Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Abstieg des FVH aus der Kreisoberliga scheint nach 0:4-Heimniederlage gegen Olympia Lorsch besiegelt

In Hofheim gehen die Lichter aus

Archivartikel

Hofheim.In der ersten Halbzeit hingen dunkle Regenwolken über dem Hofheimer Sportpark. In Hälfte zwei schien allerdings die Sonne und auch nach dem Abpfiff der im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße so wichtigen Begegnung zwischen dem FV Hofheim und dem SC Olympia Lorsch strahlte die Sonne. Zum Strahlen war nach der Begegnung allerdings nur den Gästen aus der Klosterstadt zumute, denn der FVH musste sich mit 0:4 (0:2) deutlich geschlagen geben.

„Jetzt haben wir sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, wobei der VfL Birkenau erst am Donnerstag in Lampertheim spielt und daher noch ein Spiel weniger hat“, wusste der spielende FVH-Co-Trainer Sven Dexler, dass die Chance auf den Klassenerhalt angesichts von nur noch vier verbleibenden Ligapartien auf ein Minimum gesunken ist. „Wir gewinnen zuhause gegen den Tabellendritten SG Wald-Michelbach und holen gegen die FSG Riedrode fast einen Punkt. In Spielen, in denen wir keinen Druck haben geht es also, aber mit dem Druck in den Spielen, die wir gewinnen müssen, können wir nicht umgehen. So kannst du die Liga nicht halten“, fiel es Dexler schwer, angesichts der bitteren Pleite noch Optimismus zu verbreiten.

Eckhardt jubelt

Eine ganz andere Gefühlslage herrschte dagegen bei SCO-Trainer Georg Eckhardt. „Wir haben hier bei einem direkten Konkurrenten gewonnen und es hätte heute ja sogar noch höher für uns ausgehen können, wenn wir unsere Chancen besser nutzen. Das ist ein Problem, das wir schon länger haben“, war der Gästetrainer mit dem Auftritt seiner Mannschaft dennoch sehr zufrieden. Die Lorscher sind mit dem ersten Sieg im Jahr 2019 dem direkten Abstieg sehr wahrscheinlich schon entgangen. „Da müsste Hofheim jetzt schon alle vier verbleibenden Spiele gewinnen, aber wir wollen auch noch weg vom Relegationsplatz“, konnten Eckhardt und sein Team den spielfreien VfL Birkenau zumindest bis Donnerstag überholen und den Relegationsrang an die Odenwälder weiterreichen.

Mit dem Toreschießen taten sich die Gäste anfangs etwas schwer. So hatte Daniel Geiss eigentlich das 1:0 für Lorsch auf dem Fuß, scheiterte aber an FVH-Torwart Kenan Buzyer (10.). Auch in der 25. Minute stand Buzyer erneut im Mittelpunkt, als er nach einer Ecke zunächst den Kopfball von Geiss und auch den Nachschuss von Sascha Hinz entschärfte. In der 28. Minute meldeten sich dann auch die Hausherren, aber nach einem langen Ball von Tobias Haser konnte FVH-Kapitän Marcel Mackemull SCO-Torwart Michael Wahlig nicht überwinden (28.).

Die Gästeführung fiel dann in der 31. Minute, als Siwan Arsan per Kopf auf Mark Servatius verlängerte, der zum 0:1 einköpfte. Danach ließ die Olympia gute Chancen zum 2:0 ungenutzt. Doch in der 40. Minute manifestierte sich die aktuelle FVH-Saison in einer Szene, als es zu einem Missverständnis zwischen Sven Dexler und Torwart Buzyer kam, und Dexlers Rückgabe zum 0:2 ins Tor kullerte. „Er hat gerufen, dass er den hat“, bedauerte Dexler diesen bitteren Moment. Die Entscheidung der Begegnung fiel in der 63. Minute, als sich der stets agile Timo Neudecker über rechts durchsetzte und Hasan-Ali Serdar zum 0:3 bediente. Fast hätte Neudecker selbst das 4:0 nachgelegt, doch seinem Treffer versagte der Schiedsrichter Yahya Budarham wegen Abseits die Anerkennung (66.). Tor Nummer vier markierte Yannick Gatscha (90.).

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