Lokalsport Südhessen

Tischtennis Lampertheimer Drittliga-Herren unterliegen Primus Berlin 1:6 / Oberliga-Damen vor nächstem Abstiegsduell

Hertha BSC zu stark für den TTC

Archivartikel

Lampertheim.Der Tischtennis-Club (TTC) Lampertheim hat das Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin verloren. Gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter der 3. Bundesliga Nord fing sich der Tabellenfünfte, der auf seinen verletzten Topspieler Andrey Semenov verzichten musste, vor 70 Zuschauern die fast schon erwartete 1:6-Heimniederlage.

Uwe van gen Hassend musste nach Spielschluss nicht lange über ein Fazit nachdenken. „Man kann festhalten, dass Berlin eine Klasse für sich ist“, erkannte Lampertheims Vorsitzender neidlos an: „Wir hatten gar keine Chance. Ein paar knappe Spiele waren immerhin dabei und einen Ehrenpunkt haben wir auch geholt. Das Ergebnis ist keine Schande für uns.“ Nach zwei Drei-Satz-Niederlagen im Doppelauftakt lag Alfredas Udra im Duell mit Jakub Kosowski mit 2:1 nach Sätzen vorn, verlor aber noch mit 6:11 im fünften Satz. Der Ungar Istvan Molnar, der ins vordere Paarkreuz hochrutschte, unterlag Berlins Spitzenspieler Philipp Floritz in vier Sätzen, die recht knapp verliefen (6:11, 6:11, 11:8, 8:11). Den TTC-Punkt zum temporären 1:4 landete Dmitry Zakharov gegen Hartmut Lohse in vier Sätzen.

Der Ausfall von Semenov – für Lampertheims Spitzenspieler rückte Thomas Kern aus der zweiten Mannschaft ins Team – fiel nicht unbedingt ins Gewicht.

Hannover 96 nächster Gegner

„In dieser Aufstellung war Berlin für uns nicht machbar. Ich glaube aber nicht, dass wir in Top-Besetzung so viel mehr Punkte geholt hätten. Hertha BSC – das ist einfach eine andere Liga“, sagte van gen Hassend. Stimmt: Mit einer Traumbilanz von 26:0 Punkten stehen die Hauptstädter jetzt mit mehr als einem Bein in der zweiten Bundesliga. Der Zweite TTC Fulda-Maberzell II (16:8 Punkte), der Berlin am Samstag mit 4:6 unterlag, und der Dritte TTC Düsseldorf (15:7) haben nur noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft, die den direkten Aufstieg garantiert.

Für das erste Herrenteam des TTC geht es am 23. Februar (14.30 Uhr) mit einem Heimspiel weiter. Dann wird Aufsteiger Hannover 96 zu Gast in der Sedanhalle sein. Gegen den Drittletzten (8:14 Punkte) wollen die Südhessen auch ohne Semenov erfolgreich sein, der wohl bis Ende März ausfällt. „Es wäre wichtig, ein Pünktchen zu machen“, so van gen Hassend. Mit 12:14 Punkten verfügt Lampertheim über ein ordentliches Polster auf die beiden Abstiegsplätze. Mit 14 Punkten auf der Habenseite gilt die Klasse gemeinhin als gesichert. Ohnehin müssten der Vorletzte SV Siek (7:17) und Schlusslicht TSV Schwarzenbek (6:22) schon einen starken letzten Saisonabschnitt hinlegen, um den TTC noch in Gefahr zu bringen.

In der Oberliga Hessen steht dem Lampertheimer Damenteam am Sonntag (13 Uhr) das „nächste wichtige Abstiegsduell“ (van gen Hassend) bevor. Die TTC-Damen reisen zu Schlusslicht TTG Morschen-Heina (5:19 Punkte). Mit 8:18 Punkten liegen die Lampertheimerinnen auf dem rettenden siebten Platz. „Wir hoffen, dass wir unsere guten Leistungen aus den jüngsten Heimspielen jetzt auch auswärts umsetzen können. Da waren wir bisher etwas anfällig“, hofft van gen Hassend auf einen Punktgewinn. Die TTC-Damen, die in der Rückrunde bei 5:3 Zählern stehen, müssen nach wie vor ohne Inessa Leckel und Alina Metzner auskommen. cpa

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional