Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Aufsteiger Eintracht erwartet den FV Hofheim zum Derby / Oliver Schader: "Werden in 80 Prozent der Fälle Außenseiter sein, auch am Sonntag"

In Bürstadt herrscht große Vorfreude

Bürstadt.Nach fünf Spielzeiten Abstinenz gehört Eintracht Bürstadt wieder der Fußball-Kreisoberliga an. Der A-Liga-Meister der vergangenen Runde bestreitet am Sonntag (15.15 Uhr) an der heimischen Wasserwerkstraße im Nachbarschaftsduell mit dem FV Hofheim sein erstes Heimspiel der noch jungen Saison. "Das ist natürlich etwas Besonderes, schließlich hat man hier lange darauf gewartet, wieder ein Heimspiel in der Kreisoberliga auszutragen. Dass das nun gleich das Derby gegen Hofheim ist, dürfte einige Spieler in unserem Kader aber mehr beschäftigen als mich, schließlich haben einige früher für den FVH gespielt", betrachtet ETB-Spielertrainer Benjamin Sigmund die Partie vor allem unter dem Gesichtspunkt, drei Punkte holen zu wollen.

"Wir haben unsere Saison mit einen Derby gegen den FSV Riedrode begonnen. Dass es uns gelungen ist, gegen einen so starken Gegner einen 1:3-Rückstand noch in ein 3:3 zu verwandeln, war schon ein gefühlter Sieg für uns", gefiel dem neuen FVH-Coach Oliver Schader, wie die neu formierte Hofheimer-Truppe einen guten Zusammenhalt zeigte.

Gerüchte haben nicht geholfen

Auch die Eintracht ist mit einem 3:3 in die Runde gestartet und hat dabei bei der hoch gehandelten SG Einhausen einen Zähler entführt. "Vor dem Spiel wäre ich mit einem Unentschieden absolut zufrieden gewesen und wenn man in der Nachspielzeit den 3:3-Ausgleich erzielt muss man das auch sein. Trotzdem war in diesem Spiel mehr für uns drin. Schließlich lagen wir zur Pause mit 2:0 vorne und hätten in der ersten Halbzeit die Tore drei und vier nachlegen können", blickt Sigmund zurück. Während die Bürstädter vor der Runde fast keine Abgänge hatten, stand Schader als neuer Spielertrainer in Hofheim vor einer schwierigen Aufgabe. "Es wäre mir natürlich schon lieber gewesen, wenn zwei oder drei Leistungsträger mehr hier geblieben wären. Spieler wie David Kolba, Niclas Blüm, Patrick Landwehr oder auch Björn Rautenberg sind schwer zu ersetzen. Hinzu kamen Gerüchte um Probleme, die der FVH mit dem Finanzamt hätte, an denen aber überhaupt nichts dran war. Das machte es nicht einfach, Spieler zu holen. Aber ich glaube, wir haben eine ganz gute Mischung beisammen. Trotzdem wird das eine schwere Runde für uns und wir werden in 80 Prozent der Spiele in der Außenseiterrolle sein. Auch am Sonntag in Bürstadt", weiß Schader, dass das Ziel der Blau-Weißen nur Klassenerhalt lauten kann.

Davon, dass der Eintracht von der Konkurrenz auch eine Etage höher einiges zugetraut wird, will sich Sigmund nicht blenden lassen. "In Einhausen sind wir ja schon auf einen Gegner getroffen, der sicherlich zu den stärksten Mannschaften in der Liga zählt und wir haben gesehen, dass wir da mithalten konnten. Trotzdem wird man erst nach sechs, sieben Spielen sehen wo man steht", hält der ETB-Trainer nichts davon, sich jetzt schon in größere Prognosen zu ergehen. Während Schader am Sonntag wohl auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann, hofft Sigmund, dass Marc Weis nach seinem Muskelfaserriss eventuell schon wieder einsatzfähig ist. Für Weis wäre es ein ganz besonderes Spiel. In der vergangenen Saison trug er noch das FVH-Trikot. Ob es am Sonntag zum direkten Duell der beiden Spielertrainer kommt, ist noch offen. "Mal sehen, ob es bei mir selbst wieder geht, auch Andreas Schwöbel und Hakan Yazici sind noch angeschlagen", sagt Sigmund.

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