Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche FVH gewinnt 2:1 gegen SV Fürth und ist nicht mehr Tabellenletzter

Hofheim schöpft neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt

Hofheim.„Der FVH, der FVH, der FVH ist wieder da!“, schallte es aus der Kabine des Gastgebers. Kein Wunder, schöpften die Blau-Weiß-Roten aus Hofheim gestern doch mit einem 2:1 (1:0)-Sieg über den direkten Konkurrenten SV Fürth neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Durch diesen Sieg konnte der FVH in der Kreisoberliga Bergstraße auch die Rote Laterne an den punktgleichen FC Ober-Abtsteinach weiterreichen.

„Wir wussten, dass uns nur drei Punkte etwas bringen. Die Bedingungen waren mit den starken Windböen sicher nicht einfach. Ich freue mich einfach“, sagte FVH-Spielertrainer Oliver Schader. „Durch den Sieg sind wir nicht nur an unseren heutigen Gegner Fürth näher herangerückt, sondern auch an Anatolia Birkenau“, weiß Schader auch angesichts eines noch anstehenden Nachholspiels gegen die Tvgg Lorsch, dass sich der FVH im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet hat.

Die Gäste aus dem Odenwald hatten gestern ihrerseits die Chance, sich deutlich mehr Luft im Abstiegskampf zu verschaffen und dementsprechend enttäuscht waren auch die SVF-Spieler. Auch SVF-Trainer Ludwig Brenner machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Die Bedingungen mit dem starken Wind waren schon sehr grenzwertig, aber beide Mannschaften mussten unter diesen Bedingungen spielen. Gerade in der zweiten Halbzeit wollten wir buchstäblich mit Rückenwind mehr Druck auf Hofheim ausüben und uns ist ja auch der frühe 1:1-Ausgleich gelungen. Aber danach hatten wir zwei, drei Situationen, wo wir es einfach besser ausspielen müssen und letztlich hat der FVH nur wenig zugelassen“, fehlten dem Gästecoach zudem große personelle Alternativen, konnten die Fürther doch gerade einmal drei Wechselspieler aufbieten, darunter zwei A-Junioren. „Da ist es natürlich schwierig, im Spiel noch auf Dinge taktisch zu reagieren“, bedauerte Brenner.

Üppig war allerdings auch die Auswechselbank der Hausherren nicht besetzt, denn neben Ersatztorhüter Emanuel Lahmers nahmen auch nur drei Feldspieler Platz. „Mit Christopher Vogel war auch bei uns ein A-Juniorenspieler darunter“, berichtete Schader. Der hatte seiner Mannschaft vor dem so wichtigen Spiel offensichtlich das Richtige erzählt, denn die Blau-Weißen gaben von Beginn an den Ton an. Die erste Offensivaktion des Kellerduells war denn auch Schader selbst vorbehalten, als er aus der Distanz nur knapp das SVF-Tor verfehlte (2.). In der neunten Minute war es dann Fabian Fandel, der es knapp verpasste, das Kunstleder per Kopf für den FHV einzunicken. Und elf Minuten später erging es Tobias Haser nach einem Eckball ähnlich, auch Fabian Gräf verpasste nach einem Eckball (26.) die Einschussmöglichkeit nur knapp. Vier Minuten später durfte Gräf aber dann das 1:0 (30.) bejubeln, als er nach schöner Vorarbeit von Sascha Fetzer den Ball nur noch über die Torlinie drücken musste.

Die Gäste brauchten dagegen bis zu den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit, ehe Armend Ramadani seine Torgefährlichkeit aufblitzen ließ. Diesen Schwung nahm Fürth in die Anfangsphase von Hälfte zwei mit und als der Wind FVH-Torwart Kenan Buzyer das Abfangen des Balls erschwerte, war Ramadani zur Stelle und markierte das 1:1 (51.). Auch dank Fetzer ließ der FVH danach aber nicht mehr viel zu und verstärkte seine Offensivbemühungen. Nach einer Ecke bekam SVF-Goalie David Hummel die Unberechenbarkeit des Windes zu spüren, der Ball landete bei Raman Chiri, der satt zum 2:1-Sieg (79.) für den FVH einschoss.

Was schon länger bekannt ist, wurde gestern vom FV Hofheim bestätigt: Trainer Oliver Schader und Co-Trainer Sven Dexler haben ihre Verträge verlängert. Außerdem wird die 1b des FVH auch in der kommenden D-Liga-Saison von Sascha Seitz gecoacht, er wird dabei zukünftig von Markus Lösch unterstützt.

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