Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Olympia-Stürmer Michael Reichardt will es noch mal wissen

Heimniederlage setzt neue Energien frei

Archivartikel

Lampertheim.Mit seinen Toren zum 4:2 und 5:2 hat Stürmer Michael Reichardt am vergangenen Sonntag dem FC Olympia Lampertheim im B-Ligaderby bei der FSG Riedrode den Weg zum 7:2-Kantersieg. „Mit einem Sieg in dieser Höhe hatten wir nicht gerechnet, schließlich hat die FSG Riedrode II eine gute Mannschaft und sie sind ja nach dem 3:0 wieder auf 3:2 herangekommen, da wurde es noch mal eng“, freute sich der 26-Jährige, dass er die Gäste mit seinen Treffern endgültig auf die Siegerstraße brachte.

Reichardt steht dabei durchaus stellvertretend für die Fahrt, die der FCO in den jüngsten drei Ligaspielen mit drei Siegen und satten 18:4 Toren aufgenommen hat. So traf er in diesen Begegnungen fünf Mal und erzielte damit in dieser kurzen Spanne genauso viele Treffer, wie bei seinen 18 Saisoneinsätzen zuvor.

Team richtig gut drauf

„Natürlich freut es mich, dass ich meine Torausbeute zuletzt verdoppeln konnte und ich würde jetzt schon gerne in der Runde noch auf 20 Tore kommen, aber die Tore schieße ich ja nicht alleine“, weiß der 26-Jährige, dass das ganze Team im Moment richtig gut drauf ist. Dabei hatte die Olympia im Februar mit der 1:4-Heimpleite gegen Affolterbach keinen guten Auftakt in die verbleibende Runde hingelegt. „Nach dieser doch sehr enttäuschenden Heimniederlage hat unser Trainer Thomas Düpre die richtigen Worte gefunden“, hat für Reichardt der Trainer der Spargelstädter großen Anteil daran, dass die Olympia als Zwölfter nur noch zwei Zähler von einem einstelligen Tabellenplatz entfernt ist. „Den zu holen wäre für uns super. Das ist auch unser erhofftes Saisonziel. Zuerst geht es aber darum, in der Liga zu bleiben“, richtet Reichardt seinen Blick auch nach unten.

Dass der 26-Jährige wieder an alte Torjägerqualitäten anknüpft, ist dabei keineswegs selbstverständlich. „Ich hatte die Fußballschuhe ja für die letzten drei Jahre an den Nagel gehängt, auch weil es nach der Geburt vom meinem Sohn Lias galt, das eigene Leben neu zu ordnen. Den Kontakt zu FCO-Sportausschuss Patrick Andres habe ich aber nie verloren und da mein Pass ja sowieso noch bei der Olympia lag, habe ich vor dieser Runde wieder mit dem Fußball angefangen“, berichtet Reichardt, für den es außer Frage stand, dass wenn er die Kickstiefel wieder anzieht, es bei den Blau-Schwarzen aus Lampertheim sein wird, für die er schon in der C-Liga spielte.

„Für mich galt es erst einmal 17 Kilo abzunehmen und ich achte jetzt sehr auf meine Ernährung, dabei hilft mir auch meine Lebensgefährtin Sabrina Culbertson. Ich selbst wohne ja noch in Hofheim und ich bin häufig bei ihr in Bürstadt, weil ich natürlich meinen Sohn Lias sehen will“, wird das Pendeln für Michael Reichardt im Mai eine Ende finden, wenn das Paar Reichardt/Culbertson im Bibliser Ortsteil Nordheim eine gemeinsame Bleibe bezieht.

„Für den Umzug werde ich wohl auch etwas Hilfe aus der Mannschaft gebrauchen“, schätzt Reichardt den Zusammenhalt bei der Olympia und das, obwohl sich die neu formierte Truppe der Blau-Schwarzen zum Rundenbeginn erst zusammenfinden musste. „Ich glaube, da haben uns einige nichts zugetraut. Aber nach den letzten Ergebnissen unterschätzt uns in der B-Liga jetzt wohl keiner mehr“, weiß Reichardt, dass am Sonntag um 14 Uhr mit dem Tabellendritten TG Jahn Trösel ein dicker Brocken ins Lampertheimer Adam-Günderoth-Stadion kommt.

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