „Wir müssen uns da alle unterordnen und schauen, dass wir als Mannschaft zusammenbleiben und dann am Freitag den nächsten Sieg einfahren.“

Duell mit dem KSC

Dann geht es gegen Aufsteiger Karlsruher SC – und da sollte die Mannschaft nach sechs Spielen ohne Sieg endlich wieder gewinnen, um Rang 16 zu verlassen. Das letzte Aufeinandertreffen in der Saison 2014/15 ging mit 1:0 an die Lilien. Torschütze damals: Kempe. Und die Vorlage kam von Heller.

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